Verregnete Zweisamkeit

Die Welt war grau  

und die Welt war nass. 

Kein Biergarten lud zum Vergnügen.

Ich schwärmte von Heine und Pilz vom Fass. 

Am Weidezaun meckerten Ziegen.   

Sie meckerten alles Grün aus dem Land.  

Sie meckerten Galle und Gift. 

Und sie, die Heine sexistisch fand,  

sagte bitter:     

"Was uns betrifft mein Freund ist der Regen.   

Hör wie er tropft.    

Auf das Schädeldach seine Zeichen klopft. 

Nur still jetzt ich buchstabiere.

Eben war es noch 

Nun ist es, ach, bevor ich zur Ziege werd    

geh ich und sag

adieu.  

Du bist fad und ich friere.

 

Nachtgedanken eines Schäferhundes

Man sage nicht,  

ich sei ein armer Hund.         

Denn schließlich habe ich einen Stammbaum,

Rasse. 

Und ich beweise täglich meine Klasse an Bäumen,   

wo ich Zeichen setzte und wo mich umwittert hündisch geiler Duft.  

Ein Tummelplatz für Männerfantasien.  

Aus Sexualnot,        

Völleappartien,  

wer Übles dabei denkt, 

der ist ein Schuft. 

Auf meiner Nase Weisheit ist Verlass.  

Mein Hundestolz will nichts vom Schafspelz hören.  

Einst war ich Wolf 

und will beim Wolfe schwören:   

Ein voller Magen, weiß von keinem Hass.    

Wir sind solange Hund,  

solang wir satt. 

Und werden Wolf, wenn´s nichts zu beißen hat.