Kommt Hannover in Wolfram Hänels Büchern vor?

Oh ja, ziemlich oft sogar! Hanna hat die meisten Stellen gefunden.
Hier ein paar Beispiele aus den "Weihnachtsmännern": 
Die eigenwillige Charlotte -  manchmal kann sie ganz schön kratzbürstig sein -  meint:
...Kein Mensch, der durchblickt, wohnt in Hannover. Umgekehrt stimmt es leider auch: Wer in Hannover wohnt, blickt nicht durch. Außer mir natürlich und noch zwei oder drei anderen, dem alten Stamke zum Beispiel. Und seit kurzem auch Paul...
(Seite 10)
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...Sebastian ist bei mir in der Klasse. Und außerdem ist er so blöd, dass man ihn eigentlich glatt einsperren müsste. Er passt allerdings wirklich gut nach Hannover. Weil die meisten hier so sind wie er. Das sieht man auch schon daran, dass Hannover früher mal einen König hatte, der gleichzeitig der König von England war (nicht schlecht, was?). Nur haben sie es dann irgendwie versiebt und jetzt haben wir keinen König mehr und England gehört uns auch nicht mehr. So blöd muss man erst mal sein!
    Jedenfalls finde ich Hannover ziemlich doof und würde viel lieber woanders wohnen, am liebsten auf einer Insel...
(Seite 11)
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...Schon kapiert. Er (Paul) kommt also doch nicht vom Mars, sondern aus
NauendorfbeiGrosenschdeinbeiAldenburch. Na, das kann auch nicht viel schlimmer sein als in Hannover zu wohnen. Allerdings reden sie in Hannover nicht ganz so viel. Und wenn, versteht man es auch besser. ...

(Seite 18)
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...Wenn es wenigstens schneien würde. Aber in Hannover schneit es ja NIE! ...

(Seite 44)
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...Wenn er (der Vater) allerdings wirklich ein Star wäre, würden wir schon lange nicht mehr in Hannover rumhängen müssen. Oder vielleicht erst recht. Wahrscheinlich sogar: Meine Mutter und ich würden uns in Hannover anöden, während mein Vater durch die Welt flippt... Nee, da ist es schon besser so, wie es ist. Und wenigstens ist mein Vater nicht so wie alle anderen! ...

(Seite 59)
Charlottes Vater ist begeisterter Schlagzeuger!

...inzwischen hat es angefangen zu nieseln (Hannover eben! Typisch!)...

(Seite 95)
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Für Ihren Vater geht Charlotte - ziemlich angeschlagen und fiebrig - ein Buch kaufen, "Tod im Übungsraum".

Ein Krimi-Geschenk für Vater

...Dafür kriege ich im Buchladen gleich wieder einen Schweißausbruch. Aber sie haben die Bude auch geheizt, als hätten sie Angst, dass der Pelikan im Schaufenster anfangen könnte zu frieren. (Obwohl der natürlich aus Plastik ist, aber die Buchhandlung heißt "Zum Pelikan", weil sie in der Pelikanstraße direkt neben der Pelikan-Fabrik ist. In der natürlich keine Pelikane hergestellt werden, sondern... Aber das weiß ja jeder!) ...
(Seite 93)
Hier hat Wolfram Hänel die Wirklichkeit etwas verfremdet; die Hannoveraner
 wissen natürlich alle, dass "Pelikan" zwar immer noch ein Begriff, aber schon lange
keine Fabrik mehr ist ...

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...Und mein Vater rückt ganz dicht an mich heran und fängt an: "Also, Weihnachten bei uns  früher... Also, es gab nie Schnee. Jedenfalls nicht, dass ich wüsste."
    "Klar", flüstere ich, "typisch Hannover."
    "Genau", nickt mein Vater, "kein Schnee. Aber manchmal Eis und manchmal war sogar der Kanal zugefroren. Als ich ungefähr so alt war wie du, habe ich meine ersten Schlittschuhe geschenkt bekommen. Keine Stiefel, sondern nur Kufen, die man unter seine Winterschuhe schnallen konnte. Und ich habe so lange rumgenervt, bis mir meine Eltern erlaubt haben auf Schlittschuhen zur Kirche zu laufen. Weißt du, wir haben nämlich immer erst Bescherung gefeiert und dann sind wir um Mitternacht alle zusammen in die Kirche  gegangen. Der Weg führte ein Stück am Kanal lang. Aber weil ich ja noch gar nicht Schlittschuh laufen konnte, bin ich natürlich dauernd hingeknallt und wir kamen viel zu spät zur Kirche. ...

(Seite 104/105)
Vielleicht war es die Kirche St. Nicolai in Bothfeld??

Auch in seinem Roman "Geheimpirat Herr Holtermann" Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Verlages  gibt es einige Hinweise auf Hannoversche Lokalitäten. Wer sich auskennt in Bothfeld, hat Heimvorteile...

Aus "Die Räuber vom Geistermoor", Reihe 'Ich lese selber', Nord-Süd-Verlag

Die Räuber vom Geistermoor, das sind wir, Nicki, ich und Boris. 
Ich bin Marieke, aber das ist ja sowieso klar.
Erst wollten wir uns "Räuber von Bothfeld" nennen, weil so der Stadtteil heißt, wo wir wohnen. Aber Geistermoor klingt besser...
(Seite 5/6)
Und im Nachwort heißt es:
...Wolfram Hänel wohnt mit seiner Frau und seiner Tochter Hilkje meistens in Hannover. Und wenn er dort aus dem Fenster guckt, sieht er einen alten Weidenweg, einen Moorgraben und Pferdewiesen...
(Seite 46)

Zum Anhören: Originalton W. Hänel;  Quelle: Interview am 22.3.2000