"Feuersalamander"
Biographische Verknüpfungen
 

Der Roman Der Feuersalamander bietet verschiedene Ansätze der Verknüpfung mit dem Leben Jan Peter Bremers. Zum einen sind sowohl der Protagonist Stefan und Bremer vom Beruf Schriftsteller. Beide verbinden Schreibhemmungen, welche, laut Bremer, "alle ernsthaften Schriftsteller" haben. Bremer kann, "das Denken der Figur zumindest nachvollziehen", sie hat gewisse autobiographische Züge.

Bremer, der selbst sofort nach dem Abitur dem ländlichen Leben den Rücken kehrte, äussert seine eigene Meinung durch den Kellner: "Die Menschen in der Stadt sind freier, als es die Menschen hier sind" (72). Nicht minder interessant sind folgende Äusserungen des Kellners, bedenkt man, dass die Menschen im Wendland allgemein als eigenwillig und hartnäckig gelten: "Nur die Leute sind stur. (...) Sie schwimmen lieber vor sich hin" (72).

Seine eigenen Erfahrungen verknüpft der geborene Berliner in den Träumen Stefans. Als dieser im Café vor sich hindöst, denkt er in alptraumartiger Weise an die Auswirkungen, welche seine Familie auf sein Schreiben hat: "Denn das Kind ist (...) überall. (...) Aber es fängt noch lauter an zu schreien, und du drückst es mit den Händen nieder, und wenn es sich endlich fügt (...), bist du so erschöpft, dass du gleich auf dem Teppich niedersinken möchtest". (10) Aus demselben Grunde wie es auch Stefan getan hat, fährt auch Bremer regelmäßig zum Schreiben in eine Privatwohnung der Familie, um Ruhe zum Schreiben zu finden.

Jan Peter Bremer schreibt über die Qual eines Schriftstellers etwas völlig Neues, in einem angemessenen Stil niederzuschreiben.

Axel Hildebrand
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