Krieg

Zuerst  haben wir eine Besprechung mit
Frau Oeldig gemacht. Wir haben uns *Texte durchgelesen und
Bildbände vom Krieg angesehen.
Dann sind wir angefangen. Frau Oeldig hat gesagt:,,Ihr dürft jetzt anfangen,
verschiedene Sachen zum Krieg zu malen.“
Chistina, Meike, Stefanie haben zuerst einen Panzer gemalt.
In der Zwischenzeit hat Maria den Hintergrund gemalt.
Stephan und Viktor haben die Kampfflugzeuge gezeichnet.
Langsam wurde das Bild fertig. Alle Teile wurden ausgeschnitten
und auf das große Blatt geklebt. Nach drei Stunden war das Bild fertig.



 


Bild zum Thema Krieg





Collage angefertigt von:
Christina, Meike, Stefanie, Stephan, Viktor,
Frau Oeldig (eine Mutter)



*Textstellen aus dem Roman:
- IM  WESTEN  NICHTS  NEUES   -    von Erich Maria Remarque
  Aus Verlag Kiepenheuer & Wisch   Köln, Berlin, Neuauflage 1971



Wir müssen nach vorn zum Schanzen. Beim Dunkelwerden rollen die Lastwagen an.
Wir klettern hinauf. Es ist ein warmer Abend und die Dämmerung erscheint uns wie
ein Tuch, unter dessen Schutz wir uns Wohl fühlen.    - Seite 45 -


Auf einer Querstraße fahren leichte Geschütze und Munitionswagen heran.
Die Pferde haben glänzende Rücken im Mondschein, ihre Bewegungen sind schön,
sie werfen die Köpfe, man sieht die Augen blitzen. Die Geschütze und Wagen gleiten
vor dem schimmernden Hintergrund der Mondlandschaft vorüber....    - Seite 49 -


Eine ungewisse, rötliche Helle steht am Horizont von einem Ende zum anderen.
Sie ist in ständiger Bewegung, durchzuckt vom Mündungsfeuer der Batterien.
Leuchtkugeln steigen darüber hoch, silberne und rote Bälle, die zerplatzen und
in weißen, grünen und roten Sternen niederregnen .        - Seite  50 -


Wir rammen die Eisenpfähle in regelmäßigen Abständen fest. Immer zwei Mann
halten die Rolle, die anderen spulen den Stacheldraht ab. Es ist der ekelhafte Draht
mit den dichtstehenden, langen Stacheln. Ich bin das Abrollen nicht mehr gewohnt
und reiße mir die Hand auf.       - Seite 51 -

Ich reiße die Gaskapsel heran. Etwas entfernt von mir liegt jemand. Ich denke an nichts
anderes als an dies: Der dort muss es wissen: „Gaaas, Gaaas!“
Ich rufe, schiebe mich heran, schlage mit der Kapsel nach ihm, er merkt nichts,
noch einmal, noch einmal, er duckt sich nur – es ist ein Rekrut. Ich sehe verzweifelt nach Kat,
er hat die Maske vor. Ich reiße meine auch heraus, der Helm fliegt beiseite, sie streift sich
über mein Gesicht,...  Diese ersten Minuten mit der Maske entscheiden über Leben und Tod:
Ist sie dicht?       - Seite 57 / 58 -



Tagsüber haben wir nur das normale Feuer, so dass wir die Gräben ausbessern können.
Unterhaltung ist ebenfalls da, die Flieger sorgen dafür. Täglich finden zahlreiche Kämpfe
ihr Publikum. Die Kampfflieger lassen wir uns gefallen, aber die Beobachtungsflugzeuge
hassen wir wie die Pest, denn sie holen uns das Artilleriefeuer herüber. Ein paar Minuten
nachdem sie erscheinen, funkt es von Schrapnells und Granaten.     - Seite 103 -



Ich komme näher. Da sehe ich bei einer Rakete, wie im Draht sich etwas noch bewegt,
ehe es erstarrt, und liege still. Beim nächsten Mal sehe ich es wieder, es sind bestimmt
Kameraden aus unserem Graben. Aber ich bin vorsichtig  bis ich unsere Helme erkenne.
Dann rufe ich. Gleich darauf erschallt als Antwort mein Name:“Paul- Paul...“ Ich rufe
wieder. Es sind Kat und Albert, die mit einer Zeltbahn losgegangen sind, um mich zu suchen.
„Bist du verwundet?“     „Nein, nein!“
Wir rutschen in den Graben.     - Seite 176 -



 
Fundstellen aus dem Remarque - Archiv
 

Enthauptung von Erich Maria Remarques Schwester
 

Erich Maria Remarque wurde von den Nazis verfolgt, weil er Bücher 
gegen den Krieg geschrieben hat. Die  Nazis  wollten einen Krieg anzetteln. 
Seine Schwester wurde festgenommen, weil Erich Maria Remarque ihnen 
entwischt  war. Die Nazis haben gesagt : ,,Du wirst uns nicht entwischen. 
Dein Bruder ist uns entwischt, aber du nicht.“ 
Die Nazis hatten ihre Wege Menschen umzubringen. 
Erich Maria Remarques Schwester wurde mit einem Fallbeil enthauptet. 
Remarque hörte erst ganz spät davon,weil er gerade in Amerika war. 
Er hat sein Buch ,,Ein Funke Leben“ seiner Schwester gewidmet.



geschrieben von:  Tim    -     (nach einem Vortrag im Remarque-Archiv in Osnabrück)



 
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