Warum das Saterland eine Sprachinsel ist

 

 Damals wie heute ist das Saterland den meisten Menschen unbekannt, selbst innerhalb des Oldenburger Raumes. Aber woran liegt das? Sicherlich ist ein Grund, dass diese Orte zwar sehr ansehnlich und idyllisch liegen, sonst aber kaum Besonderheiten aufweisen – so scheint es jedenfalls! Im Saterland hat sich in einem jahrhundertelangem Prozess eine eigene Sprache – das Saterfriesische – entwickelt. Hierbei handelt es sich um einen mit niederdeutschen Elementen durchsetzten Dialekt der friesischen Sprache.

Die vier Orte Strücklingen, Ramsloh, Scharrel und Sedelsberg sind von weiten und zur damaligen Zeit unpassierbaren Mooren umgeben. Der einzige Weg in das Saterland war daher die Sagter Ems, die bis in das 19. Jahrhundert hinein schiffbar war und die vier auf einem Sandrücken gelegenen Dörfchen von Sedelsberg aus dem Süden bis Strücklingen in den Norden durchfloss. Es war damals fast unmöglich das Saterland auf dem Landwege zu erreichen; nur während eines strengen Winters, wenn das Moor zugefroren war, bestand diese Möglichkeit – aber wer nimmt schon diese Kälte auf sich, nur um in das Saterland zu gelangen!?

Diese natürliche Abgeschiedenheit ist die eigentliche Ursache für das Saterfriesische, das auch noch heute von ca. 1600 Menschen gesprochen wird.

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