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Die Literatur

Schuljahr 1989/90

 

In der Sitzung des Schulausschusses der Stadt Lingen (Ems) wurde am 13. März 1990 die Verselbständigung der Außenstelle der Castellschule an der Thüringer Straße sowie der Außenstelle der Paul-Gerhardt-Schule an der Schützenstraße beschlossen. Möge dieser Beschluß für die Zukunft nicht den Untergang der Castellschule an der Thüringer Straße bedeuten!

Gleichzeitig wurde über den Antrag der Castellschule, der Grundschule Altenlingen, der Erich-Kästner-Schule, der Overbergschule, der Paul-Gerhardt-Schule auf Einrichtung zur vollen Halbtagsgrundschule beraten. Die Stadt zeigte sich bereit, die räumlichen und sächlichen Voraussetzungen zu schaffen, falls das Kultusministerium den Anträgen entsprechen sollte. Für die Wilhelm-Berning und die Matthias-Claudius-Schule hat das Kultusministerium den Modellversuch zu Beginn des Schuljahres 1990/91 bewilligt, für alle anderen beantragenden Schulen steht eine Entscheidung noch aus.

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Am 06. Juli 1990 besuchten die Schülerinnen und Schüler der Arbeitsgemeinschaften Ton, Makramee und Seidenmalerei eine über das SAA Emsland initiierte Veranstaltung im Theater an der Wilhelmshöhe unter dem Motto "Kleine Leute auf großer Bühne".

Gleichzeitig fand im Foyer eine Ausstellung von Schülerarbeiten statt, wo auch Arbeiten unserer Schüler ausgestellt waren.

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Schuljahr 1990/91

Das Schuljahr 1990/91 begann am 23. August 1990. Auf den Beschluß der Stadt Lingen vom 13. März 1990 und den darauf folgenden Antrag an die Bezirksregierung, die Außenstelle der Castellschule an der Thüringer Straße zu verselbständigen, gab es immer noch keinen schriftlichen Bescheid. Dennoch wurde entsprechend einer mündlichen Aussage des Schulaufsichtsamtes von einer Verselbständigung ausgegangen.

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Der Name Castellschule verbleibt nur bei der Schule Zum Neuen Hafen 11. Für die Chronik der Schule hat diese Entscheidung auch zur Folge, daß der Chronist zukünftig nur noch über die Geschichte der Castellschule Zum Neuen Hafen 11 berichten wird.

In der Woche vom 01.10.1990 bis zum 05.10.1990 wurde in der Schule eine große Aktion zum "Gesunden Schulfrühstück" durchgeführt. In der reisenden Frühstücksbar konnten montags und dienstags die Kinder der Klassen 1 und 2 alternativ frühstücken, donnerstags und freitags die Klassen 3 und 4. Diese Frühstücksaktion, in der Obst- und andere Salate, Milch- und Teegetränke, Brote auf Vollkornbasis etc. den Kindern angeboten wurden, konnte nur durch die tatkräftige Unterstützung vieler Mütter zu einem großartigen Erfolg werden.

Am 03. Oktober 1990 war für Deutschland ein staatlicher Feiertag besonderer Qualität. Dem Chronisten sei es erlaubt, deshalb an dieser Stelle etwas weiter auszuholen und im kleinen zu berichten. Ca. 1 Jahr zuvor beginnend fand in der DDR, ausgelöst durch den gesamten Umbruch in Osteuropa, ein Massenexodus zunächst über Ungarn, dann auch über die Tschechoslowakei in die Bundesrepublik statt. In der DDR selbst fanden in nahezu allen Städten riesige Demonstrationen statt, die dem allmächtigen und allgegenwärtigen Staat samt seinen Möglichkeiten auf friedliche Weise trotzten. Am 09. November 1989 öffnete sich in Berlin die Mauer, Menschen aller Altersgruppen und Schichten fielen sich vor Freude hüben und drüben in die Arme. Versuche, das alte Regime zu halten, schlugen fehl. "Wir sind das Volk", so hörte man die Rufe. Nach der Volkskammerwahl, der ersten wirklich freien und geheimen Wahl, nicht gefälscht, konnte man in den folgenden Wochen die Abrechnung mit 40 Jahren Sozialismus verfolgen. Der Ruf des Volkes nach einer stabilen Währung und nach Einheit wurde immer lauter. Im Sommer wurde die Währungs- und Wirtschaftsunion vollzogen, am dritten Oktober 1990 die staatliche Einheit zwischen Ost und West vollzogen. Bis die Menschen sich wirklich als ein Volk verstehen, bis soziale Unterschiede ausgeglichen sind, werden vermutlich noch einige Jahre vergehen.

Nach diesem Exkurs wieder zurück in die Schule. Am 04. Oktober 1990 konnten alle Kinder an einer Aufführung des Rheinischen Marionettentheaters in unserer Schule teilnehmen. Aufgeführt wurde das Stück Rumpelstilzchen, der langanhaltende Applaus zeigte die gelungene Aufführung. Gleichzeitig weilte in unserer Schule Mäheress Pierson, die Lebensgefährtin des Bürgermeisters unserer englischen Partnerstadt Burton upn Trend. Sie weilte anläßlich des Tages der Deutschen Einheit mit Ihrem Mann in Lingen und wollte - selbst Lehrerin - sich ein Bild von deutschen Schulen machen. Bei Ihrem Abschied zeigte sie sich von unserer Schule begeistert.

Am 09. Oktober 1990 führten wir wie alle Jahre die Fahrradkontrolle durch, damit unsere Schulkinder für die dunkle Jahreszeit mit einem verkehrssicheren Fahrrad gut gerüstet sind.

Herbstferien waren in der Zeit vom 24. Oktober bis zum 03. November 1990.

Die folgenden Wochen verliefen relativ ruhig, erst am 23. November konnten die Schüler der ersten Schuljahre bei der in der Schule aufgeführten Veranstaltung "Die Reise nach Lappadusien" mitmachen. Diese Aufführung war sehr gelungen und erfolgreich.

In der Adventszeit fand für alle Klassen gemeinsam jeweils montags eine Feier in der Halle unserer Schule statt, verbunden mit besinnlichen Texten und Liedern. Den Abschluß des Kalenderjahres bildete am letzten Schultag um 10.00 Uhr die gemeinsame Weihnachtsfeier, zu der jede Klasse ihren Beitrag leistete.

Der Beginn des neuen Jahres 1991 war überschattet von den Ereignissen der Weltpolitik. Am 08. August 1990 hatte der Irak das Nachbarland Kuweit überfallen und annektiert. Angesichts der weltpolitischen Entspannung zwischen Ost und West wurden erstmals seit Bestehen der UNO Beschlüsse zum Embargo des Irak verabschiedet mit dem Ziel, der Irak müsse Kuweit bedingungslos räumen. Alle Versuche, auf diplomatischem Wege bis zum 15. Januar 1991 - dem Termin des Ultimatums - eine friedliche Lösung in der Region herbeizuführen, scheiterten an der unnachgiebigen Haltung des Irak und seines Präsidenten Saddam Hussein. In der Nacht des 17. Januar 1991 begann der Golfkrieg, in dem die Alliierten, allen voran die USA, den Versuch unternahmen, die Beschlüsse der UNO auf Räumung Kuweits durchzusetzen.

Diese Stimmung schlug sich auch in den Reaktionen unserer Schulkinder nieder, die zum ersten Mal einen Krieg und seine eventuellen Folgen miterlebten. Angst machte sich überall breit, der Wunsch nach Frieden fand in vielen deutschen Städten seinen Ausdruck in Form von Gottesdiensten, Demonstrationen, Mahnwachen usw.

Am 01. Februar 1991 erhielten die Kinder die Halbjahreszeugnisse, nach der dritten Unterrichtsstunde war für alle Schluß.

Wie in vielen anderen Schulen fand in diesem Jahr aufgrund des Golfkrieges in unserer Schule keine Rosenmontagsfeier mit Verkleidung und Jubel und Trubel statt, stattdessen begingen die Kinder der Castellschule ein "Friedensfest".

Am 15. und 16. Februar 1991 führte die Castellschule wie in den Jahren zuvor den Elternsprechtag durch.

Am 19. Februar besuchte der Zahnarzt des Kreises Emsland unsere Schule und untersuchte unsere Schüler auf mögliche Zahnschäden.

Am 20. Februar fand um 10.30 Uhr in der Stadtbücherei eine Autorenlesung für die Klassen 1 statt, gelesen wurde von Klaus Adam.

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Die Osterferien begannen am 16. März 1991.

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Die Osterferien endeten am Samstag, 06. April, der Unterricht begann am Montag, 08. April.

In den Wochen nach Ostern fand die Sonderschulüberprüfung statt, als deren Ergebnis von 3 gemeldeten Schülern zwei Schüler vom kommenden Schuljahr an die Sonderschule besuchen werden.

Am Freitag, 10. Mai, fand für die Klassen 3 und 4 eine Autorenlesung in unserer Schule statt, gelesen wurde von Herbert Somplatzki.

Pfingstferien waren von Samstag, 18. Mai, bis einschließlich Dienstag, 21. Mai 1991.

Zum Feste Fronleichnam am 30. Mai 1991 gestaltete unsere Schule zwei Tafeln: auf blauem Hintergrund wurden je drei gelbe Ähren von den Schülern in Schneidetechnik gestaltet und von den Lehrpersonen aufgeklebt.

In den bis jetzt gewesenen Wochen dieses Jahres war es für die Jahreszeit viel zu kalt. Anfang April wurde es warm, und wohl jeder rechnete damit, es werde ein warmer sonniger Frühling und Sommer werden. Aber weit gefehlt! In den warmen Tagen kam die Natur mit Riesenschritten voran, doch dann kam der Rückschlag. Es wurde wieder kalt, Nachtfröste im Monat Mai bis über die Eisheiligen hinaus waren an der Tagesordnung. Große Teile der Obstblüte verfroren! Selbst in der Mitte des Monats Juni wurden kaum einmal Temperaturen über 15 °C gemessen. Dazu war es sehr feucht und naß, so daß die Kinder kaum einmal draußen spielen konnten.

Vom 31. Mai bis mittags 1. Juni 1991 erlebten die Schüler der Klasse 4c2 ihren Ausflug in der Baccumer Mühle inclusive einer Übernachtung.

Am 13. Juni führte die Castellschule im Emslandstadion die Bundesjugendspiele durch. Bei kalter Witterung blieb es an diesem Morgen trocken, und es konnten beachtliche Ergebnisse erzielt werden. 81 Schülerinnen und Schüler der Klassen zwei bis vier nahmen teil, 35 Sieger- und 34 Ehrenurkunden konnten mittags an die Schüler ausgegeben werden.

Am 14. Juni 1991 starteten die Kinder der Klasse 3c2 und der Klasse 4c1 zu ihrem Ausflug zum Museumsdorf nach Cloppenburg. Sie nahmen dort auch an einer Schulstunde im historischen Schulgebäude teil.

Die Kinder der Klassen 1 und 2 fuhren mittags um 13.00 Uhr mit dem Bus zur Waldbühne nach Ahmsen, wo das Stück "Die kleine Hexe" aufgeführt wurde. Sie erlebten eine hervorragende Aufführung.

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Der letzte Schultag am 3. Juni endete mit einer sehr gelungenen Abschlußfeier in der Halle unserer Schule.

Die Sommerferien dauerten vom 4. Juni bis zum 14. August. Schlagartig änderte sich auch mit dem ersten Tage der Ferien das Wetter, es wurde warm und heiß, gleichzeitig allerdings auch trocken, da es an Regenfällen zwischendurch mangelte.

 

Schuljahr 1991/92

Am 15. August begann für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 2 bis 4 der Unterricht. Die beiden ersten Jahrgänge wurden in einer Schulfeier am 17. August um 10.00 Uhr in der Halle in die Schulgemeinschaft aufgenommen, anschließend war um 11 Uhr Einschulungsgottesdienst in der St. Bonifatius-Kirche.

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Am Montagmorgen, 19. August 1991, hielt die Welt den Atem an. Nach den in den letzten Jahren eingetretenen Reformen und Demokratisierungsprozessen in der Sowjetunion, der Beendigung der Zeit des Kalten Krieges zwischen dem Osten und dem Westen, fand ein Staatsstreich statt. Michail Gorbatschow, verfassungsmäßig zum Präsidenten gewählt, wurde von einem "Notstandskomitee" orthodoxer Kommunisten in seinem Ferienhaus auf der Krim festgesetzt und in der Sowjetunion der Ausnahmezustand ausgerufen. Dem besonderen Mut des Volkes und der einzigartigen Beherztheit des russischen Präsidenten Boris Jelzin ist es zu verdanken, daß der Putsch mittwochs bereits fehlgeschlagen war. Die Anführer des Putsches flohen, konnten aber gefaßt werden. Präsident Gorbatschow kehrte in sein Amt, das Militär in die Kasernen zurück, die Welt konnte wieder aufatmen.

Die Bestrebungen auf Autonomie der einzelnen Republiken des Sowjetreiches waren jetzt stärker denn je, Estland, Lettland und Litauen wurden wieder zu souveränen Staaten. Auch die anderen Republiken erklärten ihre Selbständigkeit.

Währenddessen spitzte sich in Jugoslawien die Lage immer weiter zu, besonders zwischen den nach Unabhängigkeit strebenden Bundesstaaten Kroatien und Slowenien. Es entwickelte sich ein Bürgerkrieg. Auch in den folgenden Wochen und Monaten wurde heftig gekämpft. Die Bundesarmee, befehligt von der kommunistisch beherrschten Zentralregierung in Belgrad versuchte, zu retten, was zu retten war.

Am 30. Oktober 1991 wurde in Madrid auf Vermittlung der USA und der UdSSR eine Nahostfriedenskonferenz eröffnet, an der alle Länder des Nahen Ostens teilnehmen. Hoffentlich ist es möglich, einen dauerhaften Frieden in dieser Region zu schaffen.

Am Feste Allerheiligen war in unserer Schule unterrichtsfrei.

In der Nacht vom 03. auf den 04. November suchten Unbekannte unser Schulgebäude auf. Durch das Eindrücken der Scheibe einer Außentür gelangten sie in das Innere des Schulgebäudes, brachen und hebelten die Tür zur Lehrerbibliothek der Castellschule aus und durchsuchten von dort aus alle Verwaltungsräume einschließlich der Lehrerzimmer nach Bargeld. Gefunden wurden aus der Portokasse ca. 100,-- DM, zurückgelassen aufgebrochene und zerstörte Schränke und Schreibtische. Die Untersuchung durch die Kriminalpolizei einschließlich Spurensicherung führte zu keinem Ergebnis. Klassenräume wurden von den Einbrechern nicht durchsucht.

Am 12. November erlebten die Schüler der Klassen 4 ein von der Musikschule durchgeführtes Schulkonzert der Streicher.

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In der Adventszeit fand für alle Schüler jeweils montags um 10.00 Uhr in der Halle unter dem Adventskranz eine adventliche Feier statt. Am 06. Dezember, dem Nikolausfeste, besuchten alle Kinder der Klassen 1 und 2 im Theater an der Wilhelmshöhe die Aufführung "Peterchens Mondfahrt", gespielt von der Amateurbühne Bentheim. Es war eine fürwahr meisterliche Aufführung.

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Der letzte Unterrichtstag des Jahres 1991 war Freitag, 20.12.1991. Nach dem Klassenunterricht fand für und mit allen Schülern eine Weihnachtsfeier in der Halle statt.

Da alle Klassen einen Beitrag vorbereitet hatten, wurde es eine gelungene Feier. Im Anschluß daran begannen für alle Schüler um 12.00 Uhr die Weihnachtsferien.

An dieser Stelle sei ein kleiner Abstecher in die Politik nochmals erlaubt. Mit dem Ende des Jahres 1991 zeigte sich eine vollkommen veränderte Weltlage. In Jugoslawien wurde immer noch heftig gekämpft, ein Ende des Bruderkrieges zwischen Serben und Kroaten scheint trotz Vermittlungsversuchen der EG und der UNO nicht in Sicht.

Die UdSSR, einst mächtiges Weltreich wie die USA, hört auf zu existieren. Die einzelnen Republiken erklären sich für selbständig und gründen die "Gemeinschaft unabhängiger Staaten", kurz "GUS" genannt. Präsident Gorbatschow, dem das deutsche Volk die Einheit verdankt, tritt zurück. Nachfolger der UdSSR in der UNO wird stattdessen Rußland. Möge nach 70 Jahren Bolschewismus und Zwangsherrschaft das jetzt Kommende den Menschen der Länder und der ganzen Welt Gutes für die Zukunft beschieden sein.

Doch mit dem Beginn des Jahres 1992 zeigt sich bereits, daß zwischen den einzelnen Republiken dieses ehemaligen Weltreiches die jahrzehntelang unter der kommunistischen Diktatur bestehenden und unterdrückten Gefühle nun mit Gewalt an die Oberfläche treten.

Besonders deutlich zeigt sich Haß und Gewalt in dem unter Titos Herrschaft geeinten und nun in seine einzelnen Bestandteile zerfallenden Jugoslawien. Serben und Kroaten, Moslems und Christen tun sich gegenseitig die schlimmsten Greuel an, und so scheint es, der Rest der Welt sieht tatenlos zu.

Alle Friedensbemühungen der EG und der UNO bleiben ohne Erfolg.

Das Jahr 1992 beginnt schulisch am 7. Januar 1992. Die nutzbare Zeit ist kurz, denn am 31. Januar 1992 wurden die Zeugnisse bereits ausgegeben.

Mitte März erfolgte durch die Regierung in Osnabrück die telefonische Anfrage, ob die Castellschule den Antrag zur Vollen Halbtagsgrundschule aufrecht erhalten wolle. Im Mai erfolgte die mündliche Zusage der Regierung auf Genehmigung.

 

Schuljahr 1992/93

Das neue Schuljahr beginnt am 06. August 1992. Ab diesem Termin gestaltet sich für die Kinder der Castellschule wie folgt:

Montag bis Freitag Klasse 1 und 2: 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr Unterricht

Montag bis Freitag Klasse 3 und 4: 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr Unterricht

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Im Bereich der Arbeitsgemeinschaften kann zum ersten Mal Englisch angeboten werden.

Die Einschulungsfeier fand am 8. August 1992 um 10.00 Uhr in der großen Halle statt. Anwesend waren neben den Einschülern und ihren Angehörigen alle Lehrpersonen und Schulkinder unserer Schule.

Am 29. August 1992 fand das große Schulfest der Castellschule statt, zu dem auf verschiedenen Plakaten eingeladen worden war. Am Vormittag des Festes, das offiziell um 14.00 Uhr beginnen sollte, regnete es in Strömen, es stand zu befürchten, daß alle Aktivitäten, die draußen stattfinden sollten, buchstäblich ins Wasser fallen müßten. Zu allem Überfluß hatten Unbekannte das im Eingangsbereich des Pausenhofes aufgestellte Spülmobil beschädigt und die Abdeckplane zerschnitten, sodaß die Kriminalpolizei verständigt werden mußte. Doch - wer hätte es gedacht - gegen 14.00 Uhr schlossen sich die Himmelspforten und es hörte auf zu regnen. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Eltern und der Lehrpersonen konnte dieser Nachmittag bis 18.00 Uhr so erfolgreich gelingen. Hauptattraktion neben dem traditionellen Kaffee und Kuchen war ein Hüpfzelt.

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In den Wochen bis zu den Herbstferien, die vom 26.09.92 bis zum 10.10.1992 dauerten, fanden die Sitzungen der einzelnen Klassenelternschaften statt, sodaß der Schulelternrat am 22.09.1992 zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommen konnte.

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Alle Jahre wieder, so kann man schon sagen.... Auch in diesem Jahr wurde rechtzeitig mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit eine Fahrradkontrolle (26.10.1992) durchgeführt. Die meisten Kinder konnten auf Anhieb eine Plakette für ihr verkehrssicheres Rad erhalten, die anderen mußten ihr Rad erneut vorführen.

Am 29.10.1992 nahm der Schulleiter an einer Dienstversammlung in Wildeshausen teil, zu der alle Leiter von neu ernannten Halbtagsschulen eingeladen waren. Sinn und Zweck waren der Informations- und Gedankenaustausch.

"Die verzauberten Brüder", so hieß das Stück, das die Schülerinnen und Schüler des 2. Jahrganges am Dienstag, 1. Dezember 1992, im Theater an der Wilhelmshöhe erlebten. Es war ein großer Erfolg.

In den Wochen vor Weihnachten, in der Adventszeit, fand wie auch in den Jahren zuvor, jeweils montags um 8.00 Uhr in der Halle ein Adventssingen statt. Jeder Jahrgang hatte außerdem für einen Montag jeweils ein kleines Stück vorbereitet, das zur Aufführung kam. Am letzten Unterrichtstag des Kalenderjahres, dem 23.12.1992, besuchten die Klassen 2 bis 4 morgens einen Gottesdienst in der St. Bonifatius-Kirche. Um 11.00 Uhr begann in unserer Halle die große Weihnachtsfeier, die gegen 12.00 Uhr endete. Die Kinder der Klassen 1 und 2 wurden dann in die Weihnachtsferien entlassen, die der Jahrgänge 3 und 4 stürmten um 13.00 Uhr aus der Schule.

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Die Weihnachtsferien dauerten vom 24.12.1992 bis zum 06.01.1993.

Die Zeugniskonferenzen fanden statt am Dienstag, 26.01.1993, die Ausgabe der Halbjahreszeugnisse war am 29.01.1993.

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Am letzten Schultage verabschiedete sich Frau Marietheres Klaas aus dem Kollegium der Castellschule und trat in den Ruhestand ein. Mit ihr verlieren wir eine Kollegin, die mehr als 40 Jahre in unserer Schule unterrichtete, und die in dieser Zeit 1700 Schülerinnen und Schüler als Klassenlehrerin erleben durften. Frau Klaas hatte darum gebeten, auf eine Feier mit Prunk, Reden u. ä. zu verzichten. Diesem Wunsche wurde entsprochen. Das Kollegium wünscht Ihr einen guten Ruhestand und viele Jahre in körperlicher und geistiger Frische.

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Schuljahr 1993/94

Das Schuljahr 1993/94 begann am Montag, 2. August 1993. Am Samstag, 07. August, fand in der Eingangshalle unseres Schulgebäudes die Einschulungsfeier unserer Schulanfänger statt. Im Anschluß an die Einteilung der 35 Schulanfänger in die zwei ersten Klassen fand in der St. Bonifatius-Kirche ein Wortgottesdiest statt.

Neu in das Kollegium der Castellschule trat Frau Mechthild Preuß mit voller Stundenzahl ein, Frau Többen-Krüssel als kommende Vertretungslehrerin für Frau Witte während der Zeit des Mutterschaftsurlaubes mit 12 Unterrichtsstunden. Frau Wöckener ist von der Paul-Gerhardt-Schule mit 7 Unterrichtsstunden für Sport und Schwimmen abgeordnet, dafür entfallen 2 Unterrichtsstunden Schwimmen von Herrn Wagner.

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Am 08.08.93 verstarb Frau Anneliese Busche, Frau des 1. Schulleiters der Castellschule nach dem Zweiten Weltkriege. Sie wurde auf dem Neuen Friedhof neben ihrem Mann beigesetzt. Für die Castellschule nahm der Schulleiter an der Beisetzung teil.

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Die Klassen 1 besuchten am 26. Oktober 1993 die Stadtbücherei zu einer Autorenlesung mit Franz Stieper. Diese Veranstaltung kann als Erfolg gewertet werden.

Am 31.10.1993 starb völlig überraschend unsere Kollegin, Frau Insa Damm. Am 01.08.1988 trat sie in das Kollegium der Castellschule ein. Aufgrund ihrer Schwerbehinderung war sie an den Rollstuhl gefesselt. Dennoch war sie jeden Tag neu guter Laune und gern in der Schule. Ihr Unterricht, bei dem sie gänzlich auf fremde Hilfe angewiesen war, war erstklassig und einmalig. Bei Schülern und Lehrern sehr beliebt und geschätzt, wird sie unserer Schule fehlen.

Gott der Herr schenke ihr die ewige Ruhe und vergelte ihr in seinem Reich all das Gute, das sie uns getan.

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Die Wochen von den Herbstferien bis zu den Weihnachtsferien stellten schulisch eine extrem hohe Anforderung an die noch verbliebenen und einsatzfähigen Kolleginnen. Fast kein Tag verging, an dem nicht einzelne Klassen jahrgangsweise und auch darüber hinaus zusammengefaßt werden mußten. Bei einer unterrichtlichen Versorgung, die streckenweise nur noch 50 Prozent des Unterrichtssolls betrug, ist eine Verbleib der Schulkinder entsprechend der Zusage der Vollen Halbtagsschule eine schwere Last, manchmal sogar eine Zumutung für alle Betroffenen. Von Seiten der Schulaufsicht war in dieser Phase leider keine tatkräftige Unterstützung vorhanden, es handelte sich mehr um Phrasen und leere Versprechungen.

Dennoch fanden in der Adventszeit wie alle Jahre zuvor jeweils montags um 9.00 Uhr von den einzelnen Jahrgängen adventlich gestaltete Feiern mit Aufführung und Gesang statt. Ebenso gab es am letzten Schultage (22. Dezember 1993) eine weihnachtliche Feier, in deren Anschluß alle Kinder um 12.00 Uhr den Weg in die Weihnachtsferien bis zum 08. Januar 1994 antraten.

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Die Halbjahreszeugnisse wurden am Freitag, 28. Januar 1994, an die Schülerinnen und Schüler ausgegeben.

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Auch die Unterrichtsverpflichtung von Frau Wichmann endet mit diesem Tage. Wir sind froh gewesen, daß sie sich so spontan für unsere Kinder und unsere Schule entscheiden konnte und damit aus der allergrößten Bedrängnis half. Dafür nochmals herzlichen Dank.

Für Frau Wichmann und damit für das dritte Schuljahr trat neu in das Kollegium Frau Günther ein. Wer in der Chronik nachblättert, wird feststellen, daß sie vor langen Jahren die Ausbildung in unserer Schule erhalten hatte.

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Am 05. März 1994 wurde in einem festlichen Einführungsgottesdienst Pfarrer Hermann Joseph Leigers in sein neues Amt als Pfarrer der Gemeinden St. Bonifatius eingeführt, am 06. März ebenso in der Gemeinde St. Alexander Schepsdorf.

Möge ihm eine erfolgreiche Zeit beschieden sein.

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Die Osterferien begannen am Sonnabend, 19. März, und endeten am Dienstag, 05. April 1994.

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Das überaus lange Schuljahr endet mit dem 20. Juli 1994. An diesem Tage scheiden Frau Dickopp und Frau Köchling aus dem Schuldienst aus und treten in den wohlverdienten Ruhestand. Mit Frau Dickopp scheidet die letzte Lehrkraft aus, die ihren Dienst noch in der alten Castellschule, der Volksschule mit den Jahrgängen von 1 bis 9, vor der Reformierung des Schulwesens in Lingen angetreten hatte.

Mögen beide Kolleginnen noch viele Jahre in Gesundheit und Zufriedenheit erleben dürfen.

 

Schuljahr 1994/95

Das Schuljahr begann am Donnerstag, 1. September 1994.

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Die Einschulungsfeier für die beiden ersten Schuljahre war am Samstag, 03.09.1994. Es begann um 10.00 Uhr mit einer Feier aller Schulkinder in unserer Schulhalle und endete in der Krankenhauskapelle mit einem gemeinsamen Wortgottesdienst.

Am 07.09.94 wurden die Erstkläßler wie auch schon in den Vorjahren fotografiert, die Volksbank läßt diese Aktion auf ihre Kosten durchführen. Jedes Kind erhält kostenfrei ein Foto seiner Klasse.

Am Tag darauf inspizierte der Schulzahnarzt des Landkreises Emsland bei allen Schülerinnen und Schülern die Gebisse mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

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Die Herbstferien begannen am Donnerstag, 20.10. 94, und endeten am Freitag, 28.10.94.

Am 8. November führte die Polizei eine Fahrradkontrolle durch, um sicherzustellen, daß unmittelbar vor Beginn der dunklen Jahreszeit alle Schulkinder mit verkehrssicheren Fahrrädern zur Schule kommen.

In den Wochen bis Weihnachten herrschte in allen Klassen hektische Betriebsamkeit, überall wurde gewerkelt, gebastelt, gebacken usw., um für den großen Weihnachtsbasar gerüstet zu sein. Er fand statt am 02. Dezember 1994 und, so kann man wohl sagen, war mehr als ein großartiger Erfolg. Viele Eltern kamen, staunten und kauften Fenster-, Zimmer-, Tischdekorationen und ähnliches. Viele Produkte brauchten einen Vergleich mit gewerblich hergestellten nicht zu scheuen. Zeitgleich konnte in unserer Halle, wo der Basar aufgebaut war, von Eltern organisiert und durchgeführt, eine Tasse Kaffee getrunken werden oder die Ausstellung über Waisenkinder in Tansania betrachtet werden. Das Ergebnis unseres ersten Weihnachtsbasares konnte sich durchaus sehen lassen: Ein Erlös von 1120,-- DM wurde erbracht. Über die Verwendung war vorher schon in der Elternschaft wie auch in der Gesamtkonferenz nachgedacht worden und beschlossen, den Erlös zur Hälfte Waisenkindern in Tansania zugute kommen zu lassen, die andere Hälfte für die Schaffung des Pflanzenbiotopes und die Begrünung des Innenhofes zu verwenden.

Alle Kinder unserer Schule besuchten am 07. Dezember 94 das Theater an der Wilhelmshöhe und erlebten dort die hinreißende Aufführung: "Hilfe, die Herdmanns kommen!"

Wie auch in den Vorjahren führten wir jeweils dienstags um 8.00 Uhr eine adventliche Feier durch, die von den einzelnen Jahrgängen vorbereitet und gestaltet wurden. Am vorletzten Schultag, Mittwoch, 21.12.94, feierten wir in der Krankenhauskapelle einen weihnachtlichen Gottesdienst und am Donnerstag, 22.12.94, bildete eine gemeinsame Weihnachtsfeier in der Halle schulisch den Abschluß dieses Kalenderjahres.

Die Weihnachtsferien endeten am Samstag, 07.01.95.

Halbjahreszeugnisse gab es am 27. Januar 1995, der Unterricht endete nach der dritten Stunde.

Die Osterferien begannen am 3. April und endeten am 19. April 1995.

Am 8. Mai 1995 gedachte man überall des Kriegsendes vor 50 Jahren. In vielen Reden, Ansprachen, Aktionen wurde der Opfer dieses unsinnigen Krieges gedacht. Auch hier in Lingen fand eine große Veranstaltung statt, die von verschiedenen Gruppen und Gruppierungen, federführend den drei christlichen Kirchen organisiert war. Sie stand unter dem Thema "Die Toten mahnen" und zeigte ganz konkret, wie hier in Lingen Unrecht und Gewalt waren, wie Menschen das Ende des Krieges erlebten, wie sie nicht nur hofften auf Befreiung, sondern auch viele Ängste vor den Siegern und den Folgen des unseligen Krieges hatten. Hier und überall, bei den Nachbarvölkern zu Recht mehr als Siegesfeiern von der Knechtschaft des Hitlerterrorismus gestaltet, sprach und redete man feierlich, solch schrecklichen Ereignisse sollen nie wieder passieren dürfen.

Und doch, nicht weit von uns, nur ca. 1500 Kilometer entfernt, spielt sich ähnliches Unrecht wie Mord, Totschlag, Vertreibung, unbeschreibliches Elend im Kleinen ab, und die Welt - so scheint es - sieht tatenlos zu.

Schon mehrfach wurde von mir in den vergangenen Jahren bei einem Abstecher in die Politik von den Untaten im ehemaligen Jugoslawien berichtet. Auch im Juni 1995 ist noch kein Ende dieser unseligen Auseinandersetzungen zwischen bosnischen Serben, Serben und Moslems in Sicht, nein, viel schlimmer, die Lage hat sich weiter verschärft. Der bosnische Serbenführer Karadzic, ehemals Nervenarzt, vom internationalen Gerichtshof in Den Haag als Kriegsverbrecher gekennzeichnet, treibt ungeniert sein makabres Spiel weiter.

Die von der UNO ausgerufenen Schutzzonen, z. B. um Sarajewo und Bihac, werden von ihm und seinen Leuten mißachtet, die Städte und damit die Zivilbevölkerung mutwillig beschossen und attackiert. Als Folge eines angedrohten Vergeltungsschlages durch NATO-Flugzeuge, die Munitionsdepots bombardieren, werden über 80 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, bei einem Raketenangriff durch bosnische Serben ermordet. Ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug wird bei einem Routineflug zur Überprüfung der Einhaltung eines Flugverbotes mit einer Rakete abgeschossen. Der Pilot kann eine Woche später durch amerikanische Elitesoldaten nahe der Abschußstelle unverletzt und unversehrt geborgen werden.

Als weitere Steigerung der Eskalation nehmen bosnische Horden UNO-Soldaten, die Blauhelme, als Geiseln, ketten sie mit Handschellen an Türen von Munitionsbunkern und präsentieren sie einer erschreckten Weltöffentlichkeit via Fernsehen als lebende Schutzschilde. Welch ein Zynismus! Welch ein Armutszeugnis allerdings auch der UNO, die Soldaten aus aller Herren Länder bewaffnet ausschickte, Zivilisten schützen zu wollen und sollen, die ihren Soldaten aber nicht erlaubte, im Falle eines Angriffs ihre Waffen zu nutzen und sich selbst verteidigen zu können. Wer wollte von sich behaupten, er könnte diese Art von Logik nachvollziehen, ja verstehen können.

In diesem Schuljahr hatte das Kollegium der Castellschule sich vorgenommen, einen ökologischen Beitrag zu leisten und einen bis jetzt wild zuwuchernden Innenhof mit einem Pflanzenbiotop und neu gestalteten Randflächen zu versehen. Unter Federführung von Frau Witte konnte nach theoretischen Vorplanungen das Projekt Anfang März beginnen und bis zum Beginn der Sommerferien zur Vollendung gebracht werden. Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang Herrn Brosowski, dessen Fachwissen letztendlich den erfolgreichen Abschluß ermöglichte.

Am Mittwoch, 14. Juni 1995, besuchten alle Klassen unserer Schule gemeinsam die Waldbühne in Ahmsen zu der Aufführung "Jim Knopf und Lucas, der Lokomotivführer". Das Stück selbst war vorzüglich, allein das Wetter spottete jeglicher Beschreibung. Es war naß, regnete fortwährend mehr oder minder stark und war lausig kalt. Wie gut, daß alle unter der Überdachung saßen.

Am Donnerstag, 15. Juni 1995, war wegen des Festes Fronleichnam unterrichtsfrei. Wie schon im Vorjahr fand wegen widrigen Wetters kein Fronleichnamsgottesdienst auf der Wilhelmshöhe und auch keine Prozession durch die Straßen der Stadt statt.

Am Tage darauf, Freitag, 16. Juni 1995, hatten die Kinder der Castellschule unterrichtsfrei, weil der bewegliche Ferientag auf dieses Datum gelegt worden war.

Das Schuljahr endete am Mittwoch, 21. Juni 1995. Um 9.00 Uhr besuchten alle Klassen gemeinsam mit ihren Lehrpersonen einen Schulabschlußgottesdienst in der Kirche St. Michael in Reuschberge, anschließend fand in der Halle unserer Schule eine gemeinsame Abschlußfeier statt, in deren Verlauf den Kindern der vierten Schuljahre ein guter Start im kommenden Schuljahr in den weiterführenden Schulen gewünscht wurde.

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Die Sommerferien dauerten vom 22. Juni 1995 bis zum 2. August 1995.

 

Schuljahr 1995/96

Das neue Schuljahr begann am Donnerstag, 03. August 1995. Am Tage zuvor, mittwochs, 02. August 1995, wurde in der Dienstversammlung morgens um 10.00 Uhr die Klassen- und Raumverteilung sowie in großen Zügen der Ablauf der Einschulungsfeier besprochen. Diese fand am Samstag, 05. August 1995 um 10.00 Uhr beginnend in der Eingangshalle unseres Schulgebäudes in Anwesenheit aller Kinder statt, im Anschluß daran war in der Kirche St. Michael ein kleiner Einschulungswortgottesdienst mit Segnung der Schulanfänger.

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Die Auswahl an Arbeitsgemeinschaften war in diesem Halbjahr zunächst nicht so groß, da Herr Sp...... wegen eines Krankenhaus- und Kuraufenthaltes bis zum 31. August 1995 fehlte und seine 25 Unterrichtsstunden ohne Ersatz aufgefangen werden mußten. In diesen Fällen zeigt sich wieder einmal, daß die Vertretungsreserve, die sich errechnet mit je 2 Unterrichtsstunden je Klasse, in diesem Fall also 16 Lehrerstunden, nicht ausreicht und kleinere Schulen benachteiligt. Dennoch bin ich, der Chronist, davon überzeugt, daß das Land Niedersachsen wegen leerer Kassen diesen Zustand nicht verbessern, sondern eher noch durch Kürzungen verschlechtern wird. Auch die Meldung der Krankenstände der einzelnen Kollegen ist bei der Bezirksregierung nicht mehr quartalsmäßig anzuzeigen, sondern nur noch zum 31.12. eines jeden Jahres.

Am 07. August 1995 wurden die Schulanfänger fotografiert. Wie schon in den Vorjahren handelt es sich um ein Geschenk der Volksbanken. Die Kreissparkasse schenkt den Kindern, deren Eltern Kunde dieses Institutes sind, zum Schulbeginn einen hochwertigen Farbenkasten.

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Die Volksbank Lingen hatte für den 7. September in den Emslandhallen eine Aufführung des "Struwwelpeter" angeboten, an der unsere Schüler teilnahmen. Wenn auch die Darbietung selbst excellent und professionell war, so kam sie bei unseren Schülern doch nicht so sehr an, weil in erster Linie Gesang angesagt war.

In den Elternabenden der einzelnen Jahrgänge, die bis zu den Herbstferien andauerten, wurden die jeweiligen Elternvertreter für die Klassenelternschaften gewählt. Der Schulelternrat traf sich in diesem Schuljahr zum ersten Mal am 28. September 1995 im Kolpinghaus. In der Aussprache wurde einstimmig dafür votiert, aus Sicht der Eltern die Fortführung der "Vollen Halbtagsschule" zu wünschen.

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Herbstferien waren in der Zeit vom 2. bis 14. Oktober 1995.

In der ersten Woche nach den Herbstferien fand donnerstags, 19.10.95, morgens die Fahrradkontrolle durch die Polizei statt. Viele Fahrräder waren verkehrstauglich, etliche aber auch besonders im Bereich der Beleuchtung zu beanstanden.

Am 25. Oktober 1995 kam der Kinderbuchautor Wolfram Hänel aus Hannover in unsere Schule. Er las für die Kinder des 3. und 4. Jahrganges aus seinen Werken. Sein Auftritt kann als voller Erfolg gewertet werden.

Nachmittags fand um 15.00 Uhr beginnend eine Gesamtkonferenz statt, in der u.a. trotz aller Bedenken, beispielsweise im Bezug auf die Unterrichtsversorgung, einstimmig beschlossen wurde, einen Antrag auf Fortführung der "Vollen Halbtagsschule" zu stellen.

Am Mittwoch, 08. November 1995, fuhren Kinder der Klasse 3c1 mit ihrer Klassenlehrerin Frau Grummel nach Enschede. Sie hatten gemeinsam mit Schülern aus den Niederlanden ein Projekt im Rahmen des Faches Deutsch erarbeitet, welches nun vor versammeltem Publikum präsentiert wurde.

Erwähnenswert ist die Teilnahme von 100 Schülerinnen und Schülern am Konzert "Winterträume" von Rolf Zuckowski in den Emslandhallen am 16. November nachmittags um 14.00 Uhr. Von ca. 20.000 Anfragen und etwa 3.500 Karten war es gelungen, für unsere Kinder 100 Karten zu erlangen. Es war eine gelungene Aufführung.

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Auf Anfrage des Wirschaftsverbandes Lingen stellten die Schülerinnen und Schüler aller Klassen Weihnachtsschmuck aus Holz und Alufolie her, der am Donnerstag, 30. November 1995, am Tannenbaum auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Historischen Rathaus angebracht wurde. Als Belohnung erhielt jedes Kind einen Stutenkerl. Besonderes Lob gebührt Herrn Heskamp, der den überwiegenden Teil der Sterne, Monde, Glocken usw. aus Holz sägte, sodaß unsere Kinder die Teile nur noch mit gelber Farbe lackieren mußten.

Abbildung 1: : Kinder schmückten Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz

Kinder schmückten Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz

137 Mädchen und Jungen der Castellschule schmückten gestern morgen mit ihren zwölf Lehrern den großen Weihnachtsbaum auf dem Lingener Marktplatz vor dem Historischen Rathaus. Laubsägearbeiten und festlichen Baumschmuck aus gestanztem Aluminium hatten die Kinder zusammen mit ihrem Hausmeister Josef Heskamp vier Wochenlang für die Dekoration angefertigt. Sichtlichen Spaß bereitete den Schülern, Lehrern und auch Renate Seiler vom Wirtschaftsverband die Arbeit am Weihnachtsbaum, der allabendlich im Lichterglanz erstrahlen wird. Der Weihnachtsmarkt wurde am Abend offiziell eröffnet. Foto: Helga Lindwehr

 

Die Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen statteten der IGS Lingen am Mittwoch, 13.12.1995 im Rahmen eines sogenannten "Schnuppertages" einen Besuch ab. Es bestand die Möglichkeit, sich vor Ort über die Arbeit dieser Schule zu informieren und auch in die einzelnen Klassen mal hineinzusehen.

Am Montag, 18.12.1995, fiel in allen allgemeinbildenden Schulen des Landkreises Emsland wegen extremer Straßenglätte durch überfrierende Nässe und Regen der Unterricht aus. Der Schulleiter wies die Kollegen an, in jedem Fall zuhause zu bleiben und sich nicht mutwillig in Gefahr zu begeben. Die an diesem Tage nicht erteilten Unterrichtsstunden werden mit den Stunden an Mehrarbeit verrechnet.

Wie schon in den Jahren zuvor wurde in der Adventszeit jeweils dienstags um 9.00 Uhr in der Halle der Schule ein adventliches Singen durchgeführt. Der 4. Jahrgang brachte am 5. Dezember, der 3. Jahrgang am 12. Dezember, der 2. Jahrgang am 19. Dezember zusätzlich einen kleinen Beitrag, der 1. Jahrgang im Rahmen der weihnachtlichen Feier.

Der Unterricht vor den Weihnachtsferien endete für unsere Schulkinder erst am Freitag mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche St. Michael, einem Frühstück in den einzelnen Klassen und einer gelungenen weihnachtlichen Feier in der Halle unseres Schulgebäudes. Um 12.00 Uhr wurden alle Schulkinder in die Weihnachtsferien entlassen. Der bewegliche Ferientag wird dafür am Tag nach Fronleichnam in 1996 genommen.

An dieser Stelle sei auch wieder ein kurzer Exkurs in das politische Tagesgeschehen erlaubt. Wie schon mehrfach berichtet, herrscht im ehemaligen Jugoslawien ein kriegs- und bürgerkriegsähnlicher Zustand. Nach dreieinhalb, ja fast vier Jahren ist es unter Beteiligung vor allem der USA gelungen, in Dayton ein Friedensabkommen zwischen den verfeindeten Völkern zu unterzeichnen. Als Folge dieses Abkommens war zum ersten Male nach vier Jahren in Sarajewo Waffenruhe auf Weihnachten. Internationale Truppen, zum ersten Male - nach starker politischer Kontroverse in unserem Lande - auch Bundeswehrsoldaten, sind an den friedenserhaltenden und friedensfördernden Maßnahmen beteiligt. Möge die Zukunft ein Aufeinandergehen aller Beteiligten und ein friedfertiges Miteinander möglich machen, so kann man nur hoffen.

Der Unterricht begann wieder am 08. Januar 1996. War auch tags zuvor durch Regen auf tiefgefrorenen Boden nahezu ganz Deutschland in eine Rutschbahn verwandelt worden, konnte der Unterricht planmäßig wieder beginnen. Wenngleich schon seit einigen Wochen vor einer gefährlichen Grippeepedemie mit "Influenza A" gewarnt worden war, über Weihnachten schon öffentlich über eine Verlängerung der Weihnachtsferien spekuliert und berichtet worden war, so fehlten in unserer Schule so gut wie keine Kinder und ebenfalls auch keine Lehrkräfte.

Nachdem der Frost Anfang Januar zunächst Tauwetter Platz gemacht hatte, setzte für unsere Gegend unerwartet in der Mitte des Januar erneut starker Frost ein mit Temperaturen, die nicht nur nachts, sondern auch am Tage um die -10 Grad Celsius herum lagen. Hinzu kam am Freitag, 26. Januar 1996, dem Tag der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse, nachmittags bei ebenfalls -10 Grad Celsius starker Schneefall, der die Straßen in Rutschbahnen verwandelte und überall in Deutschland lange Staus und Verkehrschaos hervorrief. Nach einem Artikel in der Lingener Tagespost in diesen Tagen handelt es sich um die tiefsten Temperaturen seit dem Winter 1981/82, obwohl meinen eigenen Aufzeichnungen nach auch im Januar und Februar 1987 ebenfalls arktische Verhältnisse erreicht wurden.

Am 02. Februar 1996 sollte - so war es jedenfalls geplant - Elternsprechtag für alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule sein. Nachdem mittags gegen 12 Uhr im Rundfunk eine Unwetterwarnung in Bezug auf Eisregen, Schneefall und damit einhergehend gefährliche Glätte herausgegeben worden war, die die Wetterwarte in Lingen auf Nachfrage des Schulleiters auch für unseren Raum in der Zeit von 14.00 Uhr beginnend bis zunächst Samstag, 8.00 Uhr dauernd bestätigte, entschied man sich nach Absprache mit der Schulelternratsvorsitzenden, Frau Gabriel, den Termin kurzfristig abzusagen und zu verschieben. Die dritten und vierten Jahrgänge waren noch in der Schule und wurden dort informiert, die ersten und zweiten Jahrgänge durch eine Telefonkette unterrichtet.

In den Wochen bis zu den Osterferien herrschte rundum Betriebsamkeit. Nach dem Termin der Schulanmeldung und der schon kurz darauf stattfindenden Schuluntersuchung an zwei Tagen werden zum Schuljahresbeginn 1996/97 58 Kinder in den ersten Schuljahrgang eingeschult werden. Nach bisherigen Richtwerten entspräche diese Zahl drei ersten Klassen, gleichwohl scheint zu befürchten, daß aufgrund der rigorosen Sparmaßnahmen seitens des Landes durch die Schulaufsicht nur Unterrichtsstunden für zwei erste Klassen zur Verfügung gestellt werden.

In einer Dienstversammlung wurde diese Thematik ansatzweise angesprochen, gleichzeitig der 15. Juni 1996 als Termin für unser Schulfest festgelegt. Es stand unter dem Motto. "Alle Kinder dieser Welt".

Erwähnenswert ist die Tatsache, daß nahezu bis Ostern hin von Frühling oder frühlingshaftem Wetter nichts zu verspüren war. Selbst in der ersten Osterferienwoche wurden noch bei uns nachts bis minus 7 Grad Celsius gemessen.

Die Osterferien dauerten vom 25. März 1996 bis zum 13. April 1996.

Himmelfahrt und Pfingstferien - jeweils ein Tag - waren am 17. Mai und 28. Mai 1996.

Fast unmittelbar vor den Sommerferien, nämlich am 15. Juni, feierten wir unser Schulfest unter dem Motto "Alle Kinder dieser Welt". In den Tagen zuvor von Montag bis Donnerstag hatten sich die einzelnen Klassen jeweils mit einem Land beschäftigt, zu dem sie teilweise eine innere Beziehung hatten. So haben wir in einer vierten Klasse Kinder, die vor Jahren schon mit ihren Eltern aus Polen zu uns gekommen waren. In der anderen vierten Klasse gab es Kinder, die als Aussiedler aus Rußland zu uns gekommen waren. So wurden die Länder Niederlande, Frankreich, Spanien, England, Polen, Rußland, Dänemark mit ihren Besonderheiten und Eigenheiten bearbeitet, die Ergebnisse dessen in verschiedenster Weise auf dem Schulfest dargestellt.

Am Freitag dieser Woche war dann der große Ausflugstag der gesamten Schule. Die beiden ersten Klassen fuhren mit dem Bus zum Zoo nach Emmen, die zweiten bis vierten Jahrgänge besuchten den Allwetterzoo in Münster - mit einer Führung durch die Zooschule.

Am Samstag selbst fand dann in der Zeit von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr das große Schulfest statt. Zur Belohnung der vielfältigen Mühen war das Wetter wundervoll, strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und schön warm, kurzum, das ideale Wetter für ein Schulfest.

Nach einer kurzen Begrüßungsansprache durch den Schulleiter führten in einem ersten Block die Kinder der ersten und zweiten Jahrgänge ihre eingeübten Beiträge vor. Da wir den Theaterwagen des TPZ bekommen hatten und auch eine vernünftige Beschallungsanlage durch das Musikhaus Musikus, konnten Kinder, Eltern und Gäste die einzelnen Vorträge auch richtig sehen und hören. Der erste Programmblock dauerte ca. 40 Minuten, dann bestand für alle Gelegenheit, in der Schulhalle am Kuchenbüfett Kaffee und Kuchen zu bekommen und sich in der Schulhalle an Tischen und Bänken, gestellt von der Feuerwehr, zu sättigen und zu laben. Gegessen und getrunken wurde von richtigen Tellern und aus richtigen Tassen, die mit dem Spülmobil von REHOLAND geliefert worden waren. Nur so war es auch möglich, hygienisch und sauber zu spülen und dennoch ausreichend Geschirr zur Verfügung zu haben.

Wer keinen Hunger oder Durst hatte, konnte in der Zwischenzeit draußen bei den von Eltern organisierten Spielen mitmachen.

In einem zweiten Programmblock führten die Kinder der dritten und vierten Schuljahrgänge ihre Stücke vor, die ebenfalls mit viel Beifall bedacht wurden. Im Anschluß daran fand nach einer kurzen Pause gegen 17.15 Uhr eine weitere Attraktion des Schulfestes statt: Der Schulleiter, unter einer blauen Plane verdeckt, nur sein Kopf ragte heraus, konnte gegen eine Gebühr von 1,-- DM je Wurf nur von Schulkindern mit einem triefend nassen Schwamm beworfen werden. Eine gute halbe Stunde dauerte dieses Spektakel, wie groß war das Bedauern, wenn der Wurf nicht traf und daneben ging. Es soll auch einige Erwachsene und Eltern gegeben haben, die liebend gern einmal geworfen hätten.

Ein rundum gelungenes Schulfest endete um 18.00 Uhr mit dem gemeinsamen Auf- und Abräumen, nur aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen wurde nach Abzug aller sonstigen Auslagen ein Ertrag von fast 950,-- DM erzielt, der für die Unterhaltung und den weiteren Ausbau unseres Biotopes benutzt werden soll.

Sommerferien begannen am 27. 6. 1996, dem Tage nach der Zeugnisausgabe, und endeten am 7. August 1996.

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Schuljahr 1996/97

Das neue Schuljahr begann am Donnerstag, dem 08. August 1996. Wie schon vor den Ferien bekanntgegeben, hatten alle Kinder unserer Schule an diesem Tage Unterricht bis 12 Uhr.

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Am Samstag, 10. August 1996, fand zunächst in der Halle, anschließend in den Klassenräumen und in der Kirche St. Michael die Einschulungsfeier statt. Da sehr viele Einschulungskinder in diesem Jahr waren und viele Eltern, Geschwister, Omas, Opas, Onkel und Tanten zur Einschulungsfeier mitgekommen waren, hatten wir eine gut gefüllte Halle mit ca. 400 Personen. Die Stimmung war bombig, alles bester Laune. Auch die Aufteilung in drei erste Klassen fand allgemeine Zustimmung.

Schon am darauffolgenden Montag kam der Fotograf zu den Aufnahmen der ersten Klassen. Diese Aktion wird seit eingen Jahren von der Firma Klimmer in Lingen durchgeführt und von der Volksbank Lingen gesponsert. Die Eltern können nach wenigen Tagen mit einem Gutschein das Klassenfoto ihres Kindes in der Geschäftsstelle der Bank abholen.

Von der Kreissparkasse Lingen bekommen die Kinder, deren Eltern ein Konto bei dieser Bank haben, zur Einschulung einen hochwertigen Farbenkasten geschenkt.

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Herbstferien waren vom 30.09.1996 bis zum 12.10.1996.

Am 05. Dezember endete als Folge der Schulverwaltungsreform die Existenz des Schulaufsichtsamtes Emsland mit den Dezernaten 5 und 6 im Gebäude der Kreisverwaltung in Lingen, Am Wall Süd. Alle Dezernate des bisherigen Schulaufsichtskreises Emsland sind nun zusammengefaßt in Meppen untergebracht. Vermutlich wird die bisherige Bezeichnung bis zum 31.01.97 Gültigkeit haben, dann wird das Gebilde den Namen Bezirksregierung Weser-Ems, Außenstelle Osnabrück, Nebenstelle Meppen haben und der Postweg wird für die Schulen jeweils nur noch über Osnabrück gelten. Über die Vorteile dieser Reform, bei der auf Ebene der Bezirksregierung Stellen von Regierungsschulräten wegfallen, darf man getrost seine Zweifel anmelden; sicher ist zumindest die Erkenntnis, daß Teile der Befugnis der Schulaufsichtsbeamten auf die Schulleiter verlagert werden. Es ist vielleicht nicht vermessen, von Mehrarbeit ohne Ausgleich für die Schulen zu sprechen.

Am 06. Dezember, dem Fest des Hl. Nikolaus, besuchten alle Klassen unserer Schule mit ihren Lehrerinnen und Lehrern das Theater an der Wilhelmshöhe. Die Spielbühne Lingen spielte das Stück "Peter Pan". Es handelte sich um eine sehr gelungene Vorstellung, zumal Frau Behr, Klassenlehrerin der Klasse 4c2, als Käpt’n Cook selbst mitspielte.

Weihnachtsferien dauerten vom 23.12.1996 bis zum 6.1.1997. Da wir wie in Vorjahren den Tag nach Fronleichnam als beweglichen Ferientag bestimmt hatten, fiel der 7. Januar als Ferientag weg.

Am Sonntag, 20. April 1997, fanden in St. Bonifatius, am Sonntag darauf, dem 27. April 97, in St. Michael die Erstkommunionfeiern statt, zu denen auch fast alle Kinder unserer dritten Klassen gehörten.

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Am Fest Christi Himmelfahrt und dem darauffolgenden Freitag, dem 8. und 9. Mai 97, war in allen Schulen Niedersachsens unterrichtsfrei. Pfingsten war am 18. und 19. Mai, traditionell war der darauffolgende Dienstag ebenfalls unterrichtsfrei.

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Am 29. Mai war das Fest Fronleichnam, durch den beweglichen Ferientag, den wir wie schon in Vorjahren auf den Freitag gelegt hatten, ergab sich ein langes Wochenende.

Mit dem 31. Mai 1997 schied Herr S..... leider aus unserem Kollegium aus und wurde auf Antrag in den Ruhestand versetzt. Wir hoffen mit ihm und für ihn, daß er seine Gesundheit wiedererlangen und vielleicht in ein, zwei oder auch drei Jahren aktiv in den Schuldienst zurückkehren kann. Da dieser Termin aber innerhalb des Schuljahres liegt und kein Ersatz von Seiten der Bezirksregierung gestellt wurde, mußte die Klasse 3c2 durch Mehrarbeit des Kollegiums bis zum Schuljahresende geführt werden. Im Klartext: Weitere 14 Unterrichtsstunden fehlen, kein Ersatz.

Die Bundesjugendspiele, an denen wie schon in den letzten Vorjahren alle Klassen und Jahrgänge teilnahmen, konnten bei gutem Wetter am 19. Juni durchgeführt werden, es gab wieder viele Sieger- und Ehrenurkunden.

Am 3. Juni wurde Schwester Regintrud, die lange Jahre den Kindergarten St. Michael geleitet hatte, in den Ruhestand verabschiedet. An der Feier am späten Nachmittag im Kindergarten St. Michael nahm der Schulleiter teil, zumal viele Jahre lang der weitaus größere Teil an Schulneulingen von dort kam.

Vom 07. - 09.07.97 führten wir Projekttage durch unter dem großen Oberbegriff „Was mache ich in meiner Freizeit, wie gestalte ich sie sinnvoll? An diese drei Tage schloß sich der große Schulausflug am Donnerstag, 10. Juli 97 an. Wir fuhren mit dem Bus in unser Nachbarland nach Barger Compascuum, wo wir bei schönem Wetter einen überaus erfolgreichen Tag erlebten.

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Die Zeugniskonferenzen waren gewesen am Montag, dem 07. Juli 97. Die Ausgabe der Zeugnisse und damit der Beginn der Sommerferien war am Mittwoch, dem 16. Juli 97, nach der dritten Stunde.

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In den folgenden Wochen tätigte die Schule im Rahmen der Lernmittelfreiheit die Schulbuchbestellung beim hiesigen Buchhandel mit einem unguten Gefühl, da allerorts gegen die Durchführung und die Auswirkungen der Rechtschreibreform geklagt und mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen gerichtet wurde.

Die Sommerferien dauerten vom 17. Juli 97 bis zum 27. August 1997.

In dieser Zeit wurde das Schulgebäude als Folge von vorgeschriebenen Brandschutzmaßnahmen erneuert und instandgesetzt. Neue Türen zu den Klassenräumen wurden eingesetzt, viele Meter Kabel verlegt für Brandschutzmelder und neu eingebaute Türelemente, die im Falle eines Brandes selbsttätig schließen. Auf den oberen Fluren wurde eine Tür nach außen mit Wendeltreppe als zweiter Fluchtweg geschaffen. Schließlich fiel in der Eingangshalle noch ein zusätzlicher Raum ab, der zu einer Küche werden könnte. Deckenvertäfelungen, die den Vorschriften nicht entsprachen, wurden ebenso erneuert. Dabei wurde eine Beschallungsanlage für die Halle ebenso mit eingebaut wie eine neue Klingelanlage im ganzen Gebäude. Zum Schluß wurde das gesamte Gebäude mit Ausnahme des Verwaltungstraktes neu gestrichen und gemalert. Die Klassenräume erstrahlen nun in weißer Farbe, die Türen sind in blauer Farbe gehalten, der Türgriff ist gelb. Insgesamt gesehen hat das Gebäude dadurch ein freundlicheres Aussehen gewonnen.

Auch die Telefonanlage wurde umgestellt und in einen ISDN-Anschluß umgewandelt. Jetzt sind von außen alle Stellen direkt anwählbar, das Faxgerät verfügt ebenfalls über eine eigene Rufnummer.

 

Schuljahr 1997/98

Der erste Schultag des Schuljahres 97/98 war am Donnerstag, 28. August 1997. Tags zuvor war in der Dienstversammlung über die Grundzüge und die Besetzung der Klassen abschließend gesprochen und beschlossen worden. Wegen der zu erwartenden 40 Schulneulinge sind zwei erste Klassen zu bilden.

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Die Einschulungsfeier mit allen Schülerinnen und Schülern, allen Lehrerinnen und Lehrern, fast allen Eltern und vielen Onkeln und Tanten war am Samstag, 30. August 97, beginnend um 10.30 Uhr in der Halle unserer Schule mit einer gelungenen und schönen Feier. Nachdem die Schulanfänger ihre Klassen gesehen hatten, fand in St. Michael noch ein Wortgottesdienst statt.

In der Woche vom 8. bis zum 12. September 97 fanden in den ersten und dritten Jahrgangsklassen die Elternabende mit den Wahlen der Elternvertreter für die Klassenelternschaften statt. Der Schulelternrat selbst tagte in diesem Schuljahr erstmalig am 16. Oktober.

Am 13. Oktober, einem Montag, stand morgens um 8.00 Uhr die Verkehrspolizei auf dem Schulhof und kontrollierte die Fahrräder unserer Schulkinder. Der genaue Termin war den Kindern vorher nicht genannt worden, so ist es wohl nicht verwunderlich, daß ein ganzer Teil an Fahrrädern nicht verkehrssicher war. Meistens handelte es sich um defekte Lichtanlagen. Schüler, die in den darauffolgenden Tagen ihr repariertes Fahrrad beim Schulleiter vorführten, erhielten dann die begehrte Plakette.

Herbstferien waren vom 20. Oktober bis zum 1. November 1997.

Am 3. November begann wieder der Unterricht, am 5. November führte das Kollegium eine schulinterne Lehrerfortbildung zur Suchtproblematik durch. Die Folgeveranstaltung mit Herrn Huer vom Jugendamt und Herrn Kniepe, dem Streetworker des Diakonischen Werkes, wurde am 24. November mittags unmittelbar im Anschluß an den Unterricht bis 16.00 Uhr durchgeführt. Daran schloß sich auch noch eine Gesamtkonferenz an, in der u. a. die Gestaltung der Advents- und Weihnachtszeit besprochen wurde.

Die wohlverdienten Weihnachtsferien begannen am 23.12.97 und endeten mit dem Fest der hl. Drei Könige am 06. Januar 1998. Am Mittwoch begann für alle wieder die Schule.

Am 19. Januar 98 fanden nachmittags im Lehrerzimmer die Zeugniskonferenzen statt, die Ausgabe der Halbjahreszeugnisse selbst war am Freitag, dem 30. Januar 1998.

In der Woche darauf besuchten alle Schülerinnen und Schüler des 1. und 2. Jahrganges vormittags eine Aufführung im Theater an der Wilhelmshöhe, nachmittags war der Elternsprechtag für alle Klassen und Jahrgänge. Es hat sich als besonders positiv herausgestellt, wenn für die Eltern vorab eine feste Terminvergabe geplant ist und somit lange Wartezeiten vermieden werden.

In den nachfolgenden Wochen besuchte der Schulleiter die Kindergärten St. Bonifatius, St. Michael und anschließend den Kindergarten Bäumerstraße, um in zwanglosen Elternveranstaltungen über die Arbeit in der Grundschule und natürlich auch über das Wesen der „Vollen Halbtagsschule" zu informieren.

Die Kindergartenkinder, die im Sommer zur Schule kommen werden, kamen in dieser Zeit auch in unsere Schule und nahmen für eine Stunde am Unterricht eines ersten Schuljahres teil.

Die Schulanmeldung war in diesem Jahr am Samstag, dem 28. Februar, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr. Angemeldet wurden 34 Jungen und Mädchen, die Prognose auf zwei zahlenmäßig gute erste Schuljahre ist somit erfüllt.

Die erste freie Tag für die Osterferien war Donnerstag, 02.04.98. Der Unterricht begann wieder am Montag, 20. April 98.

In den nun folgenden Wochen, genauer am 26. April in St. Bonifatius und am 3. Mai in St. Michael gingen die Kinder der dritten Klassen zum ersten Mal zur Hl. Kommunion.

Am 25. Juni fuhr der Schulleiter mit vier Kindern des vierten Jahrganges zur Siegerehrung des Sportabzeichens in Oldenburg. Auch dieses Jahr war es möglich, innerhalb des Regierungsbezirkes Weser-Ems von allen Grundschulen den neunten Rang zu erzielen. Die Schule erhielt dabei ein Geldpräsent in Höhe von 150,-- DM, wofür zwei elektronische Stoppuhren angeschafft wurden.

Bei den Bundesjugendspielen, die glücklicherweise im ersten Anlauf am 2. Juli trotz des bisher viel zu nassen und zu kalten Frühjahrs und Sommers auf Anhieb durchgeführt werden konnten, erzielten wiederum eine große Zahl von Schülerinnen und Schülern entsprechende Urkunden. So gab es 24 Ehren- und 74 Siegerurkunden für teilweise fantastische sportliche Leistungen.

Projekttage wurden in diesem Schuljahr durchgeführt von Montag, 13.07.98 bis Mittwoch, 15.07.98. Thematisch ging es dabei um Suchtprävention im Sinne von erfüllter Lebens- und Freizeitgestaltung. Am Nachmittag des 13. Juli fanden die Zeugniskonferenzen statt.

Am Donnerstag, 16. Juli 98, fand für alle Klassen unserer Schule der diesjährige Ausflug statt. Die ersten und zweiten Jahrgänge beuschten den Zoo in Emmen, die dritten und vierten Klassen fuhren gemeinsam ins Naturkundliche Museum in Münster.

Auf Freitag, 17. Juli 98, war der zweite bewegliche Ferientag gelegt, so daß eine bis dahin ausgefüllte Schulwoche geruhsam beendet werden konnte.

In den letzten drei Unterrichtstagen dieses Schuljahres war Aufräumen und Sortieren, Verstauen und Verpacken von Materialien usw. angesagt. Auch die Bücher aus der Lernmittelfreiheit mußten von den Kindern an die Schule zurückgegeben und sodann von der Schulleitung auf Zustand und Beschaffenheit überprüft werden. Leider ist es auch dieses Jahr unvermeidlich, daß Bücher beanstandet wurden und die Eltern zur Ersatzbeschaffung aufgefordert werden mußten.

Das Schuljahr endete am 29. Juli 98 mit der Zeugnisausgabe und einer schönen Schulfeier in der Halle, in der die Schülerinnen und Schüler der künftigen 5. Schuljahre verabschiedet wurden.

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Schuljahr 1998/99

Das neue Schuljahr begann für die Jungen und Mädchen der zweiten bis vierten Schuljahre am Donnerstag, dem 03. September 1998. Die Einschulungsfeier für die neu einzuschulenden Kinder war am Samstag, dem 5. September um 10.30 in der Halle unserer Schule. Nicht nur die Eltern, sondern auch viele Onkel und Tanten sowie Omas und Opas waren zu diesem bedeutsamen Tag mitgekommen, so daß es in großer Runde zu einer echt schönen Feier kam.

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Am Freitag, dem 2. Oktober 98, fand in der Schulhalle eine einstündige Aufführung des Marionettentheaters statt. Der 71jährige Herr Heine und seine Frau boten mitreißendes und begeisterndes Marionettenspiel, bei dem auch die vierten Klassen – sonst eher als kritisch zu bezeichnen - begeistert mitmachten.

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Da die Sommerferien schon so spät gelegen hatten, waren auch die Herbstferien zeitmäßig sehr spät. Sie begannen am 19. Oktober 98 und endeten am 01. November. So wie es dieses Jahr schon keinen richtigen Sommer gegeben hatte, sondern überwiegend zu kalte und zu feuchte Tage, so waren auch die Herbstferien und die Herbstzeit selbst eher als kalt, stürmisch und naß zu bezeichnen. Vom sogenannten „goldenen Herbst" war nicht viel zu spüren.

Nach den Herbstferien fand nach einer Woche Basteln in allen Klassen am Freitag, 20.11.98, in der Zeit von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr in der Halle unserer Schule ein Weihnachtsbasar statt. Der Schulelternrat hatte gleichzeitig ein Cafe mit Kaffee, Kuchen und Saft organisiert. Der Andrang war riesig, die Nachfrage ebenso, Stimmung und Verkauf waren glänzend. Man darf wohl sagen, es war ein toller Erfolg, auch in finanzieller Hinsicht.

Die Weihnachtsferien begannen am 23.12.98 und endeten mit dem 06.01.99. Der Unterricht begann am darauffolgenden Tage in gewohnter Weise.

Am 18. Januar 99 wurden die Zeugniskonferenzen durchgeführt. Da einige Kolleginnen von auswärts kommen, ist der Beginn der Konferenzen bereits auf 14.30 Uhr angesetzt. Ebenso ist der Zeitrahmen für die einzelnen Klassen um 5 Minuten auf 20 Minuten erweitert worden, um eine Besprechung von Problemfällen ohne Zeitdruck durchführen zu können.

Am Freitag, 29. Januar 99, wurden die Halbjahreszeugnisse ausgegeben. Am darauffolgenden Montag begann das zweite Halbjahr. Mittags um 12.00 Uhr konnten unsere Kinder des dritten und vierten Jahrgangs in gewohnter Weise neue Arbeitsgemeinschaften wählen.

Erwähnt werden sollte an dieser Stelle auch, daß die Castellschule – obwohl Volle Halbtagsschule – nicht mit 100 % an Unterricht ausgestattet wurde. Umso mehr fiel deshalb ins Gewicht, daß Frau K..... wegen einer notwendigen Operation ins Lingener Krankenhaus mußte und in diesem Halbjahr erst im Juni - nach über vier Monaten - wieder zurückkehrte. Einen Ersatz für die 12 Unterrichtsstunden gab es natürlich auch nicht, so daß die Schule in vielerlei Hinsicht an ihre unterrichtlichen Grenzen stieß. Besonders der Förderunterricht kam zu kurz – wenn man ehrlich ist.

Die Osterferien waren in der Zeit von Montag, 23. März 99, bis Freitag, 16. April 99.

Unmittelbar nach den Osterferien feierten die Kinder der dritten Klassen ihre Erstkommunion. In St. Bonifatius waren es 41, in St. Michael 20 Kinder.

Geschrieben werden sollte auch, daß die Castellschule nach dem dritten Anlauf endlich bei „Schulen ans Netz" den Zuschlag erhielt. In der Folgezeit erhielt sie von Microsoft unentgeltliche Software, von AOL einen Free-Account, von T-Online ebenfalls einen kostenfreien Internetzugang, und schließlich von Schulen ans Netz auch noch einen Multimedia-PC. Wegen technischer Probleme hinsichtlich der Zuordnung der Netzwerkkarte an der Telefonanlage, zu deren Behebung mehrfach ein Techniker der Firma Siemens kommen mußte, konnte der Schulleiter endlich – etwa Mitte Mai – die von ihm erstellte Homepage der Castellschule ins Netz stellen. Ein Besuch auf unserer Homepage unter der Adresse http://www.nibis.ni.schule.de/~castell ist in jeder Hinsicht lohnenswert.

In den Tagen vom 12. bis 14. Juli führten wir "Kleine Projekttage" durch, d. h. in den ersten beiden Stunden war eigentlich Kernunterricht in den Klassen, anschließend Aktionen innerhalb der Jahrgänge. Leider war das ursprünglich vorgesehene Programm so aber nicht durchzuführen, weil Herr Stroink mit vier Schülerinnen und Schülern des vierten Schuljahrgangs am Montag, 12.Juli 99, nach Oldenburg zur Siegerehrung im Rahmen des Sportabzeichens fuhr und außerdem Frau B........., Klassenlehrerin einer dritten Klasse, von Freitag, 09. Juli 99 an, bis zum Beginn der Sommerferien wegen eines Krankenhausaufenthaltes und Operation ausfiel.

Am 15. Juli 99 fuhren alle Klassen mit 3 Bussen zum Tier- und Freizeitpark Thüle. Bei gutem Wetter konnten alle einen herrlichen Tag erleben und sich nach Herzenslust austoben.

Am 13. Juli 99 fanden nachmittags ab 14.00 Uhr die Zeugniskonferenzen statt, als deren Ergebnis alle Kinder versetzt werden konnten. Auch eine Überprüfung auf Sonderschulbedürftigkeit war in diesem Schuljahr nicht notwendig gewesen.

In den letzten drei Unterrichtstagen dieses Schuljahres war Aufräumen und Sortieren, Verstauen und Verpacken von Materialien usw. angesagt. Auch die Bücher aus der Lernmittelfreiheit mußten von den Kindern an die Schule zurückgegeben und sodann von der Schulleitung auf Zustand und Beschaffenheit überprüft werden. Leider ist es auch dieses Jahr unvermeidlich, daß Bücher beanstandet wurden und die Eltern zur Ersatzbeschaffung aufgefordert werden mußten.

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Am 21. Juli endlich gab es Zeugnisse und die lang ersehnten Sommerferien konnten beginnen. In einer Abschlußfeier in der Halle unserer Schule konnten wir unsere vierten Klassen mit vielen erworbenen Sportabzeichen ausstatten und in die weiterführenden Schulen entlassen.

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Schuljahr 1999/2000

Das neue Schuljahr begann für die Schülerinnen und Schüler am Donnerstag, dem 2. September 1999. Für das Kollegium trat mit dem Beginn dieses Schuljahres eine organisatorische Änderung ein. Die Ministerin hatte - nicht nur nach Meinung des Chronisten eine populistische Maßnahme -für alle Schulen Niedersachsens verfügt, daß alle Lehrerinnen und Lehrer in den letzten drei Tagen der Sommerferien, also unmittelbar vor Unterrichtsbeginn, in der Schule selbst anwesend zu sein hätten. Wer in der Vergangenheit schon vorher sich auf das neue Schuljahr inhaltlich und organisatorisch vorbereitet hatte, sah nun dafür keine Notwendigkeit mehr, da ja anderes verbindlich angeordnet ist.

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Am Montag also traf das Kollegium zusammen, Haupttenor dabei war die Zusammensetzung der Klassen sowie die Auswirkungen des entworfenen Stundenplanes für das kommende Schuljahr.

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Am 10. 09.99 und am 17.09.99 beteiligten sich unsre Schülerinnen und Schüler an der Gemeindemission in St. Bonifatius. Beim ersten Termin nahmen die Kinder des dritten und vierten Jahrgangs, beim zweiten die Jahrgänge eins und zwei in den Räumlichkeiten in St. Michael daran teil. Durchgeführt wurde die Aktion von Pater Welscher.

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Ebenfalls Ende September meldete der Schulleiter die Castellschule zu einem Wettbewerb an, der von Microsoft, dem weltgrößten Softwarehersteller, ausgeschrieben worden war. In der Folgezeit entstand eine Website unter der Adresse http://home.t-online.de/home/Castellschule, in der die Schule einen Beitrag unter dem Motto „meine Schule, meine Stadt, mein Bundesland, meine Bundesrepublik" vorstellt.

Am 11. Oktober erlebten die vierten Klassen eine Autorenlesung mit Jürgen Banscherus, dem Verfasser von "Kwiatkowski" und anderen Bänden. Fürwahr, eine gute und gelungene Veranstaltung.

Am 13. Oktober nahmen alle Klassen an einem von unserer Schule vorbereiteten Wortgottesdienst zum Erntedank in der St. Bonifatius-Kirche teil.

Herbstferien waren vom 18.10.99 bis zum 01.11.99.

Am 10. November fand wie alle Jahre zuvor eine vorher nicht angekündigte Fahrradkontrolle statt. Glücklicherweise sind die meisten Fahrräder verkehrssicher, doch auch einige „Schrotthaufen" sind wie immer dabei. Diese Kinder erhielten einen Mängelbericht durch die Polizei, erst nach Beseitigung derselben und Vorführung beim Schulleiter kann die begehrte Plakette für das verkehrssichere Rad bekommen werden.

In den Wochen Ende November bis zum Beginn der Weihnachtsferien schlugen die Erkältungskrankheiten, Magen- und Darmgrippe und Erbrechen nicht nur bei vielen unsrer Schülerinnen und Schüler zu, sondern auch im Kollegium, so daß ein erhöhter Krankenstand zu personellen Engpässen und organisatorischen Problemen führte.

Am Nikolaustag besuchten all unsere Klassen das Theater an der Wilhelmshöhe zur Aufführung „Alice im Wunderland". Wie auch in den letzten Jahren erlebten die Kinder eine erstklassige Vorstellung.

Jeweils dienstags am 30.11., 07.12. und 14.12.99 fanden adventliche Feiern in der Schulhalle statt, die weihnachtliche Feier selbst war am letzten Schultag, dem 22. Dezember 1999.

Ein vorweihnachtlicher Wortgottesdienst war am 20. Dezember in St. Michael, den alle unsere Schülerinnen und Schüler besuchten.

Die Weihnachtsferien dauerten vom 23.12.1999 bis zum 07.01.2000. Der Unterricht begann wieder montags, 10.01.2000.

Nur eine Woche später, nämlich am 17.01.2000, fanden nachmittags die Zeugniskonferenzen statt. Die Zeugnisse selbst gab es am Freitag, dem 28. Januar 2000. Nach der Ausgabe in der dritten Stunde war unterrichtsfrei.

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Auf Anordnung der Kultusministerin war in diesem Jahr erstmalig für die Schulkinder am Montag und Dienstag nach den Halbjahreszeugnissen unterrichtsfrei, während für das Kollegium Anwesenheitspflicht bestand. In unserer Schule fand montags eine Dienstversammlung zur Organisation des Schulfestes statt, am folgenden Tage bildete sich ein Teil in Yoga fort, während der andere sich in den neuen Technologien im Bezug auf Internet fortbildete.

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Am 06. März feierte unsere Schule das Karnevalsfest. Nach übereinstimmender Aussage des gesamten Kollegiums war es ein ausgesprochen gutes und ruhiges Fest und Ereignis.

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Zum Ende dieser Woche erhielt der Schulleiter von Microsoft die Nachricht, dass unsere Schule mit dem Beitrag für den Road Ahead Prize weitermachen könne und in die Finalrunde mit vorgedrungen sei.

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Am 23. Mai fand nachmittags im Ratssitzungssaal der Stadtverwaltung eine Schulleiterdienstversammlung statt. Dort ging es um die Verlässliche Grundschule.

6 Kinder wechseln zum Franziskusgymnasium über, eins nach Handrup. Die IGS werden acht unserer Schüler, die Marienschule sechzehn und die Gebrüder Grimm Schule zwölf Kinder besuchen. Ein Mädchen wird infolge Umzugs zur Friedensschule gehen.

Am 12. Juli endlich gab es Zeugnisse und die lang ersehnten Sommerferien konnten beginnen. In einer Abschlußfeier in der Halle unserer Schule konnten wir unsere vierten Klassen mit vielen erworbenen Sportabzeichen ausstatten und in die weiterführenden Schulen entlassen.

 

Schuljahr 2000/2001

Wie schon im letzten Jahr, begann das neue Schuljahr mit den drei verbindlichen Präsenztagen. Das Kollegium nutzte diese Zeit montags für eine Dienstversammlung, dienstags für den Ausflug und mittwochs mit organisatorischen Vorbereitungen für das beginnende Schuljahr.

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Am ersten Schultag nach den Ferien stellte sich heraus, dass von den erwarteten 26 Schülerinnen und Schülern im dritten Jahrgang nur noch 23 anwesend waren. Das liegt vornehmlich daran, dass das unserer Schule auf der anderen Seite des Kanals gegenüberliegende Hochhaus immer weniger Bewohner hat. Aufgrund der günstigen Zinsen entscheiden sich viele strebsame Eltern, in den neuen Baugebieten wie z.B. Gauerbach IV, in Baccum, Ramsel, Darme oder auch Lengerich selbst ein Haus zu bauen anstatt die in der Innenstadt üblichen hohen Mieten zu bezahlen.

In der Folge hat diese Entwicklung zur Folge, dass auf Anordnung der Dienstaufsicht beide dritten Klassen zusammengelegt werden mussten und unsere Kollegin Frau B....... für die Dauer eines Schuljahres an die Wilhelm-Berning-Schule in Heukampstannen abgeordnet wurde. Nach den Querelen zu Ende des vergangenen Schuljahres wahrlich kein besonders erfreuliches Ereignis.

 

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