Wolfram Hänel: „Die Sache mit den Weihnachtsmännern"

Erzähle weiter!      (ab S.89)


...
Plötzlich sprang Paul hinter einer Garage hervor. „Mist", dachte ich, „hätte ich doch bloß genauer nachgesehen."
Snake grinste mich an, als ob ich nicht alle hätte und sagte: „Na, so egal ist dir die Sache ja wohl doch nicht, oder?" Ich tippte an meine Stirn und zeigte auf die Mülltonne Christians Mülltonne  mit den Weihnachtssachen darin. Er grinste nur blöd weiter und zog einen Zettel aus der Tasche und darauf stand:

        8,9      5,4,5,
        8,5,21,20,5            21,13             BBDA      21,8,18.


Übersetzung:   Hi       Ede,
                          Heute                   um                 11.30           Uhr.

Irgendwann machte es bei mir „klick" und ich kapierte, dass die Sache doch nicht ganz ohne war. Ich fragte: „Hast du die Sachen in der Mülltonne gesehen?" „Na klar!", sagte er und fügte noch hinzu: „Ich bin doch nicht blöd!"  (Das hätte er sich auch sparen können.)
Nach langem Gerede und vielen dummen Bemerkungen von Paul verabredeten wir uns um 11 Uhr am Gehaplatz.

Rolf malte Charlottes Zimmer.
Als ich zu Hause war, bereute ich es schon wieder, doch von Stunde zu Stunde wurde ich aufgeregter.
Als es dann 10.30 Uhr war, ging ich los. Ich fragte mich, was mir wohl machen wollten, wenn die Diebe tatsächlich kämen?
Nach einer Weile war ich am Gehaplatz und sah Snake-Paul schon von weitem. Nachdem wir 10 Minuten lang unschlüssig rumgesessen hatten, kam ein Polizeiauto vorbei; wir winkten es schnell herbei. Ich erklärte alles und die Polizisten verstanden.
Wir versteckten uns und schon nach fünf Minuten gingen  fünf Leute in Weihnachtsmann-Verkleidung in die Bank. Ungefähr nach zwei Minuten kamen sie wieder heraus, allerdings mit fünf großen Säcken voll Geld. Die Polizisten und wir schlichen schnell zum Auto und fuhren den bereits weggefahrenen Dieben hinterher. Weihnachtsmann-Mütze
An einem Schrebergarten hielten sie an. Jetzt ging alles sehr schnell. Paul und ich blieben im Auto sitzen, während die Polizisten den Bankräubern nachschlichen. Wir hörten ein lautes
„Hände hoch!"
und kurze Zeit später kamen die Diebe und dahinter die Polizisten aus dem Schrebergarten.

Am nächsten Morgen stand ein Bericht über uns in der Zeitung.

Und wenn ich ehrlich bin, finde ich Paul doch nicht so schlecht.
 

Alice