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Der Konflikt zwischen HOFFMANN VON FALLERSLEBEN und HEINRICH HEINE

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798 geboren, reiste sehr gern, wurde jedoch durch Heimweh immer wieder schnell nach Deutschland zurück getrieben. Heinrich Heine hingegen, 1797 in Düsseldorf geboren, zog mit 34 Jahren nach Paris und kehrte bis zu seinem Tod nur zweimal nach Deutschland zurück.

Heine und Hoffmann studierten beide an denselben Universitäten Bonns und Göttingens. Auch waren beide den Idealen der französischen Revolution - Freiheit , Gleichheit , Brüderlichkeit - zugeneigt. Die gleiche politische Ansicht teilten sie jedoch nicht: War Heine ein fast radikaler Republikaner, setzte sich Hoffmann an erster Stelle für eine nationale Einheit Deutschlands ein.

Im Jahr 1840 stellte Hoffmann von Fallersleben seine "Unpolitischen Lieder" dem Hamburger Verleger Julius Campe vor. Dieser brachte die Gedichte durch die Zensur und verschaffte ihnen einen hohen Bekanntheitsgrad.

Gleichzeitig war Campe auch der Verleger Heinrich Heines, den er unter Zeitdruck setzte seine "neuen Gedichte" fertigzustellen, indem er ihm von Hoffmanns atemberaubendem Erfolg vorschwärmte.

Heine bekam 1842 das erste Mal Hoffmanns "Unpolitische Lieder" zu lesen, welche er sehr stark kritisierte. Heine lehnte die Tendenzpoesie ab, da seiner Meinung nach in diesen Gedichten die politische Aussage vor der künstlerischen Gestaltung stand. Er selbst fühlte sich der Kunst mehr verpflichtet als der Politik. Auch war er überzeugt, dass Tendenzdichter zwar politische Überzeugung, aber keinerlei poetische Begabung besäßen. Er behauptete: "Hinter oder vielmehr mit Hoffmann von Fallersleben hat die Poesie ein Ende!" Einige Zeit später begann er allerdings selbst Tendenzgedichte zu verfassen.

 

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