Stimmen zum Buch  1/6

Prof. Dr. J. Kuropka meint zu dem Buch:

Prof. für Neue Geschichte an der Universität Vechta.

 Dr. Paul Brägelmann ist Diplomvolkswirt, Pädagoge und Schriftsteller. Er hat literaturwissenschaftlich ausgedrückt –" fiktionale Texte" verfasst. Ich halte es mehr mit dem alten Begriff : Dr.Brägelmann hat "Geschichten" geschrieben. Man muss das Wort nur langsam genug vorbeiziehen lassen und es wird noch einmal deutlich:" Geschichten" und "Geschichte" liegen ganz nah beieinander, ja sie können sogar deckungsgleich sein.

 

 

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Stimmen zum Buch  2/6

1/5Prof. Dr. J. Kuropka meint zu dem Buch:

Nicht wenige Schriftsteller waren Historiker, und doch zeigen alle diese Fälle, dass es seine Schwierigkeiten hat, die Geschichten und die Geschichte , die Literatur und die Geschichtswissenschaft, die Phantasie über die Vergangenheit und die Beschreibung der vergangenen Wirklichkeit auseinander zu halten oder übereinander zu bringen. Natürlich beschreibt der Schriftsteller auch das Leben. Er schöpft gewissermaßen aus dem Leben und verwandelt es durch seine Phantasie in ein ästhetisches Werk.

 

 

Stimmen zum Buch  3/6

Prof. Dr. J. Kuropka meint zu dem Buch:

Zweifellos gibt es auch eine Ästhetik der Geschichts- schreibung ,aber der Zugang ist doch ein anderer: Es geht um die Frage , wie es wirklich gewesen ist, in Paul Brägelmanns vorliegendem Werk geht es um den" Fall Brägelmann" im selbsternannten " Tausend- jährigen Reich" .Nach der Lektüre wissen wir nicht nur vieles über den Fall Brägelmann , sondern auch über diese Zeit, weil wir mit seiner Geschichte in den zwölf Jahren verfolgen können, welche typischen Lebensabläufe sich von einen Jugendlichen in Südoldenburg ergaben , welchen Entscheidungen er sich stellen musste, welche Alternativen er hatte. 

 

 

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Stimmen zum Buch  4/6

Prof. Dr. J. Kuropka meint zu dem Buch:

Paul Brägelmann erzählt das ganz nüchtern und gerade damit fasziniert er den Leser .Gerade damit erzählt er nicht nur seine Geschichte, sondern er erzählt "Geschichte" .Er schreibt ein Stück Geschichte seiner Heimat und gleichzeitig ein Stück Deutsche Geschichte zwischen 1933 und 1945.So umfasst der "Fall Brägelmann" die Mühen, die Gefahren, die kleinen Freuden, die Sorgen , eben die konkrete Lebensweise eines Jugendlichen unter der Diktatur .Diese kann nur durch Erzählen in die Erfahrung der Späteren bringen, denn dies alles schlägt sich ja nicht in Gegenständen nieder, nicht in Akten.

 

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Stimmen zum Buch  5/6

Prof. Dr. J. Kuropka meint zu dem Buch:

Die Alltagserfahrungen der Menschen verbergen sich gewissermaßen hinter den Akten. Erst wenn sie erzählt werden, erlangen sie historische Wirklichkeit und Bedeutung, indem durch die konkrete Anschauung das einigermaßen fasslich wird, was sich hinter den abstrakten Begriffen wie "Diktatur", "NS-System", "totalitärer Staat" und wie sie alle heißen mögen, verbirgt.Natürlich können die Erfahrungen, über die Paul Brägelmann berichtet, nur unter den Bedingungen der allgemeinen Verhältnisse in der Diktatur interpretiert werden.

 

 

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Stimmen zum Buch  6/6

Prof. Dr. J. Kuropka meint zu dem Buch:

Aber die allgemeinen Bedingungen der Diktatur macht uns eben Paul Brägelmann wiederum verständlich auf eine Art, die uns auf nachdenkliche Weise auch noch unterhält.

Dafür sollten wir ihm dankbar sein!