Das Interview

1)    Mit wie viel Jahren haben Sie mit der Schriftstellerei begonnen?

Ich habe mit 27 Jahren angefangen.

2)    Was hat Sie zur Schriftstellerei gebracht?

Ich habe einfach mal die Wahnsinnsidee gehabt, einen Roman zu schreiben. Das
   Thema war Horror, einer ganzer Roman gleich. Dann wollte ich auch nicht, dass
   er in der Schublade rumliegt und habe mir dann gedacht, kannst ihn ja vielleicht
   mal verlegen lassen. Tja, dann habe ich den Roman überall hingeschickt, zum
   Heyne-Verlag und alles. Wollte natürlich keiner haben, weil Horror wird in
   Deutschland sowieso nicht verlegt. Zumindest nicht von deutschen Autoren, nur
   Stephen King und so. Dann hat man mir gesagt, dass man nicht gleich so groß an-
   fangen sollte, also schreib mal ein paar Kurzgeschichten und schick die irgendwo
   hin. So ging`s eigentlich los. Ich hab mich jetzt nicht hingesetzt und gesagt: So jetzt
   werde ich Schriftstellerin. Ich habe Langeweile gehabt und angefangen zu schreiben.

3)    Über was für Themen schreiben Sie hauptsächlich?

Ich würd´ sagen, so sozialkritische Sachen, weil ich muss auch immer schreiben,
wenn ich mich über etwas ärger. Ich meine jeden Tag, wenn man rausguckt, sieht
man etwas, worüber man sich ärgert. Diskriminierung und solche Geschichten halt.

4)    In welchem Stil schreiben Sie ihre Texte?

Teilweise sehr krass, doch schon. Ich versuch schon immer etwas abzumildern, weil doch einige Leute total schockiert sind. Das, das Ehrliche, wirkt doch schon. Wenn man da so irgendetwas liest, was so dahinplätschert, dann gähnen die Leute.
Es ist halt langweilig. Die Leute werden dann aufmerksam, wenn sie etwas lesen, was nicht mit „Heile Welt“ zu tun hat.

5)    Schreiben Sie hauptsächlich Kurzgeschichten, Romane,...?

Ganz knapp geantwortet schreibe ich hauptsächlich Kurzgeschichten. Ich hab mal vor ca. 3 Jahren einen Roman angefangen, der liegt heute noch halbangefangen in der Schublade. Wenn man einmal raus ist, dann schreibt man immer tausendmal um.

6)    Wo schreiben oder können Sie am besten schreiben?

Hinten, in meinem Arbeitszimmer. Es sieht da echt übel aus, aber ich brauche das, dieses Chaos um mich rum.
 
 

7)    Schreiben Sie regelmäßig oder nur, wenn Sie Lust haben?

Nur, wenn ich Lust habe. Eben geht es zum Beispiel gar nicht. Ich habe einen festen Freund, den ich früher nicht hatte. Ich war öfters auf Achse, da sieht man mehr, worüber man sich ärgert. Das Bedürfnis muss auch da sein. Wenn ich sagen würde: Ich muss jetzt schreiben, würde das nicht gehen, weil der Druck eben da ist.

8)    Wie viel Texte haben Sie bis jetzt verfasst?

Ich sag mal so, vielleicht 50 Stück.

9)    Wie viel haben Sie davon schon veröffentlicht?

So an die 30 Stück. Die sind meistens sehr kurz, eine Seite ungefähr.

10)    Haben Sie ein bestimmtes Vorbild, wenn es um die Schriftstellerei geht?

Ja, Charles Bukowski. Er ist Amerikaner, allerdings in Deutschland geboren, aber eben sehr früh ausgewandert.

11)    Wenn ja, warum gerade diese Person?

Weil er sehr ehrlich schreibt. Er schreibet es einfach so, wie es ist. Nicht irgendwie heile Welt und so, sondern einfach das, was ihm an einem Tag passiert, oder eher gesagt, wie er seinen Tag erlebt. Es gibt viele die sagen, dass er viel zu sexistisch schreibt, aber das sieht jeder anders, wie auch ich.

12)    Welche Art von Büchern lesen Sie am liebsten? (Krimi, Roman,...)

Bukowski-Romane, allerdings auch Horrorgeschichten von Dean R. Koontz und eine Zeitlang auch Krimis von Ruth Rendell.
 
 

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