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Hoffmanns Leben von der Geburt bis zum Studium in Göttingen

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben wurde am 2. April 1798 in Fallersleben als drittes von fünf Kindern des Kaufmanns, Gastwirts und späteren Bürgermeisters Heinrich Wilhelm Hoffmann und seiner aus Wittingen stammenden Ehefrau Dorothee, geboren.

Fallersleben gehörte zum damaligen Kurfürstentum und späteren Königreich Hannover. August Heinrich besuchte hier zunächst die Grundschule sowie später die Bürgerschule, deren Unterricht seiner Ansicht nach sehr dürftig war. Als Fächer erwähnt er u.a. Religion, Geschichte, Erdkunde, Rechnen und Schreiben.

Im Musikalischen blieb er weitgehend auf sich allein gestellt. Er bastelte zwar selbst Musikinstrumente, er lernte aber in seinem ganzen Leben nie das Noten lesen.

Die Ereignisse im Kriegsjahr 1806 machten sich in seiner Heimat stark bemerkbar, da Fallersleben Durchmarschgebiet französischer Truppen und Teilen der geschlagenen preußischen Armee war.

Hoffmann nahm schon im Knabenalter regen Anteil am politischen Geschehen. Er schreibt in seinem Buch: "Mein Leben": "Wir waren seitdem für alle Freiheitsideen empfänglicher."

1807 entstand unter Napoleons Regie das Königreich Westfalen indem sich das Kurfürstentum Hannover und somit auch Fallersleben befanden. Nach französischem Vorbild unterteilte man es in Departements und Cantons. Hoffmann von Fallerslebens Vater bekam die Amtstätigkeit des Cantons im Oker-Departement, zu dem auch Fallersleben gehörte. Durch die Amtstätigkeit seines Vaters erlebte August Heinrich Hoffmann die schlimmen Seiten der Franzosenherrschaft.

Nach seiner Konfirmation 1812 wechselte August Heinrich nach Helmstedt um im dortigen Pädagogium einen weiterführenden Unterricht zu erhalten (u.a. in Fächern wie Latein, Griechisch, Französisch).

Ausserhalb der Schule beschäftigte er sich häufig mit Schiller Balladen sowie mit dem Lesen von Gedichten.

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