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Vorwort

Wie kam es zur Teilnahme am Wettbewerb ?

 

Im Dezember informierte Herr Stroink mich, dass das Land Niedersachsen einen Wettbewerb „Literaturatlas" durchführt. Wir überlegten gemeinsam, ob wir mit den 4. Klassen unserer Schule teilnehmen wollten.

Wir stellten dann allerdings fest, dass es in Lingen keinen Dichter oder Literaten gibt.

In einer Rücksprache mit den Veranstaltern des Projektes klärten wir, dass auch eine Beschäftigung mit der Chronik unseres Heimatortes den Wettbewerbsregeln entspricht. Der Zeitraum der letzten 10 Jahre erschien uns im Hinblick auf das Lebensalter der Kinder angemessen. So kamen wir zu dem Thema: Meine Zeit auf dieser Welt – betrachtet mit den Augen des Chronisten der Castellschule.

Die Kinder waren schnell für diese Arbeit zu gewinnen. Zunächst befassten wir uns mit der Chronik der Castellschule. Dabei kamen wir auf die Idee, Herrn Stroink als Chronist zu interviewen. Das war für die Kinder eine gute Gelegenheit, das Schreiben von Berichten zu erlernen.

Einige Mütter boten sich an, zu Ereignissen aus dem Geburtsjahr ihrer Kinder zu erzählen. Sie kamen zu uns in die Klasse und berichteten in ganz unterschiedlicher Weise teils aus ihren familiären Situationen, teils über politische Ereignisse. Für die Kinder waren das lehrreiche Stunden. Gespannt hörten sie zu, stellten Fragen und machten Notizen für die spätere schriftliche Zusammenfassung der Interviews.

Dann beschäftigten sich die Kinder mit Ereignissen in ihrem eigenem Leben und schrieben auf, was ihnen wichtig erschien. Wer wollte, konnte aus seinen Erinnerungen vorlesen, die Aufmerksamkeit seiner Mitschüler und Mitschülerinnen war ihm gewiss.

Ein Höhepunkt während des Projektes „Literaturatlas" war das Interview mit der Bürgermeisterin Frau Ramelow im Sitzungssaal des Lingener Rathauses. Die Kinder durften jetzt „richtige" Reporter sein. Vorher überlegten wir gemeinsam Fragen, die uns im Hinblick auf die Stadtentwicklung besonders interessierten.

Wir wollten natürlich auch ein Geschenk mitbringen. Zusammen mit der Kunstlehrerin dachten wir darüber nach, was dazu geeignet sein könnte. Da die Kinder im Rahmen unserer kleinen Reise in die Vergangenheit die Berichte über den Golfkrieg und den Jugoslawienkrieg besonders betroffen gemacht hatten, brachten sie durch ein selbst gestaltetes Bild „Kinder der Welt halten zusammen" ihre Gefühle zum Ausdruck.

 

 

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