Inhaltsangabe zu dem Buch "Die Welt in der ich lebte"

Ilse Losa ist in dem Roman "Die Welt in der ich lebte" selbst die Protagonistin unter dem Namen Rose Frankfurter,, deren Leben von ihrer Geburt 1913 bis zu ihrer Flucht 1934
Autobiographisch dargestellt wird. Ihre frühe Kindheit verbringt sie nicht wie andere Kinder Bei ihren Eltern, sondern sie lebt bis zu ihrem sechsten Lebensjahr bei Esther und Markus  Frankfurter, ihren Großeltern in Buer.


Wir drei lebten in einem kleinen Haus mit einer wein-
umrankten Veranda, die zur Straße hinausging. (S.9)

Sie durchlebt eine friedliche Zeit unter der liebevollen Fürsorge ihres Großvaters, zu dem
Sie ein wesentlich besseres Verhältnis als zu ihrer Großmutter hat.

Mein Großvater, ein hochgewachsener Mann mit einem langen, knochigen, leicht geröteten Gesicht und hellen,
fast immer traurigen Augen, hatte die Angewohnheit, seine buschigen Brauen zu heben, wenn er etwas Wichtiges sagte. (S.9)

Mit ihrer Großmutter versteht sich Rose nicht so gut ,da diese sich vielmehr um die praktischen Sachen wie den Haushalt kümmert .Sie legt auch keinen Wert darauf, sich mit Rose zu beschäftigen. Zu der Fürsorge des Großvaters gehört auch dass er sie nach jedem Abendessen segnet. Diese Geste prägt sie mehr als der regelmässige Besuch der Synagoge.

Nur ein Bach trennte den Garten der Großeltern von der Synagoge, man hätte nur durch das Wasser waten müssen
um in den Garten der Synagoge zu gelangen.

Der Tod des in Amerika lebenden Sohnes Joseph, nimmt Markus so sehr mit, dass er erkrankt.
Dieses Ereignis nehmen Roses Eltern zum Anlass, sie zu sich nach Melle zu holen.

Weiß, zwei Stockwerke hoch, mit grauen Türen erhob es sich inmitten eines Garens mit Rasen und schmucken Blumenbeeten. Eine Pappel mit dickem Stamm und üppigem Laubwerk strahlte Ruhe aus. Die kerzengeraden Lebensbäume erinnerten mich an den Garten der Synagoge.


Der Abschied von Großvater fällt ihr zunächst sehr schwer. Aber als sie dann zu Hause 
Bei ihrer Familie ist, lernt sie ihre beiden Brüder ,Bruno und Rudi kennen und versteht sich
Sofort gut mit ihnen. Ihr Leben verläuft ganz normal. sie geht zur Schule und wird eine der besten in ihrer Klasse. Ihre Freizeit verbringt sie mit ihren Brüdern und ihren Freunden. 
Trotzdem erlebt sie Tiefschläge wie den Tod ihres Großvaters oder die Erkenntnis, dass sie zu ihrer Mutter nie das " Mutter - Tochter Verhältnis" aufbauen kann.

"Großvater konnte die Liebe zu mir zeigen. Mutter verbarg ihre Gefühle (S.70)"


Obwohl ihre Eltern nicht religiös sind, gehen sie regelmäßig in die Synagoge nach Osnabrück
Und Rose und ihre Brüder bekommen zu Hause jüdischen Religionsunterricht.
Nebenher bekommt sie von Lilly einer Freundin der Mutter Klavierunterricht . Zu hause wird
Sie wie viele andere Kinder konservativ erzogen. Mit 11 Jahren geht sie ins Lyzeum In Osnabrück. 

In O.,wo wir in die Synagoge gingen, befand sich auch das Lyzeum O.Außer mir waren noch  

Anni und Käte aufs Lyzeum gewechselt. 

Dort wird
Wöchentlich eine Versammlung abgehalten, auf der gesungen und gebetet wird. Die Schüler
Können dort auch über Probleme sprechen. 
Kurze Zeit später stirbt ihr vater in Melle an Krebs und die Familie geht nach Hildesheim. Da ihr Vater vor seinem Tod finanziell nicht vorgesorgt hat, unterhalten sie dort eine Pension und führen ein weitgehend unabhängiges Leben. Jedoch werden sie immer mehr mit dem Antisemitismus konfrontiert. Sie und andere Juden werden als Problem für Deutschland gesehen, aber erst später hat diese Einstellung auf Roses Leben Wirkung. Dies beginnt als sie nach Berlin zieht. Dort lebt sie in dem Wohnzimmer eines ärmlichen Ehepaares und arbeitet in einem Versicherungsbüro, das sich eine weitere Arbeitskraft eigentlich nicht leisten kann. Dementsprechend verdient sie nur sehr wenig, kann ihr Gehalt aber aufbessern, indem sie dem Sohn ihres Chefs Klavierunterricht gibt. Nachdem Hitler 1933 Reichskanzler geworden ist, steht auch ihr Vermieter in engerem Kontakt zur NSDAP und sie wird gezwungen, sich eine neue Unterkunft zu suchen. Kurze Zeit später bekommt sie Besuch von zwei Männern, die sie zum Polizeipräsidium am Alexanderplatz ordern.

Am nächsten Tag, um neun Uhr morgens, betritt Rose dieses Gebäude, dessen Flure mit Verängstigten und Hoffnungslosen überfüllt sind. Beamte führen sie in ein Zimmer, in dem sie verhört wird, weil sie Hitler in einem Brief Verbrecher genannt hat. Zur Bestrafung soll sie in ein KZ geliefert werden, doch dank ihres ,,arischen" Aussehens schickt man sie in der Zeit, in der ihr Fall einer höheren Instanz vorgelegt wird, für fünf Tage nach Hause. Sie nutzt diese ,,Gnadenfrist", um zu fliehen.     

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