1. Expedition | Was ich war | Was ich erlebte | Wollgrasblüte | Fotografieren | Honig |

"Was glaubst du, was ich schon erlebte?"
Wir erkunden und berechnen eine Torfstichwand

Anna-Lena, Alisa und Iris: Am 16. März waren wir wieder im Moor. Das Wetter war schön! Wir sind mit der Moorbahn tiefer ins Naturschutzgebiet hineingefahren.
------------
Die Waggons der Moorbahn sind Torfwagen, die umgebaut wurden zu Personenwagen. Sie fährt auf Schmalspurschienen und wird von einer kleinen Diesellok gezogen. Unterwegs haben wir Sträucher und Bäume fotografiert und Wasserstellen, in denen tote Birken standen. Die Bahn holperte so doll, dass man den Fotoapparat kaum gerade halten konnte.

An einer Seite der Strecke war noch etwas Wald. An der anderen Seite war ein Graben und da gab es weit und breit nur Moorlandschaft zu sehen. Endlich hielten wir an und wir durften aussteigen. Auf einem sehr weichen Weg mussten wir noch ein Stückchen weiterlaufen und Frau Buerschaper wäre fast sehr tief abgesackt. Auf dem Weg lagen seltsame Häufchen die aussahen wie weißes Gelee. Wir haben leider nicht herausgefunden, was es war.

Andrea, Leo und Sebastian: In einem Birkenwäldchen, wo demnächst der Torf abgebaut werden soll, machten wir Halt. Hier lag eine hohe Torfstichwand, etwa 2m hoch und fast ebenso breit. Frau Meyer erzählte uns, dass Torf aus mehreren Schichten besteht. Die unteren Schichten sind fester und ganz dunkel und je höher man kommt, desto heller und lockerer wird der Torf. Jedes Jahr wächst eine neue Schicht und das Moor wird immer höher, es wächst und wächst. Das Moor ist also die einzige Landschaftsform, die ständig zunimmt. Nach 10 Jahren ist das Moor 1 cm höher geworden.

Früher, als es noch keine Heizung gab und man noch Öfen benutzte, wurde der Torf als Brennmaterial verwendet. Unser Lokführer Andreas hatte eine lange Messlatte mitgenommen und die stellten wir nun neben die Torfwand. Frau Buerschaper hatte Schilder vorbereitet, sie sollten unterschiedliche Schichten kennzeichnen. Auf den Schildern standen Jahresangaben, z.B. "Kurz vor meiner Geburt", "So alt sind meine Eltern", "Vor 100 Jahren", "Als die Buchdruckerkunst erfunden wurde" oder "Christi Geburt". Diese Schilder haben wir neben der Messlatte in die Torfwand gesteckt. Das Schild von "Christi Geburt" war ganz unten an der Erde, das von meiner Geburt nur 1 cm unter der Oberfläche.

Bevor wir zur Schule zurückgekehrt sind, haben wir unsere Stammplätze noch fotografiert.