Manfred Hausin - ein Dichter unserer Zeit

Wer ist Manfred Hausin?


Manfred Hausin wurde am 21.8.51 als Sohn eines Juristen in Hildesheim geboren.
Seine Kindheit verbrachte er in Emmerke bei Hildesheim, dort besuchte er die Grundschule. Anschließend wechselte er auf ein Jungengymnasium in Hildesheim. Im Alter von dreizehn Jahren zog er mit seinen Eltern nach Celle, wo sein Vater eine Stelle am Oberlandesgericht bekam. Dort besuchte er ein gemischtes Gymnasium und bestand 1972 sein Abitur. An der Universität in Göttingen studierte er Germanistik, Publizistik und Geschichte. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Emmerke.

Hausin mit seiner Mutter
Hausin mit seiner Mutter


Die Entstehung seiner ersten Werke und sein literarischer Werdegang


Die ersten Gedichte, die Manfred Hausin auf der Kinderseite der Regionalzeitung in Celle veröffentlichte, wurden nicht von ihm verfasst, sondern von seinem Bruder. Gemeinsam teilte er sich mit ihm das Honorar.
In der gesellschaftlichen Aufbruchstimmung der Studentenbewegung zum Ende der sechziger Jahre kam ihm die Einsicht, dass ,, man mit Texten Wirkungen erzielen, aufdecken, ermuntern, bestätigen, dokumentieren, provozieren und reagieren kann" (Volpers). Zunächst widersetzte er sich schreibend der elterlichen Autorität, in der er nicht nur familiäre, sondern auch gesellschaftliche Strukturen erkannte.
1970 veröffentlichte er sein erstes Buch ,, Konsequenzgedichte" in Hannover (Satire Verlag Hans Firzlaff). Zwei weitere Gedichtbände folgten noch in seiner Schulzeit.

Gründung eines eigenen Verlags

1972 gründete er in Göttingen mit seinem Freund den Verlag ,, davids drucke", der nicht nur ihm, sondern auch anderen Autorinnen und Autoren bis heute ein Forum bietet. Der Verlagsname steht programmatisch für den politischen und sozialen Anspruch, den Hausin mit seinen literarischen Arbeiten verfolgt. Er will dem ,,Riesen" der gesellschaftlichen Konventionen durch intelligentes Schreiben entgegenwirken und ihren Widersinn aufdecken. So zeichnet sich sein Stil durch Dichte und Prägnanz aus, die sich vor allem im Epigramm, der Satire oder Groteske entfalten.Zum zehnjährigen Bestehen des Verlags wurden die kleinen Anfangsbuchstaben von (davids drucke) in Großbuchstaben (Davids Drucke) umgeändert.

Seine Auftritte

Zahllose Veröffentlichungen folgten in Zeitungen, Zeitschriften und über 300 Anthologien des In- und Auslandes auf Schallplatten, CD's, sowie in Funk und Fernsehen. Er brachte über 25 Bücher, verschiedensprachig in großen und kleinen Verlagen heraus. Unzählige Soloauftritte Lesungen und Tourneen folgten, seit 1991 auch mit dem Sänger und Kabarettisten Ulrich Roski.

Lange Nacht der Poesie

Die lange Nacht der Poesie wurde von Manfred Hausin ins Leben gerufen. Es ist ein lockerer Zusammenschluss befreundeter Künstler, der inzwischen zu einem festen Bestandteil der norddeutschen Kulturszene geworden ist. Wo immer die ,,Companie Poesie", ein buntes Völkchen von Musikern, Puppenspielern, Schriftstellern, Varietékünstlern und Kabarettisten auftaucht, hinterlässt sie ein begeistertes Publikum. Poesie muss nicht immer ernst sein. Die Gäste kommen voll auf ihre Kosten. Sie amüsieren sich köstlich und ihre Lachmuskeln werden sehr strapaziert.
Lange Nacht der Poesie
Die Lange Nacht der Poesie


Manfred Hausin, die ,,Stimme Niedersachsens",

bissig - satirischer und spöttischer Kurz -Kunst - Dichter, führt durch das Programm. Er verbindet die Attraktionen miteinander, nimmt dabei seine eigene Kunst, die sogenannten ,,Hausinaden", dezent zurück, lehrt dabei aber die Zuschauer mittels einiger seiner Kurztexte konsequent zwischen den Zeilen zu lesen.
Wenn er erzählt, so scheinbar ungerührt, dann weiß man/frau gar nicht, woran man/frau ist. Er kann einfach alle(s) und jede(n) auf die Schippe nehmen. Man/frau lacht - und schon bleibt das Lachen im Halse stecken. Ganz schön hinterhältig, der Kerl Manfred Hausin.
In den Niedersächsischen Autorenportraits wird er als einer der ,, jungen Generation" beschrieben. Als einer, der gesellschaftliche Vorurteile und Verkrustungen sowohl mit literarischen als auch antiliterarischen Mitteln entlarvt. Und so ist man/frau überhaupt nicht gegen ihn gefeit. Weder hier noch anderswo.

Hausin mit Schröder
Manfred Hausin mit Gerhard Schröder


Auszeichnungen

Manfred Hausin erwarb mit seinen Büchern und Gedichtbändern zahlreiche Preise.

1979 Pläne- Songtext Wettbewerb,
1980 Stadtschreiber zu Soltau, Auslandsstipendium Bonn,
1982 / 83 Stipendiat der Künstlerstätte Schreyalm,
1983 Niedersächsisches Nachwuchsstipendium für Literatur Förderpreis der europäischen Autorenvereinigung DIE KOGGE,
1985 Stadtschreiber von Ottendorf / Elbe,
1987 Hildesheimer Kulturpreis,
1988 Bertelsmann Erzählwettbewerb,
1988 Stipendiat im Atelierhaus Worpswede Gast im Künstlerdorf Schöppingen,
1991 Niedersächisches Künstlerstipendium für Literatur,
1993 damit verbundenen Profile Impulse 5,
Künstlerverein in Lingen .