| Alles fing damit an, dass wir mit unserem Deutschkurs am
Internet-Wettbewerb Literatur@tlas teilnehmen wollten. Unsere Kurslehrerin hatte
die Idee, etwas zu machen, was mit dem Kloster Ihlow zu tun hatte: Hatte es dort früher
eine Bibliothek gegeben? Welche Bücher hatte es dort gegeben? Welche literarischen Werke
welcher "Autoren" gab es dort? Vielleicht gelang es uns, verschollene
Handschriften zu finden!
Wir suchten nach Informationen über das Kloster auf einer CD-Rom, die der
Förderverein des Klosters herausgegeben hat. Frau Peede machte zusätzlich einen Termin
mit Herrn Buttjer, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins, einem passionierten
Klosterforscher, zur Besichtigung der Klosterstätte.
Das Forsthaus an der Klosterstätte, in dem sich die Ausstellung über das
Kloster Ihlow befindet:

Wir besichtigten die Klosterstätte im Ihlower Wald. Im benachbarten Forsthaus befindet
sich eine Ausstellung mit Fundstücken, die man bei archäologischen Grabungen entdeckt
hat, über die Herr Buttjer uns viel erzählen konnte. In der Ausstellung sahen wir u.a.
einige der ehemaligen Steine des Klosters. Zwei von uns haben sich darüber gestritten,
wer den Stein, der ein besonderes Ornament besaß, halten durfte, dabei fiel der Stein zu
Boden. Er zerbrach in zwei Teile. Wir konnten feststellen, dass der Stein aus zwei exakt
gleichen Teilen bestanden hatte. Dies war ein weiterer Hinweis darauf, dass die Mönche im
Kloster begabte Handwerker gewesen waren. Heraus fiel eine alte Pergamentrolle. Auch unser
ungeschultes Auge konnte feststellen, dass es sich bei der Pergamentrolle um eine Karte
handelte. Wir durften die Karte mitnehmen.
Im Hintergrund links sieht man Originalziegelsteine des Klosters Ihlow. In einem von
ihnen war die Karte versteckt:

Nach einigen intensiven Arbeitsstunden in unserem Kurs konnten wir sagen, dass die
Karte eine Art Schatzkarte war. Sie führte zum Altar der Klosterkirche, die leider nicht
mehr erhalten ist (an der Klosterstätte lassen sich lediglich noch die Umrisse der Kirche
erkennen).
Dann fiel uns ein, dass der Ihlower Altar nach dem Abriss des Klosters in die
Lamberti-Kirche in Aurich gebracht worden war. Wir mussten bei mehreren offiziellen
Stellen Sondererlaubnis einholen, um den einige Jahrhunderte alten Altar untersuchen zu
dürfen. Und tatsächlich: In einem geheimen Hohlraum fanden wir ein Manuskript. Leider
war es in lateinischer Sprache verfasst. In mühseliger Arbeit gelang es uns, die
Handschrift zu entziffern und zu übersetzen. Es handelte sich um einen sensationellen
Fund: Wir hatten Seiten der Chlosterchronik des Abtes Boyng gefunden, über den wir von
Herrn Buttjer schon einiges gehört hatten.
Der Ihlower Altar in der Lamberti-Kirche Aurich:


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