Erich Heinemann

 

Erich Heinemann wurde am 23. 1. 1929 in Hildesheim geboren. Er arbeitet als Historiker, Jugendbuchautor, Erzähler und Karl-May-Forscher.

Der mütterlicherseits aus einer Seitenlinie des Dichters Hans-Ferdinand Maßmann (1797-1874) stammende Heinemann verlor schon früh (Mai 1929) seinen Vater.

Von 1935 bis 1943 besuchte er die Volksschule in Hildesheim, anschließend die städtischen Handelslehranstalten, die Ende 1944 infolge des Krieges geschlossen wurden und deren Schüler nach einer Notabschlussprüfung Kriegsdienst in Rüstungsbetrieben leisten mussten. Noch in den letzten Kriegswochen zum Reichsarbeitsdienst eingezogen, geriet Heinemann in Gefangenschaft, aus der er im Sommer 1945 zurückkehrte. Zunächst zur Mithilfe bei der Trümmerbeseitigung in der schwer zerstörten Stadt eingesetzt, fand er Ende 1945 eine Lehrstelle bei einer Hildesheimer Großhandelsfirma. Mit der kaufmännischen Gehilfenprüfung trat er 1951 in die Verwaltung der Allgemeinen Ortskrankenkasse in Hildesheim ein, legte 1955 die Prüfung für den mittleren und 1957 für den gehobenen Dienst ab und stieg bis zum AOK-Direktor auf, als welcher er 1987 in den Ruhestand trat. Er war  für die AOK auf Landesverbandsebene auch journalistisch und im Ausbildungswesen tätig.

Heinemann schrieb seit frühster Jugend. Seine mit dreizehn Jahren begonnenen Tagebücher wurden 1981 überarbeitet und unter dem Titel "Da kam ein stolzer Reiter. Jugendjahre in Hildesheim. 1942-1945" veröffentlicht. Nach kleineren Zeitschriftenbeiträgen legte er 1962 seine erste Buchveröffentlichung, "Am Fluß der toten Indianer", vor, der weitere Jugendbücher folgten, die weitgehend den Erzählungen Karl Mays nachempfunden sind.

Als begeisteter Karl-May-Leser, der schon in seiner Schulzeit  einen Aufsatz über May geschrieben  und an dessen Witwe gesandt hatte, war er 1969 an der Gründung der inzwischen  1900 Mitglieder zählenden Karl-May-Gesellschaft beteiligt, der er seither als Vorstandsmitglied angehört.

Mit einer außerordentlichen Vielzahl von Beiträgen, die vor allem der Erforschung des Mayschen Alterswerkes gewidmet sind, ist er auch in den Jahrbüchern und Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft vertreten.

Einen zweiten publizistischen Arbeitsschwerpunkt bilden Schriften zur Geschichte der Stadt und des Stifts Hildesheim, darunter auch zahlreiche autobiographische Veröffentlichungen zum Zweiten Weltkrieg und zu den ersten Nachkriegsjahren. Heinemann war 1955 an der Gründung der Zeitschrift "Die Horen. Monatszeitschrift des Jungen Literaturkreises (seit 1977 Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik)" beteiligt.

 

Veröffentlichungen

Am Fluß der toten Indianer

Gut gemacht Winnetou

Ritt durch die Wüste

Robys Abenteuer in Afrika

Roby sucht das Abenteuer

Roby als Schatztaucher

Noch tausend Meilen bis Nevada

Verrat am Apachenpass. Historische Erzählung aus dem amerikanischen Westen

Da kam ein stolzer Reiter. Jugendjahre in Hildesheim. 1942-1945

 

Zeitungsartikel

"Am Anfang waren es nur Zettel - heute ist es eine Reihe von Büchern" - Der Autor Erich Heinemann im Gespräch mit der Hildesheimer Zeitung "HUCKUP"

Symposium an der Uni für deutschen Afrikaforscher