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Unsere Erlebnisse in den Gedichten von M. Buerschaper

Winter im Moor
Langhalmiges
winterbleiches
Hartgras
 
Meerweit
Moor
sieht das Auge
 
Dunkel vor Nässe
Torfhaufen
bis in die
Dunstbläue
der Horizonte
 
Eingefaßt
von Eisrändern
die Wassergräben
 
Auf den
Tümpeln
Blumen aus Glas

Dieses Gedicht von Frau Buerschaper aus dem Buch "Meerweit Moor“ gefällt mir so gut, weil es genau das erzählt, was ich selbst erlebt habe. Als wir das erste Mal ins Moor gingen, war noch Winter und davon handelt das Gedicht. Es sah dort genau so aus, nur die beiden letzten Verse stimmten nicht, es lag nur Schnee. Das blasse Gras, die langen Halme, die nassen Torfhaufen und der Dunst über der Landschaft sind mir aufgefallen.
Sebastian

Dieses Gedicht, hauptsächlich den zweiten Vers, habe ich selber erlebt. Ich finde ihn sehr toll, denn besonders oben vom Turm aus sieht man echt das "meerweite Moor".
Leo

 
 
Gestürzte Birke -
Wohin soll der Wind greifen
wenn er wiederkommt

An einem Tag im April sind wir mit der Moorbahn etwas tiefer ins Moor hineingefahren. Dabei kamen wir an mehreren Stellen vorbei, an denen Birken absterben. Man sieht nur noch den Stamm und ein paar dicke kahle Äste. Irgendwann stürzen diese Birken dann auch ins Wasser und das Torfmoos wächst darüber. Dieses Bild sehe ich immer vor mir, wenn ich das Haiku "Gestürzte Birke" von Margret Buerschaper lese.
Josephine

 
 
 
Die Wollgrasflöckchen
in Moorweiten trägt der Wind
samtweiche Samen

Es waren einmal ganz viele Wollgrasbüschel, die hatten in diesem Jahr sehr viel Pech. Es kam kein Wind, um ihre Samen zu verteilen. Sie warteten und warteten Stunde um Stunde. Auf einmal sagte Frau Wolle: "Ik glaub, ik hab wat jemerkt, einen Windstoß!“ Jetzt merkten es auch die anderen. "Es kommt ein Wind, juhu!“, schrien sie wild durcheinander. Endlich wurden alle Samen verteilt. Das haben wir im Moor auch gesehen, wie die Wollgrasflöckchen alle vom Wind verteilt wurden. Das sah schön aus! Wie Schnee im Sommer! So hat Margret Buerschaper auch in einem ihrer Haiku im Buch "Meerweit Moor“ geschrieben.
Rike

 
 
 
Weicher Sommerschnee
fliegt in silbernen Flocken:
das reife Wollgras

Jetzt im Mai ist das Wollgras reif. Als wir im Februar die welken Grasbüschel sahen und die unscheinbaren Blüten fofografierten, konnten wir uns nicht vorstellen wie das Wollgras jetzt aussieht. Die Stiele sind ganz hoch gewachsen. Am Ende hängen in einem dichten Bündel viele weiße Samenfäden. So ein Wollgrasbüschel sieht jetzt aus wie ein breiter, dichter Strauß mit weißen Blumen. Wenn der Wind kommt reißt er die Samenfäden auseinander und die Schirmchen fliegen davon, wie Schneeflocken. Dieses Erlebnis finde ich in dem Haiku in dem Buch "Worte kehren zurück am Spinnenfaden“ wieder!
Gülbahar

 
 
 
 
Sonnentauarme
Die blauschillernde Fliege
wehrt sich vergeblich
 

Eine blauschimmernde Fliege ist auf Futtersuche. Der Sonnentau wacht auf und bekommt Hunger. Die Fliege spürt den Duft von süßem Nektar. Sie weiß natürlich nicht, dass der Sonnentau diesen herrlichen Duft hinausgibt. Er lauert auf die Fliege. Diese folgt dem Duft und fliegt direkt zum Sonnentau hin. Die Pflanze bereitet sich darauf vor, die Fliege zu verzehren. Das Insekt setzt sich auf die Klebekügelchen des Sonnentauarmes und wie eine Hand umschließen die Fangarme sofort die Fliege. Es ist aus mit ihr, sie hat keine Chance zu entkommen. Der Sonnentau aber treibt vielleicht jetzt noch seine Spielchen mit den ahnungslosen Insekten. In "Meerweit Moor" hat Margret Buerschaper meine Beobachtung in einem Haiku genau beschrieben.
Anna-Lena

 
 
Am Spinnengarne -
aufgefädelt wie Perlen
die Nebeltropfen

Ich ging auf dem Holzpfad durchs Moor da bemerkte ich etwas Glitzerndes. Als ich es mir genauer ansah merkte ich, dass es ein Spinnennetz war. Ich dachte sofort an Margret Buerschapers Haiku in dem Buch "Meerweit Moor": Es sah nämlich aus, als hätte sich eine Perlenkette in dem Strauch verfangen. An den einzelnen Fäden des Netzes hatte sich der Tau gesammelt und schimmerte daran wie Perlen.
Iris

 
 
Übers weite Moor
fliegt einsam ein Sonnenstrahl
zu schmal für das Land

Dieses Haiku aus dem Buch "Meerweit Moor“ von Margret Buerschaper verstehen wir so, dass ein einsamer Sonnenstrahl über das Moor huscht. Weil das Moor aber so weit und endlos ist, kann er nur ein ganz kleines Stückchen hell machen. Dieses Haiku ist schön und zeigt ein interessantes Bild.
Alisa, Dorothea

 
Nebel umschleiern
die Schatten der Kiefer
im ruhigen Wasser

In dem Buch "Worte kehren zurück am Spinnenfaden" auf S. 26 schreibt Margret Buerschaper dieses Haiku. Unser Beobachtungsplatz beim 'Haus im Moor' ist ein Tümpel. An seinem Ufer steht eine breite Kiefer zwischen zwei Birken. Als wir einmal da waren, hat sie sich im Wasser gespiegelt. Das passiert nur, wenn das Wasser ruhig ist. Wenn es windig ist, kann man den Schatten nicht erkennen.
Julia, Anna