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Hoffmann von Fallersleben und Walther von der Vogelweide

Für Hoffmann von Fallersleben war Walther von der Vogelweide der bedeutendste Dichter des 13 Jahrhunderts: ‚Er wird ewig glänzen als ein leuchtender Morgenstern am deutschen Dichterhimmel’. Mit seinem Enthusiasmus und mit seiner vaterlandsbewussten Dichtung wurde er zu Hoffmanns Vorbild.

Jedoch war v. d. Vogelweide kein Nationalist (der Begriff der Nation entstand erst später), er verteidigte nur die damalige politisch führende Schicht gegen Anfeindungen ausländischer Sänger. Deshalb scheint die Interpretation Hoffmanns ein wenig naiv. Dennoch entstammen einige Ideen zu seinem wohl bekanntesten Lied, dem ‚Deutschlandlied’, den Liedern Walthers v. d. V. Er ließ sich auch in anderen Schriften von v. d. Vogelweide inspirieren. Man vermutet, dass Hoffmann in seiner Vorrede zur Anthologie Walthers Redetechnik übernommen hat. Gesichert ist, dass er dessen papstkritische Gedichte und Lieder umgeschrieben hat. Hoffmanns neue Fassungen wandten sich gegen Goethes - wie Hoffmann es nannte – ‚verbrauchten Leiertand’, der politischen Inhalt vermissen ließe.

 

Ein politisch Lied ...

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