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Zur
Biographie von Nicolas Born
31.12.1937
Geburt von Klaus Jürgen Born in Duisburg als erstes Kind
des
Polizeibeamten Hans-Werner Born ( 18.11. 1905-
30.10.1978)
und seiner Frau Helene Born, (geb. Wieger,
am
08.03.1914). Bis zur Eheschließung ist die Mutter als
Filialleiterin
eines größeren Lebensmittelgeschäfts angestellt. Der Vater arbeitet bei der
Autobahnpolizei in Duisburg, ab 1939 als Dorfpolizist in Praest bei Emmerich. In
dieser
kleinen Gemeinde am Niederrhein, nicht weit von
der holländischen
Grenze, wächst Born auf.
22.12.1939
Geburt der Schwester Christa. Die Mutter verbrachte
wegen
Komplikationen einen Teil der Schwangerschaft bei
ihren Eltern
in Essen-Altenessen zusammen mit dem Sohn.
Sie ziehen
dann nach Praest in die Dienstwohnung des
Polizeibeamten.
1940
Der Vater wird zur Wehrmacht eingezogen. Er nimmt am
Russlandfeldzug teil, wird dann zurück nach Praest in den
Polizeidienst
beordert, wo er in französische Kriegsgefangenschaft gerät.
1947
Im Februar kehrt der Vater aus französischer Kriegsgefangenschaft zurück. Die
Familie wohnt mittlerweile bei einem
Bauern.
l948/49
Nach
der Entnazifizierung arbeitet der V ater aufgrund
eines Hüftleidens
im Innendienst der Polizei als Verwaltungsbeamter. Er wird Vormund über die
" sechs
Geschwister
Barbenheim" in deren 3,5 Zimmer Wohnung
nach Essen
die Familie 1948/49 zuzieht.
1944-52
Born besucht
die Volksschule in Praest. Kurze Zeit ist er
Schüler des
Gymnasiums in Emmerich, aber die Eltern
können das
Schulgeld nicht aufbringen. Nach dem Ortswechsel geht er wie die Schwester auf
die Hölteberg- (Volks-) Schule in Essen- Altenessen. Mit dem Volksschulabschluss
nach acht Jahren ist Borns Schulausbildung beendet.
1950
Nach
gemeinsamen Anstrengungen kann die Familie in das
selbst
erbaute Haus einziehen, in Essen- Altenessen, III.
Siedlerweg
2.
1952-55
Mit
vierzehn Jahren Beginn einer Lehre als Chemiegraph.
Auf
Vermittlung des Vaters in der Klischee-Anstalt
Vignold
in Essen.
1954
Erste
literarische Schreibversuche. Kurze
unterricht.
Mitglied im "Singkreis-Essen"
1955-63
Born
arbeitet acht Jahre als Chemograph, bzw. Klischee-Ätzer, bis er 1964 die
Existenz als "freier" Schriftsteller in
Berlin wagt.
Die Facharbeitertätigkeit umfasst bei hohen
handwerklichen
Ansprüchen die Herstellung von
Klischees,
also Druckplatten, die als Vorlagen für Plakate,
Zeitungsfotos
etc. dienen. In dieser Zeit bildet sich die
politische
Haltung Borns heraus. Born ist schon als
Lehrling
Mitglied der IG Druck und Papier und der SPD.
1956
Born
unternimmt eine Reise in die Schweiz und nach
Italien.
Mit achtzehn
oder zwanzig Jahren gewinnt Born bei einem
Gesangswettbewerb
den ersten Preis.
1957/58
Mit
den Freunden Alfred Timmer und Dieter Hartenstein,
einem
Gewerkschafter, beschäftigt sich Born in einer Art literarischem
Club autodidaktisch mit Literatur.
1957
Mehrmonatige
Tramp-Reise nach Sizilien und auf den
Balkan.
1958
Tramp-Reise
nach Griechenland, in die Türkei sowie nach
Syrien.
1957-59
Ohne
Studienabsicht legt Born die Begabtensonderprüfung
für
Lehramtsstudiengänge für die Primarstufe ab. Professor
Glaser
fällt er wegen seiner Fähigkeiten im Fach Deutsch
Auf.
Borns V
ersuche, als Volontär bei der Rheinischen Post
oder
dem Essener Tageblatt unterzukommen, scheitern.
1959
Beginn
der lebenslangen Freundschaft mit Ernst Meister.
1961
In Ernst Meisters Reihe "Texte junger Lyriker" in den
Ruhr-Nachrichten
erscheint als erste literarische Publikation
Borns
Gedicht Haltend die Standarte.
20.10.1961
Heirat
mit der Büroangestellten Wilhelmine Christine
(Christel) Martinc, geb. 1.1.39. Die beiden wohnen als
junges
Ehepaar in der oberen Etage des Bornschen Elternhauses auf dem Siedlerweg.
24.05.1962
Geburt der Tochter Undine.
Im Brief v.
5.1 1.1962 berichtet Born Johannes Bobrowski,
dass er seit
Mai an einem Roman schreibe. 43 Seiten seien
bereits
fertig.
1962/63
Besuche bei
Bobrowski, z.T. zusammen mit Hannelies
Taschau.
Martin Kurbjuhn und Walter Hoppe.
Dieser Kreis
trifft sich auch mit Ernst Meister in Hagen. In
Gesprächen
mit Else Meister wird erwogen, den Namen in
Nicolas Born
zu ändern.
Februar 63
Born wohnt in
Essen- Holsterhausen, Camphausenstr. 11.
Von dem
Roman liegen 70 DIN A 4 Seiten vor.
4.11.1963-April 1964
Auf
Vermittlung Ernst Meisters und Hans Benders wird
Nicolas Born
von Walter Höllerer als Stipendiat der Ford Foundation zum Literarischen
Colloquium nach West-Berlin
eingeladen.
Born kündigt
bei seiner Essener Firma.
erste
Begegnung mit Hans Christoph Buch und Hermann
Peter Piwitt,
die zu engen Freunden in Berlin werden,
sowie mit
weiteren jungen Schriftstellerkollegen.
1964
Erste
Prosastücke, Resultate des Berliner Aufenthalts,
erscheinen
in der Dokumentation Prosaschreiben. In der
Zeitschrift
" Akzente" gibt Höllerer vorab Der Boxkampf
heraus. Zwei
Gedichte, Stunde und Wiederholung, werden
in der
Anthologie "Jahresring" veröffentlicht.
April 64-April 65
Born kehrt nicht wieder nach Essen zurück. Trennung von
seiner Frau.
Er holt seine Sachen ab und siedelt nach
Berlin über.
Zuerst wohnt er in Räumen des Literarischen Colloquiums am Wannsee, Am
Sandwerder 5,
dann in
verschiedenen Wohnungen. Beginn der Existenz
als
"freier" Schriftsteller. In Berlin überarbeitet Born den
Roman Der
zweite Tag.
Sommer 64
Treffen der
Autorengruppe des Kiepenheuer Verlags in
Kronenburg
in der Eifel.
10-12.09.1964
Hans
Werner Richter lädt Born ein, vor der Gruppe 47 in
Sigtunal
Schweden aus Der zweite Tag zu lesen. An-
schließend
Lesung bei der Stockholmer Woche.
1965
Im "Essener Liederbuch" werden eine Reihe früher
Gedichte
erstveröffentlicht, zusammen mit den Prosastücken aus Berlin.
Bei Kiepenheuer & Witsch in Köln erscheint der Roman
Der zweite
Tag.
In Berlin
kommt der Gemeinschaftsroman Das Gästehaus
heraus.
Mai
1965
Als
Gast Teilnahme an der Frühjahrstagung der Gruppe 61
in Dortmund.
2.5.1965
Hans
Werner Richter und Günter Grass gewinnen Born
und andere jüngere
Autoren für das "Wahlkontor deutscher
Schriftsteller
Berlin", das Willy Brandt und die SPD den
Sommer über
im Bundestagswahlkampf unterstützt.
Born sammelt
Material über das Schicksal eines Altkommunisten im Ruhrgebiet.
21.10.1965
Förderungspreis des Landes Nordrhein-Westfalen für
junge Künstler.
Der WDR
sendet das Hörspiel Schnee. Weitere kurze
Prosatexte
in Zeitschriften und Sammelbänden.
29.4.1966
Scheidung
der ersten Ehe.
Dezember
1966
Austritt aus der SPD nach Bildung der Großen Koalition.
1966/67
Wohnung
in der Fredericiastraße 3 in Berlin-
Charlottenburg.
1966 kehren
die Eltern nach Praest zurück und bauen dort
erneut von
einer Entschädigung für das Essener Haus.
Anfang 1967
wird es wegen einer Industrieansiedlung abgerissen.
1967
Bei
Kiepenheuer & Witsch kommt Marktlage, der erste
Lyrikband,
heraus.
Jahresgabe für
Lyrik der Akademie der Künste Berlin.
2.6.1967
Born
formuliert zusammen mit Peter Schneider und Klaus
Roehler die
erste Protestresolution gegen die Berichterstattung
der Springer Presse und das Vorgehen der Polizei.
Borns
Gedicht Berliner Para- Phrasen zirkuliert zunächst
auf Flugblättern
und erlangt dann eine Berühmtheit, die
Born den
unerwünschten Ruf eines politisch engagierten
Autors
einbringt. Born ist Mitinitiator des Boykottaufrufs
gegen
Springer. Er plant ein Stück über die Machtergreifung der Obristen in
Griechenland (21.4.1967).
7./8.10.1967
Teilnahme an der letzten Tagung der Gruppe 47 in der
Pulvermühle.
1967/68
Born lebt in der Wohnung von Peter O. Chotjewitz in der
Leibnizstraße
96. Erste Bekanntschaft mit Peter Handke,
der in
Berlin ein DAAD-Stipendium hat.
Born
schreibt Rezensionen und erste theoretische Texte:
Sind wir
schon Utopia? Er veröffentlicht einzelne
Gedichte,
auch Gelegenheitsgedichte, die in den späteren
Ausgaben
nicht mehr auftauchen, und "politische"
Gedichte wie
z.B. Fünfzehnte Reihe in der Anthologie
"gegen
den Krieg in Vietnam." Zudem ist Born mit
Lesungen und
Interviews im Literaturbetrieb vertreten.
17./18.2.1968
Teilnahme am Internationalen- Vietnam-
Kongress in der TU- Berlin.
21.2.1968
Gegenkundgebung
vor dem Schöneberger Rathaus. Born
und andere
dokumentieren die Ereignisse in Der
21
Februar 1968.
Protest die
Verabschiedung der Notstandsverfassung.
12.11.68
Heirat mit
der Kinderärztin Irmgard Masuhr.
13.11.68
Umzug für ein Jahr nach Nürtingen bei Stuttgart
(Grünewaldstr.
22), wo seine Frau eine Stelle
als
Assistenzärztin bekommen hat.
1969
Der Südwestfunk sendet das Hörspiel Zerstörung eines
Hauses, der
WDR zeigt Borns Beitrag Fernfahrer zu den
Kurzfilmen
Skizzen aus dem Alltag.
6.-8.7.69
Mit
Michael Krüger auf einer Tagung -jugoslawischer Schriftsteller in Maribor.
Sept.
1969-Aug.1970
USA-Aufenthalt.
Born geht
auf Einladung des International Writer's Workshop der University of Iowa für
ein Jahr in die USA,
(Mayflower
838, Iowa City).
Bekanntschaft
mit Robert Creely, Allen Ginsberg, Frank O'Hara und Kenneth Koch, die nach Iowa
zu
Lesungen kommen.
1970
Das
Hörspiel Innenleben wird vom WDR
gesendet. Kiepenheuer & Witsch
veröffentlicht den Gedichtband Wo mir der
Kopf
steht.
Bei Luchterhand erscheinen Übersetzungen von acht Gedichten aus dem
Amerikanischen. Im Interview mit
Volker
Gesellschaftskritik.
Mai
70
Beginn
einer Reise durch die USA mit Irmgard Born.
Die Autofahrt führt von Iowa über San Francisco, San Diego mit
einem
Besuch
bei Reinhard Lettau und Mexiko nach New York.
In New York trifft er Frank O'Hara.
Sept.-
Dez. 1970
Die
Wohnungsnot verschlägt die Borns nach Gailingen bei Schaffhausen, Auestr. 13.
17.11.1970
Geburt der Tochter Rike-Marie im nahegelegenen Singen.
1971
Der
NDR sendet das Hörspiel Übungen
in einer Fremdsprache. Born schreibt Beiträge für die Zeitschrift "Konkret".
Zu
Jahresbeginn tritt Irmgard Born eine Stelle in Berlin an.
Die Familie findet eine Wohnung in
Berlin-Friedenau,Dickhardtstraße48.33
1972
Born
wechselt zum Rowohlt-Verlag, der den Gedichtband Das
Auge des Entdeckers34 herausbringt. Kohlenstory
erscheint
im
Druck. Born ist weiterhin mit
Lesungen, Gesprächen und Einzelveröffentlichungen im Rundfunk vertreten.
August
1972
Reise
nach Jugoslawien mit Rolf Haufs.
Herbst
1972
Begegnung
mit Peter Handke auf der Frankfurter Buchmesse.35 Die Freundschaft intensiviert
sich, wird ab 1975 sehr eng,
als
beide in der Jury für den Petrarca-Preis sitzen.
Okt.
1972 -Aug. 1973
Villa-Massimo-Stipendium,
Romaufenthalt mit Rolf Dieter Brinkmann u.a..
Noch
von Rom aus kaufen die Borns 1972, nach einem Hinweis von H.C. Buch, der bereits
in der Gegend wohnt, ein
Bauernhaus
in Langendorf/Wendland.
1973
Oton
und lton erscheint in der Reihe roro-rotfuchs.
Born publiziert erstmals einen Essay: Schwache
Bilder einer anderen
Welt.
Täterskizzen
wird in der ersten Nummer des "Literaturmagazin'. abgedruckt.
In Ost-Berlin erscheinen
einige Gedichte in der
Sammlung
"Rezepte für Friedenszeiten".
Förderungspreis
Literatur zum Kunstpreis Berlin.
27.5.1973
Geburt
der Tochter Katharina.
Sommer
1973
Ausbau
des Bauernhauses nach der Rückkehr aus Rom.
Born zieht sich in der folgenden Zeit bis zum endgültigen Umzug
der
Familie
von Berlin dorthin vor allem zum Schreiben zurück.
Hier entsteht Die erdabgewandte
Seite der Geschichte.
1974
Drei
weitere "Texte für Kinder", Im
Breiberg, Der König ist einer von den
wenigen und Die
Bremer
Stadtmusikanten erscheinen. Die
Fährte
der Wiedergeburt,
ein Ergebnis des Rom-Aufenthalts, kommt im "Literaturmagazin"
heraus. Der Saarländische
Rundfunk
sendet
den Essay: Ist die Literatur auf die
Misere abonniert?
1975
Die
Übersetzungen der Wannsee-Gedichte von Wong May erscheinen in einer LCB-
Edition.
Als
Nachruf auf den im April verunglückten Rolf Dieter Brinkmann schreibt Born Stilleben einer Horrorwelt.,38 Mit Di4..Phantasie
an
die
Macht und der Antrittsrede
vor der
Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz
bringt Born seine Positionen in zwei
wichtigen
Texten vor. Gleichzeitig sendet der
RIAS- Berlin und dann der Saarländische Rundfunk die Erzählung Radikale
Ernte.
Beginn als
Mitherausgeber des Literaturmagazins. Born wird Mitglied der Jury zur Verleihung
des Petrarca-Preises. Im Juni wird
er erstmals auf dem Mont Ventoux in der Provence verliehen, posthum an Rolf
Dieter Brinkmann.
Im Oktober wird Born Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der
Literatur. Gastdozent für Gegenwartsliteratur an der Gesamthochschule/Universität
Essen im Wintersemester 1975/76.
1976
Die
erdabgewandte Seite der Geschichte und die Übersetzungen
der Gedichte von Kenneth Koch erscheinen bei Rowohlt.
Im Juni
Verleihung des Petrarca-Preises an Ernst Meister
und Sarah Kirsch in Arquà bei Padua. Born hält die Laudatio auf Ernst Meister.
3.9.1976
Einen
Tag nach dem Umzug der Familie von Berlin nach
Langendorf
brennt das Haus nach Dachdeckerarbeiten bis
auf die
Grundmauern nieder.40 Die Familie wohnt zunächst bei H.C. Buch.
1977
Mit
der Rede zur Verleihung des Bremer
Literaturpreises,
der
Rede in Gorleben (1 2.3.1977) und dem "Brief" Eins
ist
dieser
Staat sicher nicht: Ein
Polizeistaat bezieht
Born
wiederum
deutlich Stellung. Zudem erscheint im
"Literaturmagazin"
Die Welt der Maschine, ein Essay, in
dem Befürchtungen
und Weltsicht Borns komprimiert
sind. Im
September unterzeichnen Born, Buch, Grass, P.
Schneider,
von der Grün u.a. das Plädoyer "Keine
Atommülldeponie
in Gorleben und anderswo".
26.1.1977
Literaturpreis
der Freien Hansestadt ]3remen 1977
(zusammen mit Heinar Kipphardt).
Die
Laudatio hält Walter Kempowski.
1977-78
Von
Januar bis Dezember bietet Uwe Bremer Unterkunft
im
nahegelegenen Gümse. Born hat
zudem einen Arbeitsraum in dem Haus in Dannenberg, Lange Str. 38, wo auch die
Kinderarztpraxis liegt. Seitdem
Born sich im Wendland aufhält, engagiert er sich öffentlich gegen den Ausbau
der Atomkraft. Born
wird Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und
Mitglied des PEN.
Im
November, Dezember unternimmt Born ein Lesereise durch die Schweiz und die BRD.
1978
Der
Rowohlt-Verlag bringt die Sammelausgabe der Gedichte heraus.
In
Bergen-Enkheim hält Born seine Antrittsrede als Stadtschreiber: Wider
eine Zukunft der Selbstvergessenheit und die Reden auf Urs Widmer und Sarah
Kirsch.
Anfang
des Jahres reist Born für zweieinhalb Monate zu Recherchen nach Beirut.
Mai
78
Kauf eines Hauses in Breese/Wendland, das wiederum restauriert
wird.
Im Juni
Verleihung des Petrarca-Preises an Alfred Kolleritsch in Arezzo.
Herbst
1978 Lesereise nach Österreich und Ungarn
(zusammen mit Peter Rühmkorf).
1.9.1978
Born
wird Stadtschreiber in Bergen-Enkheim.
Oktober
1978
Der
Vater Borns stirbt.
Dez.
1978
Einzug in das neue Haus in Breese.
1979
Das
Gespräch mit Manfred Voigts über Die Sprache der Lyrik erscheint im "Konkursbuch".
Bei Rowohlt kommt Die Fälschung
heraus.
Im Januar
und Februar baut Born im Garten mit den alten Balken ein Backhaus wieder auf43
Er kam dann nicht mehr
dazu, es als Schreibwerkstatt zu nutzen.
Im März
zeigen sich erste Krankheitssymptome. Ein-
gehende ärztliche
Untersuchungen
erweisen unheilbaren
Lungenkrebs.
Juni
79
Born
nimmt an der Verleihung des Petrarca-Preises an Zbigniew Herbert in Verona teil. Währenddessen, am 15.6.1979, stirbt Ernst Meister in Hagen.
Born wird
Mitarbeiter der Zeitschrift "art", kann aber nur noch für die
Lyrik-Seite der Ausgaben 11/79 und 1/80 Gedichte vorschlagen.
Sommer 79
Born
wird in Groß-Hansdorf/ Hamburg an der Lunge operiert; es folgen Bestrahlungen
in Hamburg.
Im August
verbringt er einen Urlaub in Dänemark, zusammen mit Rolf Haufs und Günter
Grass.
31.8.1979
Letzter
öffentlicher Auftritt beim Stadtschreiberfest in Bergen-Enkheim.
Sept./Okt.
1979
Klinikaufenthalt
in Berlin mit einer Operation zur Beseitigung von Hirnmetastasen.
5.12.1979
Born
erhält in Abwesenheit den Rainer Maria Rilke-Preis für Lyrik.
Die Laudatio hält Christoph Meckel.
7.12.1979
Born
stirbt mit 41 Jahren in Breese in der Marsch bei Dannenberg.
Born wird
nach seinem Wunsch auf einem Friedhof direkt
vor dem Elbdeich, am Ortsausgang
von Damnatz, beerdigt.
1980
Rolf
Haufs gibt bei Rowohlt Die Welt der
Maschine heraus.
1981
Die
Gedichte Lieber R. und Frühlingsgedicht werden
posthum veröffentlicht.
In der
DDR erscheinen in Lizenz ein Gedichtband und Die
erdabgewandte
Seite der Geschichte.
Volker
Schlöndorff verfilmt in Beirut Die Fälschung.
1983
Ralf
Junkereit versammelt die Erzählungen in dem Band Täterskizzen. Die Gedichte 1967-1978 erscheinen erneut als
Jubiläumsausgabe
des Rowohlt-Verlages.
1985
Im
"Literaturmagazin" wird der Briefwechsel zischen Nicolas Born und Günter Kunert abgedruckt.
1988
Im
Januar findet in der Akademie der Künste in West-Berlin eine Gedenkveranstaltung zu Borns Fünfzigstem Geburtstag am
31.12.1987 statt.
Der
Verleger Dr. Hubert Burda stiftet den Nicolas-Born-Preis für Lyrik.
1989
Chris
Hirte bringt im Verlag Volk und Welt eine weitere Auswahl der Gedichte heraus.
1990
Peter
Handke gibt seine Auswahl der Gedichte mit einem Nachwort versehen bei Suhrkamp
heraus.
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