Der Skandal

 

Wegen seiner Authentizität wird das Buch 1974 vom hessischen Institut für Lehrerfortbildung auf einer Grundsatztagung offiziell für den Deutschunterricht empfohlen. Wegen der drastischen Beschreibung der sexuellen Zwänge hinter Gittern erstattete eine der CDU nahestehende Psychologin Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft ermittelte und stellte kurze Zeit später das Verfahren ein, da im Gesamtzusammenhang des Buches Pornographie nicht vorkomme.

FDP- Landtagsabgeordnete Sibylle Engel aus Ihrer Rede vor dem Wiesbadener Landesparlament 1976, gegen den damaligen Fraktionsgeschäftsführer der hessischen CDU, Manfred Kanther, gerichtet:

"Alle Kollegen, die sich mit dem Problem Strafvollzug befassen, wissen, wie schwer es ist, zu einer Verbesserung der Zustände unserer Strafanstalten zu kommen - eben weil in unserer Gesellschaft die Bereitschaft, den reinen Verwahr- und Vergeltungsvollzug abzulösen, durch den Versuch, den Straffälligen den Weg zurück in ein geregeltes Leben zu ebnen, nur sehr gering ist. Vielleicht könnte ein solches Buch dazu beitragen, diese Bereitschaft zu erhöhen."