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Aus Kindertagen

Die ersten (Schularbeits-)Reaktionen der Kinder, die sich am Projekt beteiligten:
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Sebastian: Frau Buerschaper macht mit uns eine AG über sich selber und über das Moor. Sie heißt "Birken, Wollgras und Wind". Erst war ich sehr nervös, als ich in die AG gekommen bin. Am ersten Tag hat Frau Buerschaper von sich selber erzählt. Sie erzählte von ihrer Schulzeit. In der ersten Klasse haben sie ein Klassenfoto gemacht. Sie war sehr traurig, weil ihr Vater gestorben war.
Sie hat uns ein Buch gegeben mit Gedichten über das Dorf in dem sie lebte. Das Dorf heißt Honigsessen. Viel früher hieß es "Hunne sessen", weil da die Hunnen gewohnt haben. Am besten fand ich das Gedicht über das Dorf. Zum Schluss gab sie uns eine Mappe mit Blättern und einen Stift, damit wir alls aufschreiben können, was wir in den AG-Stunden erleben.

[ Gedicht "Honigsessen" ]

Julia: Ich mag Frau Buerschaper, weil sie uns viel von sich erzählt hat.

Anna-Lena: Mir hat es gut gefallen, dass Frau Buerschaper uns zu ihren Gedichten auch etwas erzählt hat, was sie früher gemacht hat, z.B. zu dem Gedicht "Apfelbaum" hat sie gesagt, dass sie die Äpfel geklaut haben und nur dann haben sie gut geschmeckt. Und sie hat von sich erzählt:

[ Gedicht "Apfelbaum" ]

Sie ist in Wissen geboren, aber in Honigsessen aufgewachsen. Ihr Vater war oft nicht da. Die vier Jahre Grundschule, wie wir sie haben, wurden halbiert auf zwei Jahre, weil Krieg war. Es gab auch nur zwei Lehrer und monatelang fiel die Schule aus. Deswegen hat ihre Mutter sie zu Hause unterrichtet. Ihr Vater war Lehrer und auch Dichter, so ist Frau Buerschaper auf die Idee gekommen, den gleichen Beruf zu lernen.

Iris: Margret Buerschaper hat uns Geschichten aus ihrer Kindheit erzählt. Sie ist 1937 im Westerwald geboren. Mir hat am besten gefallen, wie sie uns das Bild von ihrer Einschulung gezeigt hat. Sie hat auf diesem Bild zwar gelacht, aber in Wirklichkeit war sie sehr traurig.

[ Foto Einschulung ]

Die anderen Kinder hatten alle einen Schulranzen auf dem Rücken, sie aber hatte nur eine ganz normale Tasche von ihrem Vater, der schon tot war. Der Vater war Lehrer. Er ist im Krieg gestorben. Als der Krieg kam, ist die Schule ausgefallen. Die Mutter von Margret hat sie noch weiter unterrichtet. Sie musste jeden Tag schreiben und lesen. So fing sie an Gedichte zu schreiben über den Ort und die Umgebung in der sie lebte.

Josephine: Am besten hat mir gefallen, was Frau Buerschaper über sich erzählt hat und dieses Gedicht "Apfelbaum". Gut fand ich auch, dass eine Seite aus deinem Tagebuch veröffentlicht wurde.

[ Tagebuchseite ]

Der Name von dem Dorf "Honigsessen" ist sehr lustig und mit den braunbunten Kühen, den Wiesen, einem Maibaum und den Kartoffelfeuern bestimmt schön.

Dorothea: Die Gedichte waren super. Ich fand von allen am besten: "Über dem Steinbruch".

[ Gedicht "Steinbruch" ]

Andrea: Für mich war das schönste Gedicht: "Über dem Steinbruch".

Josephine: In der zweiten AG-Stunde haben wir zwei Geschichten aus dem Buch "Malte im Moor“ bekommen, die wir uns bis zur nächsten Woche durchlesen sollen. Dann hat Frau Buerschaper uns zwei CD-Roms über das Moor gezeigt. Jeder durfte einmal bei einem der Spiele mitmachen. Ich freue mich schon darauf, wenn wir das nächste Mal ins Moor fahren, da werde ich sicherlich viel zu schreiben haben. Schön finde ich auch, dass alle in der AG sehr nett sind. Wir hoffen alle, dass wir immer gutes Wetter haben, wenn wir ins Moor fahren oder irgend etwas draußen unternehmen.