Lebenslauf von Carl Steinhoff

Carl Steinhoff wurde am 08. Januar 1811 in der Nähe von Gandersheim geboren. Seine Eltern waren Johann Heinrich Steinhoff und seine Gattin, Maria Amalia, geborene Schelm.  Carl Steinhoff heiratete die am 29. Oktober 1822 geborene Henriette Louise Auguste Müller, Tochter des derzeitigen Amtsvogts Johann Heinrich Ludwig Müller. 1846 wurde der erste Sohn als Ergebnis dieser Ehe geboren. Bei der Geburt des zweiten und letzten Sohnes am 13. März 1850, kam es zu Komplikationen bei der seine Ehefrau starb und wenige Tage später auch das Kind. Dies war ein harter Schlag für ihn. Gleich zwei Menschen die er liebte sind gestorben. 1876 schrieb er an Erinnerung an diese Tragischen Tage seines bisherigen Lebens ein Gedicht mit dem Titel „Jeder einen“.
Nach seiner Konfirmation führte ihn sein Weg zur Präparandie (Schule zur Vorbereitung auf den Unterricht) in Alfeld und im Jahre 1828, nach Weihnachten auch zum modernisierten Lehrerseminar zu Wolfenbüttel. Nach bestandenem Abschluss war er kurze Zeit Hauslehrer in Dresden, 1832 Hilfslehrer in Semmenstedt und 1835 wurde er in der Bürgerschule in Helmstedt als Lehrer eingestellt und zugleich am Helmstedter Gymnasium als Schreib- und Rechenlehrer. Gut ein Jahrzehnt später wurde er zur Töchterschule versetzt. 1876 quittierte er für kurze Zeit sein Amt als Lehrer um ein schweres Augenleiden auszukurieren. Noch im selben Jahr sprach er seine Todesahnung in von ihm geschriebenen Gedicht „Wer weiß wie bald, dann ist es Nacht“, aus. Am 19. Oktober 1880 verstarb Steinhoff. Vier Tage später, am 23.Oktober, wurde sein Leichnam mit großer Anteilnahme auf dem St. Stephanie Friedhof in Helmstedt beigesetzt.

nach: R. Kleinert: Lyrik in Helmstedt, Band II
 
 

Hauptseite                                                                                   Leseproben

Das dichterische Werk                 Zum Formalen der Steinhoffschen Dichtung

top