Um mehr über die Bücher der Feenkönigin Frau Scheidl zu erfahren, gingen einige Feen und Kobolde in die Bücherei. Frau Scheidl erzählte: "Zuerst habe ich Hörspiele und Ratesendungen für den Hörfunk geschrieben, dann sprach mich ein Buchhändler an, ob ich nicht einmal ein Buch für Kinder schreiben wollte - und so wurde ich Schriftstellerin." Nun fragten die ersten Feen sie: "War Schriftstellerin schon immer Ihr Traumberuf?'' Frau Scheidl überlegte kurz, dann sagte sie: "Zuerst war ich Tänzerin, erst danach wurde ich Schriftstellerin. Aber dann war es schon mein Lieblingsberuf." Frau Scheidl erzählte weiter: "Das Schreiben habe ich von meinem Großvater geerbt. Er war aus Norwegen und hat gedichtet. Meine Schwester schrieb ebenfalls Kinderbücher und mein Bruder schrieb für Erwachsene, er war Dramaturg am Theater. Es liegt also bei uns in der Familie." Die Feenkönigin erzählte weiter:
"Meine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt, zum Beispiel in Englisch, Japanisch, Chinesisch, Koreanisch, Spanisch, Französisch und in viele Sprachen mehr. Einmal habe ich sogar den amerikanischen Kinderbuchpreis bekommen." Die drei Julia-Feen unterbrachen sie: "Wie lange schreiben sie denn schon Bücher?" Frau Scheidl zählte leise und antwortete dann: "Ich schreibe schon seit vielen, vielen Jahren Kinderbücher. Ich habe schon 18 Bücher geschrieben." Sie dachte nach und zählte einige ihrer Bücher langsam auf: "Zum Beispiel habe ich über Tiere wie Esel und Ponys geschrieben oder über Loretta und die Feen. Auch über das Mondgesicht habe ich geschrieben und Weihnachtsgeschichten wie ,Die Lichter des Hirten Simon'. Im Moment arbeite ich an meinem neusten Buch - Teddy Brummbär. Eines meiner älteren Tierbücher heißt ,Kleines Pony spiel mit mir'." Die beiden Martin-Kobolde meinten darauf: ,,Können Sie etwas über das Pony erzählen?" Die Feenkönigin begann: "Also, das Ponyfohlen macht alles mit, was der Hofhund Max will. Das Pony öffnet die Pforte, tobt mit Max auf der Wiese und scheucht die Ferkelchen über den Hof. Bis es eines Tages die Streiche nicht mehr mitmachen will. Pony hat keine Lust mehr, die anderen immer zu ärgern und deshalb spielen die beiden jetzt viel lieber zusammen herum." Frau Scheidl fuhr weiter fort: "Ich schreibe all meine Bücher erst mit der Hand und mein Sohn tippt sie dann ab. Für die Bilder in meinen Büchern sucht der Verlag die Grafiker aus, die male ich nicht selber." Ein paar Kobolde unterbrachen sie erneut und fragten: "Wie lange brauchen Sie für ein Buch?" Sie überlegte kurz und sagte dann: "Wenn ich schnell bin, dann 8 Tage, sonst 8-14 Tage." Diesmal redeten ein paar Kobolde dazwischen: "Sammeln Sie ihre Ideen, oder schreiben Sie sie gleich auf?" "Ich schreibe die Ideen sofort auf, manchmal mache ich mir zwischendurch auch Notizen." "Woher haben Sie denn all die Ideen?", wollten einige Feen wissen. "Meine Ideen habe ich im Kopf", antwortete Frau Scheidl mit einem Lächeln. "Und wer ist ihr Idol?" fragten Kobold Tobias und Fee Charlotte interessiert. "Das ist die berühmte Autorin Astrid Lindgren, die ist mein Idol!", entgegnete die Feenkönigin. Die Kobolde und Feen freuten sich, denn die kannten sie auch. Eine Fee fragte schließlich noch nach ihrem Lieblingsbuch. Frau Scheidl antwortete: "Das ist die Weihnachtsgeschichte ,Die vier Lichter des Hirten Simon'." Die Feen und Kobolde freuten sich sehr, dass sie jetzt so viel über Frau Scheidls Bücher wussten und bedankten sich bei ihr. Einige überlegten sogar, vielleicht selber mal Schriftsteller zu werden...

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