zum Text An den Türpfosten gelehnt  

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Aus dem Interview mit Anne Galle

Wir haben uns mit dem Text An den Türpfosten gelehnt beschäftigt. Dabei haben wir uns gefragt, warum sie in den Text das negative Zwischenstück "Dreh dich um ..." eingeschoben haben.

Ihr habt dazu gesagt, dass es die poetische Stimmung der Prosa-Miniatur stört. Und das finde ich sehr schön, dass ihr das erkannt habt. Das soll nämlich auch stören. Das soll ein Bruch sein in dem Text, weil es im Leben auch ein Bruch ist. Also hier ist eine Frau, die liebt einen Mann, aber sie kann ihn nicht so lieben, wie sie gerne möchte, weil da ganz viel mit Verbot belegt ist. Und das steht in dieser Zeile drin. Dieses Verbot auch in Bezug auf die eigene Sexualität, das ist ja was, was einen das ganze Leben beschäftigen kann, wenn man als Kind oder als Jugendlicher das so als Tabu erlebt hat. Tabus werden ja nicht erklärt, sondern die werden gesetzt und dieses Tabu stört. Und deswegen kommt es auch als Störung in den Text rein.

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