" Es ist zu zwei Dritteln meine eigene Geschichte." 

Burkhard Driest

 

 

An vielen Stellen sind Buch und Driests reale Erfahrungen deckungsgleich. Die Übereinstimmungen unterstreichen den dokumentarischen Charakter des mit "Bericht" untertitelten Textes.

 

Zehn Parallelen zwischen Burkhard Driest und Franz Blum:

1. Biographische Daten: Flucht aus dem Osten über Prenzlau, Scheidung der Eltern 1950.

2. Die Tat und die Strafe: Driest und Blum werden wegen Bankraubes zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt. Von beiden wird Preludin-Mißbrauch als strafmildernder Umstand behauptet.

3. Beide durchlaufen dieselben Stationen im Knast: U-Haft (Landgerichtsgefängnis Göttingen), Lazarett (Anstaltskrankenhaus der Strafanstalt Lingen), Heilanstalt (Heil- und Pflegeanstalt Göttingen), Zuchthaus (Celle) und Moorlager (Lührsbockel, Salinenmoor).

4.  Beide sind auf Grund ihrer Bildung Exoten im Knast und verschaffen sich durch ihre juristischen Kenntnisse Respekt.

5. Das schwedische Mädchen: Sie ist Blums Verlobte und Driests Bekannte, der er mehrere Briefe nach Schweden schickt. Driest empfängt einmal Besuch von ihr, am 09.07.1965, 15.40 bis 15.55 Uhr.

6. Beide schmieden Ausbruchspläne und fliegen auf: Blum im Lazarett - Driest in der Strafanstalt Lingen.

7. Die Gründung des Sportvereins: Driest gründet den ASVC (Aller-Sport-Verein-Celle)1968. Der Verein existiert heute noch.

8. Die vorzeitige Entlassung nach zwei Dritteln der Strafe.

9. Blums Beschreibung des Moorlagers Lührsbockel stimmt mit den Fotos aus dieser Zeit überein.

10. Driest und Blum arbeiteten im Handschuhbetrieb der Anstalt.