Jugend und Ausbildung:

Eine kurze Übersicht:

Nach der Schulzeit ging Friedrich Leopold mit seinem Bruder Christian 1770 nach Halle a.d.S. um dort Jura zu studieren. Das Studium langweilte beide und sie beschäftigten sich stattdessen mit der englischen Sprache, mit Geschichte und den lateinischen Klassikern.

Nach zwei Jahren wechselten sie nach Göttingen, wo sie die Studienatmosphäre als wesentlich angenehmer empfanden, neben Jura zusätzlich Literatur belegten und sich die griechische Sprache mittels Wörterbuch und Homers Illias (später von Friedrich Leopold übersetzt) aneigneten.

Graf Reventlow führte sie in den Göttinger "Hainbund" ein. Dieser Dichterbund mit Johann Friedrich Hahn, Ludwig Heinrich Hölty, Johann Heinrich Voß, Gottfried August Bürger u.a. hatte enormen Einfluss auf die deutsche Geistesgeschichte. Vorbild des Kreises war Klopstock, seine Ode "Der Hügel und der Hain" stand Pate bei der Namensgebung. Ihn besuchte Friedrich Leopold zusammen mit Matthias Claudius im Jahre 1773 in Hamburg.

Mit Johann Wolfgang Goethe freundeten sich die Brüder Stolberg 1775 in Frankfurt an, gemeinsam mit ihm begaben sie sich auf eine Reise in die Schweiz und besuchen in Zürich Johann Kaspar Lavater. Unterwegs erregt die Gruppe Aufsehen durch öffentliches Nacktbaden und heftigen Alkoholgenuss mit anschließender Wirtshausverwüstung.

(Autorenteam: Ja, ja, diese Jugend damals, "Sturm und Drang" statt "Rock and Roll".)

Zurück in Deutschland traf die Reisegruppe in Weimar mit Christoph Martin Wieland zusammen, ihr einstiger literarischer Gegner.

Tätigkeit als Politiker...