Lale Andersen – Wie werde ich Haifisch

Lale Andersens Buch „Wie werde ich Haifisch“ ( Haifisch deswegen, weil die Schlagerbranche den Spitznamen „Haifischbranche“ trägt und somit die Schlagersänger Haifische sind, die einen harten Konkurrenzkampf führen ) soll eine Antwort auf all die Briefe sein, die von Lale’s Fans an sie geschickt wurden, weil diese wissen wollten, wie Lale es geschafft hat, eine so berühmte Sängerin zu werden und wie sie es selbst auch schaffen könnten. Das Buch entstand deshalb, weil es Lale’s Sekretärin zu bunt wurde dauernd Überstunden zu machen, nur weil ihre Chefin die viele Fanpost persönlich beantworten wollte. Deshalb sagte sie eines Tages zu Frau Andersen: “Müssen Sie eigentlich immer alle Briefe beantworten? Schreiben Sie als Antwort doch einfach ein Buch.“ Und so geschah es. In diesem Buch erzählt Lale Andersen aber nur von der schwersten Zeit, dem Anfang ihrer Karriere, welcher in Berlin stattfand. Dort ging sie nämlich ab 1932 zur Theaterschule. Weil das Studium aber irgendwie finanziert werden musste, versuchte sie das, was viele Studenten in dieser Zeit versuchten – nämlich im Kabarett der Komiker, damals mit Willi Schaeffers als Direktor, vorzusprechen. 
Beim ersten Versuch sang sie einen Chanson, der von dem Sohn ihrer Zimmerwirtin gedichtet war, dies aber scheiterte. Erst der zweite Versuch glückte. Sie war mit ihrer Gitarre wieder ins Theater gefahren. Die Stunde, die sie warten musste, verbrachte sie damit, die Sekretärin und die Grafiker mit ihrem Gitarrenspiel und Gesang zu unterhalten. Da hörte der Direktor Schaeffers zu und engagierte sie auf Anhieb.
Eines Tages wurde sie mit ihrer Freundin Stina Lindblatt von zwei Herren eingeladen. Sie boten den Damen an, in einer sexy Show aufzutreten mit Gesang und Tanz. Die Gage betrug fünfzehn Mark pro Tag, was sehr viel war. Lale und Stina sagten sofort zu. Sie mussten ihr Programm einstudieren und ergänzten sich gut. Lale konnte besser singen und Stina besser tanzen. Eines Tages sollten sie ihr Programm in Dortmund aufführen. Als die Probe mit dem Orchester stattfinden sollte, war das Orchester jedoch nicht da. Und weil der Manager ohne Probe keinen Auftritt machen wollte, fiel die Aufführung Silvester aus. Doch eine Premiere gab es dann nachträglich doch.
Einmal hatten sie in einem Dortmunder Lokal einen Auftritt. Die sogenannten Honey – Twins ( Stina und Lale ) wurden von allen wie der letzte Dreck behandelt. Der Pianist verlangsamte mit Absicht das Tempo und da wurde es Lale zu bunt. Sie ging zum Klavier und gab dem Pianist zwei schallende Ohrfeigen. Einen Tag später wurde ihnen gekündigt und sie mussten sofort nach Berlin zurückfahren. 
Einige Zeit später wurde Lale A. in das Programm des „Bunten Abends“ aufgenommen, bei dem außer ihr noch ein Sprecher namens Heinz Erhardt auftrat. Als Tänzer wechselten sich der Franzose Cherrier und der Berliner Erwin Hoffman ab und die Instrumentalisten waren Noucha Doina auf der Geige und Kurt Engel auf dem Xylophon und dem Marimbaphon. Mit diesem Programm reiste sie lange Zeit durch Deutschland. 
Dieses Buch ist in einer lockeren, munteren Art geschrieben. Es enthält außer der hier nacherzählten Geschehnisse noch einige Tipps ein Star zu werden.
Friederike Groll

Litta Magnus - Andersen: Lale Andersen - die Lili Marleen

In diesem Tagebuch hat Litta viele Auszüge aus dem Leben von Lale zusammengestellt, die stellenweise unterbrochen wurden von ihren eigenen Erlebnissen mit der Mutter und Eindrücke von der Mutter.

Lale verbrachte ein ruheloses Leben bedingt durch Tourneen, Veranstaltungen usw. Nachdem sie Ehe und Kinder hinter sich gelassen hatte, versuchte sie in Berlin in der Künstlerszene ein neues Leben anzufangen. Namhafte KünstlerInnen und Politiker lernte sie kennen wie Grete Weiser, Gerd Fröbe und viele andere, die ein Stückchen jeweils ihr Leben begleiteten. Mangel an Engagements, geringe Gagen ließen sie in den ersten Jahren ein äußerst bescheidenes Leben führen. Auftrittsverbot über acht Monate in der NS - Zeit, nachdem sie einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt hatte, führte zu einem Rückschlag in das bescheidene Leben. Mit ihrem Lied "Lili Marleen" schenkte sie den Soldaten über alle Grenzen hinweg ein Stückchen Heimat und erfüllte Sehnsucht. So wurde sie überall bekannt und berühmt. Nach dem Krieg nahmen Engagements und Tourneen zu und sie erlangte einen weitaus höheren Lebensstandard.
Zwischendurch widmete sie sich immer ihren Kindern, wenn der Terminplan es zuließ.

Langeoog stellte offenbar von Anfang an ein gewisses Refugium dar. Immer häufiger kam sie und genoss die Ruhe und Beschaulichkeit. Die Insel war der Gegensatz ihres ruhelosen Lebens.
Hinter dem "Sonnenhof", ihrem Domizil, befindet sich der Dünenfriedhof, der ihre letzte Ruhestätte sein sollte und auch ist.
Hendrik Feldmann, Martina Puls, Sören Sommer

Lale Andersen: Der Himmel hat viele Farben

Ein Leben mit einem Lied

In diesem Buch schreibt Lale in Romanform ihr Leben nieder. Sie erzählt es schillernd und humorvoll und gibt so ihre überwiegend positive Lebenseinstellung wieder.
Martina Puls, Florian Freimuth