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...Frau Ramelow

 

Interview mit unserer Bürgermeisterin Frau Ramelow am 07.02.01 im Sitzungssaal des Lingener Rathauses

Am 07.02.01 empfingen uns die Bürgermeisterin Frau Ramelow und  Herr Stadtdirektor Boss im Sitzungssaal des Lingener Rathauses. 

Unsere Bürgermeisterin  wollte uns Kindern von der Entwicklung unserer Stadt, in der wir zuhause sind, über den Zeitraum der letzten 10 Jahre erzählen.

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Als erstes  berichtete Frau Ramelow über die Patenschaften der Stadt Lingen mit anderen Städten. Die Älteste besteht mit der englischen Stadt Burton seit 1982. Mit Langenbielau (Bielawa) gibt es seit 1993 eine Patenschaft und mit der spanischen Stadt Salt seit 1998. Eine Freundschaft existiert mit Marienberg im Erzgebirge seit 1996.

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Durch neue Gewerbebetriebe gab es in Lingen in den letzten 25 Jahren eine besondere Bauphase.

Im Jahre 1991 wurde die Emslandhalle als große Mehrzweckhalle gebaut. Sie ist eine Kombination aus Vieh- und Markthallen und gleichzeitig aber auch ein Hallenteil für Veranstaltungen geselliger Art. 

Schulisch wurde die 19. Grundschule im Gauerbach, einem noch relativ neuen Stadtteil Lingens eingerichtet.    Rathaus006.jpg (153488 Byte)

Die Musikschule am Alten Pferdemarkt, bisher nur im alten Bürgermeisterhaus  wird erweitert, indem direkt daneben am Alten Pferdemarkt ein weiteres Gebäude gebaut wurde.

Seit 1993 wurde das Schulsystem  erheblich verändert. Es entstanden zwei große Schulzentren für die Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5: die Friedensschule und die Gebrüder Grimm Schule, beide in Trägerschaft der Stadt Lingen. Erst mit dem Bau der Turnhalle für die Gebrüder-Grimm-Schule im Jahre 2001 werden diese Maßnahmen vollständig abgeschlossen sein.

Entstand 1991 die Schule im Gauerbach, so wurde die Elisabethschule im Jahr 1993 erweitert als Folge der regen Bautätigkeit im  Strootgebiet.

Bis 1994 befand sich neben dem Amtsgericht in der Burgstraße die Landeszentralbank. Als sie in ihren Neubau am Ende der Marienstraße umzog, wurde das Gebäude saniert und anschließend das Museum darin  eingerichtet. Im gleichen Jahr wurden die Jugendherberge am Dieksee und die Hedonklinik gebaut. Dadurch gab es für Lingen viele neue Arbeitsplätze.    

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Das neue Rathaus - schon wieder zu klein - wurde 1995 fertig gestellt, im gleichen Jahr auch das Jugendzentrum direkt neben unserer Schule. Auch die Fachhochschule konnte in das renovierte Gebäude der ehemaligen Hauptschule am Wall, die jetzt zur Gebrüder-Grimm-Schule gehört, einziehen. Es befindet sich Luftlinie nur wenige Meter unserer Schule gegenüber, ist aber durch den Konrad-Adenauer-Ring von uns getrennt.

Auf dem Gelände des Freibades wurde zusätzlich zu den vorhandenen Außenbecken als Ersatz für das baufällige Schwimmbad am Nordring, das Kleinschwimmbad in Darme und in Holthausen  ein Erlebnisbad gebaut. Bei seiner Einweihung im Jahre 1996 erhielt es den Namen Linus. Bis heute hat es längst schon alle Erwartungen übertroffen und ist zu einem beliebten Ziel für Jung und Alt geworden. Auch wir als Schule haben dort wöchentlich zwei Schwimmstunden, die unsere vierten Klassen gerne nutzen.

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1997 entstand das Wohnstift, ein Alten – und Pflegeheim an der Schwedenschanze. Ferner wurden die Seminargebäude für den Kunstverein eingerichtet.

1998 wurde die alte jüdische Schule am Konrad-Adenauer-Ring renoviert. Die Synagoge, die dort ebenfalls gestanden hatte, wurde im Dritten Reich in der Reichsprogromnacht ebenfalls vernichtet und zerstört.

Der Gedenkstein möge allen als Mahnmal dienen, wachsam zu sein und gegen Gewalt von wem auch immer rechtzeitig aktiv zu werden.

 Am Nordring wurde aus dem ehemaligen Hallenbad, direkt gegenüber dem Theater an der Wilhelmshöhe, ein Großraumkino. Die Wilhelmshöhe, schräg hinter dem Kino am Mühlenbach liegend, wurde im Jahre 1999 endlich renoviert und erstrahlt seitdem in neuem Glanze.

Im Jahr 2000 war die Umgestaltung der Lingener Schullandschaft abgeschlossen.

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In den letzten Jahren entstanden an mehreren Punkten Kreisverkehre.

1979 wurde unter dem Lingener Marktplatz eine Tiefgarage mit 165 Parkplätzen gebaut. Bis zu diesem Zeitpunkt führten zwei Hauptverkehrsstraßen darüber. Bis dahin donnerten viele Autos und noch viel mehr große holländische Lastzüge jeden Tag fast rund um die Uhr durch die Innenstadt, die nun endlich zur Fußgängerzone wurde.

Ein persönlich wichtiges Ereignis für Frau Ramelow war 1995 ihre Ernennung zur Oberbürgermeisterin, ganz besonders auch deshalb, weil es bislang in Lingen noch keine Frau in diesem Amt gegeben hatte.

Auch die Städtepartnerschaften waren für sie sehr wichtig und sind es heute natürlich auch noch. Als familienfreundliche Stadt Deutschlands bekam Lingen 1997 eine Auszeichnung des Bundes, die von der damaligen Familienministerin Frau Nolte verliehen wurde.

Herausragende Veranstaltungen in den letzten 10 Jahren waren u.a. das durch Norbert Rademacher erstmalig durchgeführte Weltkindertheatertreffen. Es findet alle 4 Jahre in Lingen und alle 2 Jahre in unterschiedlichen Ländern der Welt statt. Im Juni 2002 wird es wieder in Lingen sein. Ca. 20 internationale Theatergruppen treffen sich und zeigen eine Woche lang ihre Aufführungen. Die Gäste aus aller Welt werden jeweils in Familien untergebracht.    Rathaus010.jpg (137937 Byte)

Ein großes Landestrachtenfest wurde im Jahre 1997 hier in Lingen gefeiert. Sowohl in unserem Schulgebäude in den einzelnen Klassenräumen wie auch in der Turnhalle waren Teilnehmerinnen und Teilnehmer untergebracht.

Nach dem Mauerfall kamen ca. 200 ehemalige DDR-Bürger hierher in unsere Heimatstadt, vornehmlich um Verwandte und Angehörige zu besuchen, die sie viele Jahrzehnte nicht mehr gesehen hatten. Weil man mit dem Ostgeld der DDR hier nichts kaufen konnte, bekamen sie wie allgemein üblich 100 DM Startgeld.

So wie unsere Schule eine Chronik schreibt, so schreibt die Stadtverwaltung jedes Jahr einen ausführlichen Verwaltungsbericht, der dann wie alle anderen Berichte aus den Jahren zuvor im Archiv gesammelt werden, berichtete uns Frau Ramelow. Auch wenn die Berichte erst in den letzten Jahren und Jahrzehnten erstellt und aufbewahrt werden, so wissen wir doch, dass Lingen urkundlich zum ersten Mal im Jahr 975 erwähnt wurde.Rathaus011.jpg (138955 Byte)

Jedes Kind bekam noch Informationsmaterial der Stadt und durfte sich in ein Gästebuch eintragen. Außerdem schenkte die Bürgermeisterin der Castellschule ein Buch über die Stadt Lingen.

Wir brachten unserer Bürgermeisterin für unsere Stadt dieses selbstgestaltete Bild mit

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Denn die Berichte über den Golfkrieg und den Jugoslawienkrieg, die wir in den Tagen zuvor in der Schule in verschiedenen Begegnungen gehört und aufgenommen hatten,  hatten uns sehr betroffen gemacht. So hatten wir mit unserer Kunstlehrerin zusammen überlegt, dass wir hiermit unsere Friedensbemühungen  zum Ausdruck bringen wollten. So hatte jedes Kind einen Menschen selbst gestaltet, die sich in der Gemeinschaft alle die Hand reichen und unsere eine Welt umspannen. Wir glauben, wenn alle Kinder der Welt wirklich zusammen halten, dann könnte und dürfte es eigentlich keine Kriege mehr geben.

 

Weitere Bilder anlässlich unseres Rathausbesuches 

 

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