Plattdütsch in Helmestidde


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De „EMMERSTIDDISCHE BLAUME“

In Helmstidde, dat an Elme liet,
was ook emal vorr ooler Tiet
ne hooge Schaule. Wat Studenten
forr dulle Lüe sünd, dat kennt`n,
te daun het se mehrstens nist.
Nuu sejjt de Aine: Nanun, wie ist`s,
heute wird doch nicht zu Haus geblieben?
Wir gehen hinaus zum Kegelschieben!
Sau kummt tehoope glieks en Huupen,
et jifft`er ja ook bie te suupen.
Temaist gaht se denn vorr de Stadt;
en lüttchen Bummel nennt se dat.

Et was just en Sönndag-Naamidag,
wu sick jeedwet Vorgnoijen maakt.
Un saun half Dutzend Buernknechte
dä kääjeln all; dat jing nich slechte,
denn ümmer sau um et Veeremal,
da laijen alle Nejene daal.

Wann awerst nuu düt Speel vorrbie,
denn Bengels, denn sau koomet wi.
Sau denket dä Studentensick
un toiwet noch en Oogenblick.
As nuu de Buern noch`n Speel
anfängen wüllt, da word`t tau veel
doch de Studenten. Jetze hier
mal aufgehört, nun kommen wir!

Sau sä de Aine, doch de Buern,
dä dachten, daropp künnt ji luern.
Dickdräwüsch antwööre ain ook an:
Wi fänget wäer op et nie`e an!
Da jingen de Studenten denn
Nuu stantepee taun Kroijer  hen
un main`n: Wat sünd dat forr Saken?
De Kroijer sä: Laat`t mick dat maaken,
dä hört nuu op, ji künnt et glöben.
Ick will`t se tau vorrstahn jeeben,
sau dorch de Blaume, awerst fien,
denne wüllt Se woll tefreen sein.

Hai kummt nuu in de Käjelbahn
un süht`n ain`n grade stahn.
As hai de Kugel nimmt tar Hand,
swupp stötte se in`n Sand
un wieset op et Snapsglas hen
un frögt: Krüschan, wen hört dat denn?
Na, dat is mien! Sau nimm et hen,
suup et uut un scher dick ruut!
Wen hört denn düsse Brannewien?
De Jochen sä: Dat is mien!
Sau nimm`n hen, suupm uut
un scher dick ruut!
Wen hört denn düsse Groote noch?
Dat is mien, sä Karl, dat saiht Ji doch!
Sau nimm`n hen, suupm uut
Un scher dick ruut!

Se naihm`n alle naaenand
De Brannewiengläser in de Hand
un kippen se op ainmal uut.
De Kroijer sä: Sau, nuu is et gut,
un dorch de Blaume sä´e noch:
Ji Essels, Fleejels, schämt jüch doch,
saiht ji dickdräwüschen Bengels denn nich,
dat düsse Herren luert op jüch?
Dä wüllt nuu kääjeln opper Bahn,
ji möjet nuu naa Huuse gahn!
 

Von düsser Tiet is bie üsch te Land
De EMMERSTIDDISCHE BLAUME bekannt.






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