Einer der einzog das Leben zu ordnen
 
Inhaltsangabe

Jan Peter Bremer erzählt in seinem Roman von einem jungen Mann, der in einer kleinen Stadtwohnung lebt und dort den Drang verspürt, die Inneneinrichtung seiner winzigen Wohnung ständig verändern zu müssen. Er steht dabei jedoch einem Problem gegenüber, welches er allein, aufgrund seiner Unerfahrenheit, nicht beseitigen kann: Staub! Ein Phänomen, was zur Beseitigung einen erfahrenen Diener braucht, der weiß, wie man mit solch einem Problem fertig wird.

So kommt es schließlich auch. Der junge Mann stellt einen Diener ein, der die in ihn gesetzten Erwartungen jedoch keineswegs erfüllt. Der Diener beansprucht das einzige Zimmer für sich und verbannt den "Herrn" in die Küche. Auch den Staub bekämpft er nicht, was den jungen Mann plötzlich nicht weiter zu stören scheint, da der Diener, anstatt aufzuräumen, Geschichten von seinem vorherigen Arbeitsplatz erzählt, von denen der junge Mann sehr fasziniert ist. Diese Geschichten fesseln den jungen Mann, welcher übrigens keinen Namen trägt, so sehr, dass er jene sogar eigenständig in seiner Phantasie fortsetzt. Am Schluss ist der Übergang von Realem zu Phantastischem kaum noch spürbar.

So entsteht am Ende sogar ein paradoxer Zustand, denn es herrscht Chaos, das durch den Diener gerade verhindert werden sollte. Der junge Mann allerdings ist nicht etwa mit der nun bestehenden Situation unzufrieden: sie wirkt sich letztlich sogar befriedigend für ihn aus.

Jan Peter Bremer erzählt in spielerischer Art und Weise über die unendliche Gedankenwelt eines jungen Menschen. Er beschreibt diese Vorstellung so, dass die Grenze von Realität und Traum sehr gut versteckt ist und nur beim genauen Lesen erkannt werden kann.

Robert Nixdorf
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