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Hoffmanns berufliche Anfänge

Zunächst setzte Hoffmann von Kassel aus seine Wanderungen fort. In Eisenach besichtigte er die Wartburg. In Weimar, wo er sich als nächstes aufhielt, bemühte er sich nicht Goethe zu besuchen. In Jena suchte Hoffmann die Bekanntschaft des damals berühmten Professors für Naturphilosophie Lorenz Oken, der seit 1816 dort die enzyklopädische Zeitschrift "Isis" herausgab. Da im Großherzogtum Sachsen-Weimar die Pressefreiheit nur wenig eingeschränkt war, konnte Oken in seine "Isis" auch Texte aufnehmen, die sich kritisch gegen politische Missstände in Deutschland wanden. Der Student Hoffmann bot Oken Epigramme aus seiner Feder an, und Oken veröffentlichte sie tatsächlich. Inhaltlich bezogen sich Hoffmanns Zwei- bzw. Vierzeiler vor allem auf die Restauration der alten politischen Machtverhältnisse nach dem Ende der Befreiungskriege in Hannover.

Während eines Zwischenaufenthaltes im heimischen Fallersleben gerät der junge Hoffmann in eine heftige Krise. Die ganze Familie macht sich Sorgen um seine Zukunft. Drei Jahre Studium und keinerlei Ergebnis in Sicht. Hoffmann gibt selber zu, dass er sein Ziel nicht kennt.

Bei einem Besuch des Bruders in Magdeburg erreicht beide die Nachricht, der Vater sei lebensbedrohlich erkrankt. Hoffmann flieht nach Bonn, immatrikuliert sich dort und erfährt unterwegs von dem Tod seines Vaters.

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