Biographie

Jan Peter Bremer wurde am 16. Februar 1965 in Berlin geboren. In einer Selbstbeschreibung schrieb er einmal: "Ich, Jan Peter Bremer, wurde in Berlin-Charlottenburg geboren und verbrachte bis zu meinem fünften Lebensjahr eine unbeschwerte, glückliche Kindheit in der Stadt. 1970 zog ich mit meinen Eltern in das damals noch sehr rückständige Zonenrandgebiet Lüchow-Dannenberg. Dort erfolgte die Einschulung und das mühsame Erlernen des Lesens und Schreibens." Seit 1988 lebt Jan Peter Bremer wieder in seiner Geburtsstadt, als freier Schriftsteller, zusammen mit seiner Frau und seinen zwei Kindern.

Sein ehemaliger Englischlehrer am Fritz-Reuter-Gymnasium Dannenberg Alan Docwra erinnert sich: "Seine Aufsätze waren sehr witzig und ironisch. In einem Alter, wo viele Leute ein bisschen bieder schreiben, also der Inhalt ein bisschen bieder ist, wirkten Jan Peters sofort ziemlich komisch. Und er bemühte sich auch immer, denke ich, etwas Lustiges und Originelles zu schreiben."

Zu seinen Werken zählen:
  • In die Weite 17 Kurztexte (Edition Mariannenpresse, 1988)
  • Einer der einzog das Leben zu ordnen, Roman (Matthias Gatza Verlag, 1991 und Fischer TB)
  • Der Palast im Koffer, Roman (Matthias Gatza Verlag, 1993 und Fischer TB)
  • Der Fürst spricht, Roman, 1996
  • Der Feuersalamander, Roman, 2000
 
Jan Peter Bremer erhielt 1993 ein Bertelsmann-Stipendium und 1994 ein Stipendium des Atelierhauses Worpswede.
 
Erfolge

Sein größter Erfolg ist, ohne Zweifel, der Ingeborg-Bachmann-Preis gewesen, den Jan Peter Bremer für seinen Roman Der Fürst spricht am 30. Juni 1996 erhalten hat. Dieser mit 200.000 ÖS (etwa 30.000 DM) dotierte Preis wird seit 1976 jährlich von der Ingeborg-Bachmann-Gesellschaft in Klagenfurt (Kärnten/Österreich) für deutschsprachige Autoren verliehen. Dabei müssen die Autoren nach Zahlung eines Antrittsgeldes von 1.500 DM den Juroren aus ihrem Werk vorlesen. Initiator des Preises ist zum einen die Ingeborg-Bachmann-Gesellschaft, zum anderen der Österreichische Rundfunksender ORF. Bei der Begründung hieß es über Der Fürst spricht: "Die Komödie des auf den Kopf gestellten Franz Kafka" (Peter Demetz), "Eine schlaue Schule der Intrige und spielerisch entworfene Parabel" (Verena Auffermann), "Eine Marionettenwelt, so abgründig, dass ihr alle menschliche Klarheit zuschanden wird" (Thomas Hettche).

Sibylle Draber

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