Veröffentlichungen

 

"Lessings Grab"

Ein Gedicht verbindet einen chinesischen und einen deutschen Dichter.

Sie besuchen nördlich von Peking das Grab des Ming Kaisers Wanli und in Braunschweig das Grab von Gotthold Ephraim Lessing.

Das pompöse Mausoleum des chinesischen Kaisers steht im Gegensatz zu Lessings schlichtem Grab.

Erzählt wird die Geschichte beider Gräber. Was als Reiseerzählung anfängt, führt bald in die Topografie gesellschaftlicher Macht.

Dazu die "Braunschweiger Zeitung":

"Cott ist sich treu geblieben: Präzise Beschreibung, Atmosphäre und Reflektion in einfach, aber genau beobachtete Bilder gefaßt, bewußt Brüche zwischen den Erzählebenen, äußerste Knappheit des Stils ...

Ein Funkenflug poetischer Hoffnung also zwischen Geist und Macht."

 

„Gargantuas Käfig“

Sie: ...keine Neurosen mehr, keine traumatischen Vorstellungen.

Er: Richtig, sozialpsychologische Prävention ist ein Reisenfortschritt; nicht mehr wie früher, wo das Kind erst in Brunnen fiel, und der Patient dann notdürftig repariert wurde.

Sie: Elektroschocks, Psycho-Pharmaka, Beichte auf der Couch, alles vorbei?

Er: Alles, allerdings Prävention heißt auch Früherkennung.

Sie: Einmal durchchecken pro Jahr.

Er: Vorsorglich natürlich; nur wer abweicht, wird therapiert.

   

                                               „Stolpersteine

Kammerton                                 Einfach mogeln

Herzkammerton                          wo’s not tut 

und nirgendwo                         

Stolpersteine                              ich mache mich leicht

                                                     die Kinderschaukel

während ich                                 trägt mich

die Hände reibe                         hebt mich

kehrt mein

Wurfholz zurück                          und nichts jagt

                                                      mir Angst ein                                                                                           

    „Tagwerk“

       Im Tagwerk

       sich durchbringen

       mal so mal so

  

       und einmal alles

       von der Seele reden

 

       warten daß es

       dreizehn schlägt